Goldman Sachs eine Bank lenkt die Welt zdf.de 20.06.2013

Eine Bank lenkt die Welt –

Kaum eine Bank ist in den letzten Jahren so zum Symbol für Maßlosigkeit und ausufernde Spekulationen in der Finanzwelt geworden wie Goldman Sachs. Die amerikanische Investmentbank steht für exzessive Gewinnmaximierung. Die Geschäftspraktiken von Goldman Sachs bleiben normalerweise im Verborgenen.

In der Dokumentation „Goldman Sachs – eine Bank lenkt die Welt“ werfen die französischen Journalisten Jérôme Fritel und Marc Roche einen Blick hinter die Fassade des Bankimperiums. Aussteiger, Politiker, Banker und Journalisten erzählen, wie bei den globalen Strategien von Goldman Sachs die Moral auf der Strecke bleibt.

Wie funktioniert das komplexe System Goldman Sachs? Sowohl in den USA als auch in Europa sitzen ehemalige Topbanker des Unternehmens in entscheidenden Positionen der Finanzwelt. Die Liste reicht vom jetzigen EZB-Chef Mario Draghi über den designierten Direktor der britischen Notenbank Mark Carney bis hin zum ehemaligen US-Finanzminister Henry Paulson. Der bewahrte Goldman Sachs mit der Rettung des Versicherungskonzerns AIG vor Milliardenverlusten und ließ den Konkurrenten Lehman Brothers pleite gehen.

Die Autoren beleuchten auch die Geschäfte der Bank und deren politische Konsequenzen. So verhalf Goldman Sachs 2002 der griechischen Regierung mit Währungsdeals zu einer Schuldenreduzierung des Haushaltes. Durch diesen kosmetischen Eingriff in die Bilanz wurde die desaströse Finanzlage Griechenlands kaschiert. Die Griechen zahlen dafür bis heute – insgesamt mehrere hundert Millionen Euro.

Die Dokumentation zeigt auch die Folgen des Skandals um das Wertpapier Abacus-2007-AC1, bei dem Goldman Sachs gegen die eigenen Kunden spekulierte. Ein Beispiel für dubiose Geschäftspraktiken der Bank. Die US-Börsenaufsicht SEC sah darin einen Betrug und verklagte Goldman Sachs erstmals: Das Verfahren endete mit einem Vergleich von mehr als einer halben Milliarde US-Dollar – eine Rekordsumme. Goldman Sachs entging so einem gerichtlichen Prozess.

Durch die weltweit einzigartigen Verflechtungen, mit ehemaligen Goldman-Sachs-Banker an entscheidenden Positionen der internationalen Finanzpolitik und einem Vermögen von über 716 Milliarden Euro, ist Goldman Sachs mehr als eine Bank. Goldman Sachs ist längst eine globale Macht.

Film von Jérôme Fritel und Marc Roche

20.06.2013

Quelle: http://dokumentation.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/ec7f5086-a119-3282-b350-36a3816e802f/20170810

Video auf VIMEO ansehen bei: http://vimeo.com/search?q=Goldman+Sachs+-+Eine+Bank+regiert+die+Welt

zB. hier, vollständiger Beitrag  http://vimeo.com/49730552 derselbe Vidoe wie, siehe oben.

Viele Kommentare zum Film auch hier http://www.youtube.com/all_comments?v=gR_OQ0qtUkQ

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Wenn die Krise groesser wird werden die Faehigkeiten, Veraenderungen durchzusetzen groesser.

Sagte  Wolfgang Schaeuble, ist er ein kleiner David Rockefeller?

Wolfgang Schäuble wird schon als “der gefährlichste Mann Europas” tituliert. Bekanntermaßen hat er auf einem Symposium der Tageszeitung DIE ZEIT kürzlich gesagt, dass er in Bezug auf die Krise völlig entspannt sei.

Auf die Frage von Helmut Schmidt – warum?

– antwortete er: … „weil, wenn die Krise größer wird, werden die Fähigkeiten, Veränderungen durchzusetzen größer!“

Passend hierzu das artverwandte Zitat von David Rockefeller auf der Bilderberg-Konferenz in Baden-Baden:
… „Alles was wir brauchen ist die richtig bedeutsame Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung akzeptieren“.

