Lettische Bankkunden in Panik 11.12.2011

Jetzt in Lettland, am 7.12. in Griechenland (s. hier). Auch wenn es evtl. nur aufgrund einer Fehlmeldung war, viele Menschen haben eine erhöhte Achtsamkeit, kaum grundlos.

Beachtenswert sind auch die Kommentare im Anschluss. Statt Geld unter der Matratze wären vermutlich physisches Silber und Gold empfehlenswert.

Zum Artikel aus der BernerZeitung (http://www.bernerzeitung.ch), exakte Quelle nachfolgend:

Gerüchte über eine anstehende Bankenpleite führten in Lettland am Wochenende zu einem Sturm auf Bankautomaten. Vielerorts ist kein Geld mehr zu bekommen.

Alle Monate wieder? Im November räumten die Letten ihre Konten bei der Krajbanka leer (Bild), jetzt war die Swedbank dran.

Alle Monate wieder? Im November räumten die Letten ihre Konten bei der Krajbanka leer (Bild), jetzt war die Swedbank dran.
Bild: Reuters

Aus Angst vor Bankpleiten haben die Letten gestern die Geldautomaten leergeräumt. Gerüchte über Probleme bei der Swedbank und anderen in Lettland aktiven schwedischen Banken sorgten für panikartige Abhebungen.

Die Bankkunden reagierten offenbar aufgrund alarmierender Botschaften beim Kurznachrichtendienst. Heute Morgen war an 126 der 298 Geldautomaten der Swedbank kein Geld mehr zu bekommen, wie das Institut mitteilte. In den Filialen und im Internet würden besorgte Kunden nach ihrem Geld fragen, sagte der Chef der schwedischen Bank in Lettland, Maris Mancinskis.

Die Gerüchte über finanzielle Probleme seien aber «nicht nur falsch, sondern absurd», versicherte Macinskis im lettischen Fernsehsender LNT TV. Seinen Angaben zufolge hoben die Swedbank- Kunden allein am Sonntag zehn Millionen Lat (14 Millionen Euro) ab – zehnmal soviel wie sonst.

Panik bereits im vergangenen Monat

Der Chef der lettischen Finanzaufsicht, Janis Brazovskis, sagte dem Sender, die Gerüchte über die Swedbank seien über soziale Netzwerke und Kurznachrichtendienste verbreitet worden. Die Polizei ermittle, wer dahinterstecke.

Swedbank-Chef Macinskis führte die Panik-Reaktion der Kunden auch auf die überraschende Pleite der Latvijas Krajbanka im vergangenen Monat zurück. Krajbanka ist eine Tochter der litauischen Bank Snoras. Litauens Zentralbank hatte das Geldinstitut für pleite erklären müssen, ihm die Lizenz entzogen und es anschliessend verstaatlicht. Den beiden Eigentümern, dem Russen Wladimir Antonow und seinem litauischen Partner Raimondas Baranauskas, wirft die Justiz massiven Betrug vor.

Gerüchte seien grundlos

Ein Unternehmenssprecher betonte, die Position der Bank sei mehr als solide. Lettlands Bankenaufsicht erklärte, die Gerüchte seien grundlos. Es sei nicht nötig, sich um die finanzielle Situation der Swedbank zu sorgen. Die Swedbank gehört in Europa zu den am besten kapitalisierten Finanzinstituten.

Probleme in der Bankenbranche haben in Lettland eine lange Geschichte. Nach dem Zusammenbruch der Parex Bank 2008 war Lettland gezwungen, Hilfen des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Union zu beantragen. (ami/sda)

Erstellt: 12.12.2011, 10:43 Uhr, Aktualisiert um 13:12  [Quelle]

„Die Swedbank gehört in Europa zu den am besten kapitalisierten Finanzinstituten.“

„… zu den am besten kapitalisierten Finanzinstituten.“ Das heisst mangels Gold-Deckungspflicht wenig:  http://www.silbergrammbarren.com/

Kommentare

Peter Haller  13:31 Uhr

Nä, Panik hätte ich nicht !

Die paar Franken, die zu Ende Monat auf dem Konto liegen sind keine Panik wert.

Es sieht aber so aus, als ob das Geld heute unter der Matratze sicherer ist, als auf jeder Bank!

Bei mir sind zudem die Kontoführungsgebühren höher, als der Zins auf das Geld !

joe walz 13:07 Uhr

aus meiner sicht ist das legitim. und ich hätte auch panik.

Anastasia-Margarita Tse-Iosseliani 10:01 Uhr

Dieses Lerrräumen von Konten aufgrund irgendwelcher nebulöser Gerüchte ist eine typisch Post-sowjetische Haltung. So etwas würde man in CH nicht machen, wenn die UBS in Schieflage gerät…

Anastasia-Margarita Tse-Iosseliani 14:11 Uhr

@Müller: Das war ein Witz. Aber generell sind ZH-Kunden besser gestellt als lettische…

Gregor Müller 11:13 Uhr

Träumereinen? Da auch in der Schweiz die SNB das „Narrow Banking“ nicht durchsetzt, kann ein Banken Run auch in der Schweiz geschehen -> die letzten beissen die Hunde… ist ja wegen des „fraktionelles Banking“ auch mehr „Geld“ geschöpft werden darf, als wirklich da ist (ca. 90%). Niemand versteht, weshalb Banken solche Risiken auf Kosten der Steurzahler bewirtschaften dürfen+Gewinne abschöpfen..

Alejandro Galan 08:27 Uhr

Der Kern des ganzen mafiösen Bankensystems in Lettland ist die künstlich erzeugte Bank Citadele (75 % Staat, 25 % EBRD (EU Bank for Reconstruction and Development)).Cidele wurde von der Lettischen Regierung unten Zeitdruck gegründet, um Zerfall von den Bank Latvijas Krajbanka, Parex Bank und Bankas Snoras vor den Kunden verschönen. Swedbank Fall ist eine Folge des obskures Konstrukts, zu erwarten.

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