Quo vadis €, bald “ Goodbye Euro “ ?

Eine Frage, die sich täglich mehr stellen,

zB. die Ausgabe 12/12 der Bilanz, Titel „Der EURO CRASH“ oder

Titelbild der BILANZ (http://www.bilanz.ch/magazin) 12/12 vom 15.06.2012

Goodbye Euro ?!?!

(Von Robert Cvrkal, aus Schönkirchen-Reyersdorf am 15.06.2012, Quellenangabe nachfolgend)

Liest man die Weltpresse, dann übertrifft mittlerweile eine Hiobsbotschaft die andere und man beginnt sich zu fragen, wie viel verträgt Europa noch bis es zum endgültigen Absturz kommt? Mittlerweile warnt auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel davor, dass sich Deutschland nicht zuviel zumuten darf um nicht selbst von den maroden Staaten mit in den Abgrund gerissen zu werden, wie dies bereits viele unabhängige Ökonomen vorhersagen. Da mit der bisherigen Praxis der Geldmengenvermehrung die zugrunde liegenden Probleme nicht gelöst werden können, sondern nur Zeit gewonnen wird und man nunmehr die wirtschaftlich vertretbare Grenze erreicht, wenn nicht bereits überschritten hat, dürfte der Knall unmittelbar bevorstehen und Europa bzw. die Eurozone so wie wir diese derzeit kennen bald der Vergangenheit angehören. Selbst wenn man das Anwerfen der Geldpresse als Mittel der Zeitgewinnung einsetzt, dann muss man sich darüber im Klaren sein, dass die dadurch gewonnene Zeit dazu benutzt werden muss um vorhandene Schwächen auszumerzen und Strukturdefizite abzubauen. Leider hat die Politik diese Chance verschlafen, sodass wir heute schlechter dastehen, als zu Beginn der Krise 2008, da in der Zwischenzeit viel Steuergeld verbrannt wurde und dadurch der finanzielle Spielraum der EU-Staaten massiv eingeengt wurde. Wie bedrohlich die Lage ist zeigt sich an den Rückstufungsorgien der Ratingagenturen, deren Ende noch lange nicht erreicht sind.

Man sollte nicht immer die Situation so darstellen, als ob das Gelddrucken alternativenlos gewesen wäre. Aus heutiger Sicht – und diese Vorgangsweise haben von Anfang an unabhängige Experten vorgeschlagen – wäre es für die Steuerzahler wesentlich billiger gewesen, wenn die Ursprungsgläubiger mit den maroden Staaten über einen entsprechenden Haircut verhandelt hätten und dann im Notfall der Steuerzahler die eigenen Banken unter dem Motto „Geld gegen Beteiligung“ aufgefangen hätten. Zu einem späteren Zeitpunkt hätten dann diese Anteile privatisiert werden können und es wäre wieder Geld ins öffentliche Budget zurückgeflossen. Doch diese Chance wurde vertan und stattdessen dürfen bzw. durften die Steuerzahler der Geberländer zuerst zumindest offiziell die maroden Staaten bzw. deren Banken vor dem Bankrott retten und dann die eigenen Banken, womit sie doppelt bezahlen dürfen und dieses Geld zumindest zum Teil endgültig verloren ist.

Da die einzelnen Staaten Eigeninteressen verfolgen und nicht das Gesamtinteresse der Eurozone im Auge haben, kann gar nicht soviel Geld gedruckt werden, dass sich die Krise nicht trotzdem weiter verschärfen wird, das mit der Geldpresse nur das Ursprungsproblem überlagert aber nicht gelöst werden kann. In einer Planrechnung der Weltbank kommt diese zum Schluß, dass wenn sich 1/3 der Eurostaaten (genaugenommen Länder die 1/3 der Wirtschaftsleistung der Eurozone ausmachen) nicht mehr über den freien Markt finanzieren kann, die Welt in die größte Krise seit Ende des 2. Weltkrieges gerät. Für Europa ergibt sich unter dieser Annahme für 2013 ein Rückgang der Wirtschaftsleistung von 8,5 % womit der Euro Geschichte wäre, da dann auch die deutsche Lok diesen nicht mehr retten kann. Nachdem mittlerweile Spanien, Portugal, Irland, Griechenland, Zypern und auch Italien mehr oder weniger pleite sind und zumindest bereits indirekt durch die EZB (Aufkäufe von giftigen Papieren dieser Staaten) gestützt werden, dürfte ein Zusammenbruch der Eurozone unmittelbar bevorstehen.

