Frankenabwertung 1931, 27.09.1936, …, 06.09.2011, …

1931 wurde der seit 1850 lang gleichgebliebene Silbergehalt im Fünfliber (5 fr.) um volle 44,33 % reduziert, von 22.5 auf 12.525 Gramm!

Im Detail: Von 25 gr Münzgewicht mit 0,900er Silbergehalt (22,5 gr .999), 1850 – 1928, auf 15 gr Münzgewicht mit 0,835 Silbergehalt (12.525 gr .999), die NutzerInnen haben dies physisch sehr wohl gespürt, ob 25, oder 15 Gramm MünzGewicht, dadurch haben sie weniger ausgegeben, was wiederum zu einer Stagnation führte, etc., etc.

27.09.1936: 30% Frankenabwertung

Durch den BRB (BundesRatsBeschluss) vom 27.09.1936 wurde der Franken um ca. 30 % abgewertet.

06.09.2011: Euro-Franken-Kurs, 1 € = CHF 1.20

Im Einzelnen:

1931 wurde der seit 1850 lang gleichgebliebene Silbergehalt im Fünfliber (5 fr.) um volle 44,33 % reduziert, von 22.5 auf 12.525 Gramm. Im Detail von 25 gr Münzgewicht mit 0,900er Silbergehalt (22,5 gr .999), 1850 – 1928, auf 15 gr Münzgewicht mit 0,835 Silbergehalt (12.525 gr .999), die NutzerInnen haben dies physisch sehr wohl gespürt, ob 25, oder 15 Gramm MünzGewicht, dadurch haben sie weniger ausgegeben, was wiederum zu einer Stagnation führte, etc., etc.

27.09.1936: 30%

Durch den BRB (BundesRatsBeschluss) vom 27.09.1936 wurde der Franken um ca. 30 % abgewertet,

Von 1865 bis 1927 war die Schweiz Mitglied der Lateinischen Münzunion, was bedeutete, dass Gold- und Silbermünzen aus Frankreich, Belgien, Italien und Griechenland in der Schweiz als offizielle Zahlungsmittel zirkulierten. Die Bestimmungen der Münzunion legten fest, dass die Einheit der jeweiligen Landeswährung 4,5 Gramm Silber oder 0,290322 Gramm Gold entsprach. Sogar nachdem die Union in den 1910er Jahren bedeutungslos geworden war und 1927 offiziell endete, blieb die Goldparität für den Schweizer Franken erhalten, bis dieser 1936 als Folge der Weltwirtschaftskrise um 30 Prozent abgewertet werden musste.http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Franken


06.09.2011: Euro-Franken-Kurs, 1 € = CHF 1.20

Zitat:[1 ]«Nationalbank legt Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro fest:Die gegenwärtig massive Überbewertung des Schweizer Frankens stellt eine akute Bedrohung für die Schweizer Wirtschaft dar und birgt das Risiko einer deflationären Entwicklung. Die Schweizerische Nationalbank strebt daher eine deutliche und dauerhafte Abschwächung des Frankens an. Sie toleriert am Devisenmarkt ab sofort keinen Euro-Franken-Kurs unter dem Mindestkurs von 1.20. Die Nationalbank wird den Mindestkurs mit aller Konsequenz durchsetzen und ist bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen. Der Franken ist auch bei 1.20 pro Euro hoch bewertet und sollte sich über die Zeit weiter abschwächen. Falls die Wirtschaftsaussichten und die deflationären Risiken es erfordern, wird die Nationalbank weitere Massnahmen ergreifen.» Schweizerische Nationalbankam 6. September 2011

Eigenartigerweise, dh. eigen(un)artigerweise lernt die Mehrheit der Menschen nichts dazu, kann das sein?

Es gibt einerseites schlüssige Lösungen, Silvio Gesell lässt grüssen, einer seiner professionellen Botschafter war Hermann Benjes (* 27.4.1937 – † 24.10.2007), seit Jahren ist Prof. Bernd Senf sehr aktiv, zB.

„Alle 15 Jahre verdoppelt sich durch Zinsen das Geldvermögen“,

sagt der Volkswirtschaftler Bernd Senf, nach seiner Ansicht wird eine neue Wirtschaftskrise kommen, wenn sich nichts Grundlegendes am Zinssystem ändert.

Doch wie kann man das Zins- und Geldsystem so ändern, dass eine neue Krise verhindert wird? Das Gespräch mit Bernd Senf und die Antwort auf die Frage (!) können Sie hier hören. [mehr].

Andererseits ist alles schon mal dagewesen, wobei dies erst dank Internet der breiten Oeffentlichkeit zur Verfügung steht. (Der Schreibende hatte Geschichte im Gymnasium schon mit Leidenschaft verfolgt und genossen, danach einige Semester VWL (im Nebenfach) studiert (UNIZH), aber in diesen Jahren NIE nur ein Wort von John Law gehört, die Assignaten wurden zwar im Rahmen der Franz. Revolution mal angesprochen, die Wichtigkeit der Edelmetalldeckung erwähnt, wenigstens das, mehr aber nicht.)

Es müsste ein Fach Wirtschaftsgeschichte mit diesen relevanten Inhalten eingeführt werden; denn nicht einmal die einen Meister in Geschäfts-Verwaltung (MBA) abschliessenden HSG, oder UNIZH BWL, Absolventen haben von Giralgeld (Luftgeld) [dazu prägnant kurz, klar, stimmig über Prof. Franz Hörmann] und diesen Themata im Detail je gehört, wie persönliche Umfragen zeigen.

Noch einwenig Wirtschaftsgeschichte:

Vorläufer französischen Papiergelds

1716 eröffnete John Law die Banque Generale; 1718 wird die Banque Generale von der Regierung erworben und umbenannt in Banque Royale. 1720 bricht das von John Law zur Minderung der französischen Staatsschuld geschaffene System der Papiergeldemission zusammen.

1790 beschloss die Nationalversammlung die Ausgabe von Assignaten, welche durch die von den Revolutionären konfiszierten Kirchengüter gedeckt sein sollten. Durch seinen permanenten Wertverlust wollte 1797 kaum noch jemand Papiergeld akzeptieren. Assignaten und ihre Nachfolgewährung, die Territorialmandaten, wurden aufgegeben, Münzgeld kehrte zurück (!). Nach http://de.wikipedia.org/wiki/Banque_de_France

So genug gelesen für jetzt?

Persönliches Fazit?

Jeder Mensch, alle Ereignisse in deinem Leben sind da, weil du selbst sie angezogen hast. Was du damit anfängst ist deine Sache. (Richard Bach)

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