Sieht man die Lage realistisch dann ist das Scheitern der Euro-Rettung vorprogrammiert und die Eurozone, so wie wir sie heute kennen, bald Geschichte. Verantwortlich für dieses Scheitern ist die Politik, welche mutlos, verspätet und zum Teil auch noch falsch reagiert hat, wodurch die Bevölkerung das Vertrauen in deren Lösungskompetenz verloren hat. Diese Halbherzigkeit bei den Entscheidungen zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der EU und erreichte seinen letzten Höhepunkt im Versuch, die Probleme Spaniens als alleiniges Problem von dessen Bankensektor darzustellen, obwohl sich die Spanier in einer Depression befinden und dort Massenarbeitslosigkeit sowie Massenarmut herrschen. Wie es in Spanien weitergehen wird, kann man aus der Entwicklung in Griechenland ableiten, wo sich die Hellenen nicht einmal mehr die Medikamente leisten können. Letzten Endes werden durch den undiffernzierten, von der TROIKA auferzwungenen und damit fremdbestimmten Sparwahn nationalistische Strömungen gefördert, welche schlußendlich zu einem Auseinanderbrechen eines Vereinten Europas führen werden. Wollte man dies verhindern, dann müssten die Geberstaaten noch kräftiger in die Tasche greifen und die maroden Staaten uneigennützig fördern, was zu einem Aufstand in den Geberländern und in weiterer Folge zu einer noch stärkeren Abwahl der derzeitigen Machthaber in den Geberländern führen würde.

Im Prinzip ist es egal was die Machthaber beschließen (Verschärfung des Sparprogrammes in den maroden Staaten oder Öffnen des Geldhahnes) werden sie immer die Bevölkerung einzelner Nationalstaaten gegen sich aufbringen, wobei die Machthaber immer übersehen, dass die EU als Staatenbund konzipiert ist und die Mehrheit der Bevölkerungen in den einzelnen Staaten gegen eine Überleitung ins Bundesstaatenkonzept sowie eine Konzentrierung der Macht im Wasserkopf Brüssel ist.

Nur wenn es den Machthabern gelingt, die Bevölkerungen ins Boot zu holen und von einem Bundesstaatenkonzept zu überzeugen, ist meines Erachtens eine Eurorettung so wie wir heute die Eurozone kennen, möglich. Wenn nicht, sollte man sich wie von immer mehr unabhängigen Experten sowie von Josef Bucher (Parteichef BZÖ) seit Jahren gefordert, zu einer Teilung in einen Nord- und Südeuro durchringen, weil ansonsten das ganze europäische Friedensprojekt den Bach runter zu gehen droht.

Der österreichische Haushalt wird in naher Zukunft durch das Schlagendwerden der übernommenen Haftungen für die maroden Staaten massiv belastet werden. Durch die Vergemeinschaftung der Risikos haben die österr. Politiker nicht nur den Wohlstand, welche unsere Vorgängergenerationen geschaffen haben aufs Spiel gesetzt, sondern auch noch die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder massiv belastet.
Damit der Spielraum für die nächsten Generationen größer wird, brauchen wir ein verbrieftes Recht der Bürger auf Mitbestimmung um z. B. die Umsetzung der Einsparungsvorschläge des Rechnungshofes notfalls auch gegen den Willen der Machthaber zu erzwingen.

Wo sind Politiker mit Weitblick und Visionen wie z. B. Bruno Kreisky geblieben, welchen die Ängste der Bevölkerung ein wahres Anliegen waren und die das Gesamtinteresse Österreichs vor dem Eigeninteresse bzw. Parteinteressen gestellt haben?

Mitte nächster Woche wird ein neuer Artikel mit dem Titel „Pallas Athene, wo ist deine Weisheit geblieben“ erscheinen, der als Vorabdruck an alle Parlamentsparteien gegangen ist und zu welchem bereits positive Rückmeldungen von 2 Parlamentsparteien vorliegen, welche damit Bürgernähe und auch Interesse an den Anliegen des Volkes nachgewiesen haben. Aufgrund des Feiertages in der Vorwoche sowie der knappen Zeitspanne habe ich den vorgesehenen Veröffentlichungstermin nach hinten verschoben, womit auch die anderen Parteien nach wie vor Gelegenheit haben in der Bevölkerung durch ihre Reaktionen und Handlungen zu punkten, welche ich hoffentlich noch in den Artikel einbauen kann. Vielleicht findet sich auch eine Partei oder weitere mutige Medien, die Bürgerinitiativen in ihrem Kampf um eine Beschränkung des Amtsgeheimnisses auf den Ausnahmefall

(http://www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkomm…)

unterstützen um das Informationsungleichgewicht zwischen Politik/Verwaltung und den Bürgern etwas abzumildern. Das Volk hat ein Recht und die Politik die Pflicht zur umfassenden Information.

Quelle http://regionaut.meinbezirk.at/

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