Der Videobeweis:


http://www.youtube.com/watch?v=Anc98UzrOH8

Auf dem European Banking Congress wurde er deutlich in Bezug auf den Fahrplan, diese „Veränderungen“ auch durchzupeitschen. Im Dezember 2011 ließ er durch, dass er und seine Mitstreiter innerhalb von 24 Monaten die Sache erledigt haben wollen. Wir sollten somit einen superspannenden, wenn nicht gar aufregenden Herbst/Winter 2013 erleben mit zahlreichen Veränderungen und Überraschungen. Dass darunter wohlwollende und „bürgerfreundliche“ Veränderungen gemeint sind, können wir uns getrost abschminken. Apropos Bürger … Diesen Begriff „Bürger“ können Sie aus dem Vokabular streichen. Geht es nach den Architekten der Neuen Weltordnung, dann wird nach dem Deutschen Volk nun auch das Resteuropäische Volk unter Internationales Handelsrecht gestellt. Europa ist dann sowas wie eine Kolonie und aus „freien Menschen“ darin wird Humankapital/Personal. Wir sind das ja schon formal (ohne dass wir es richtig wissen) seit dem A. H. [wurde auch „Gröfaz“ genannt] seinerzeit das Ruder an sich riss und im Zuge der Ermächtigungsgesetze sämtliches geltendes Recht aushebelte. Denn auch nach dem Krieg ist Deutschland nie frei oder souverän gewesen, was Schäuble nachfolgend auch zugibt:

http://www.youtube.com/watch?v=Cr03QY9qSIE

Quelle: WND (Werthaltiger Nachrichten Dienst – Ausgabe 2013-03-19 – ZYPERN lässt grüßen – Große deutsche Lügen)

Zypernkrise im Mittelmeer, bald Zibele Bern Krise in Europa, oder FlugDönerKrise in Berlin? (Bern ist aktuell die politische Hauptstadt der Schweiz)

Beppe Grillo hat schon vor 15 Jahren erklärt, wie das aktuelle Finanzsystem funktioniert!

Beppe Grillo hat schon 1998 erklärt, wie das aktuelle Finanzsystem funktioniert! (Video ital., engl., deutsch)
in Beppe Grillo About Our Money System 1998 – English / Deutsch

Der Banker fragt ihn:

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Video

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dass dies funktioniert sieht man an der Eurokrise, aktuell der Zypernkrise. Hier mehr Informationen

Ab sofort: Europäische Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen!

Europäische Bürgerinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen

Ab sofort kann die europäische Bürgerinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen online unterzeichnet werden: http://j.mp/bGEinEU

Wichtigste Ziele: Langfristig besteht das Ziel darin, allen Menschen in der EU die Befriedigung ihrer materiellen Bedürfnisse zur Führung eines würdevollen Lebens gemäss den Vorgaben der EU-Verträge als bedingungsloses individuelles Recht zu garantieren und ihre gesellschaftliche Teilnahme durch die Einführung eines bGE zu stärken.

Kurzfristig geht es darum, Initiativen wie z.B. “Pilotstudien” (Art 156 AEUV) sowie die Prüfung unterschiedlicher bGE-Modelle (EP-Beschluss 2010/2039 (INI) §44) seitens der EU auf den Weg zu bringen.

Details hier

http://j.mp/bGEinEU

Der ökonomische Unsinn der Euro-Rettungsschirme

„Rettungsschirme“ können die Eurokrise nicht lösen

Der ökonomische Unsinn der Euro-Rettungsschirme

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(Quelle: Inflationsschutzbrief, siehe link auf das Zitat nachfolgend)

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor wenigen Tagen veröffentlichte die Wirtschaftswoche, einen überraschend ehrlichen Bericht über den Euro-Flop. Dort heißt es: „Der Euro ist als Währung gescheitert. Die Länder Europas sind wirtschaftlich und politisch zu verschieden, als dass sie unter das Dach einer gemeinsamen Währung passten“. Den vollständigen Bericht finden Sie bei den Presse-Veröffentlichungen auf Seite 12 mit dem Titel „Europa passt nicht unter ein Dach“.

Es kommt in Deutschland nicht mehr oft vor, daß ein Mainstream-Medium eine gegenteilige Meinung zur Euro-Staatspropaganda veröffentlicht. Im Artikel der WiWo heißt es weiter:

„Der Euro war von Anfang an ein politisches Projekt wider die ökonomische Vernunft. Das ist sein fundamentaler Konstruktionsfehler – und der Grund seines Scheiterns.

Statt diesen Fehler einzugestehen, versuchen Regierungen und EZB verbissen, die Gemeinschaftswährung künstlich am Leben zu halten. Sie setzen darauf, mit ihrer politischen Macht die Gesetze der Ökonomie auszuhebeln. Doch die historischen Erfahrungen zeigen, dass dies nicht gelingen wird. Am Ende sind die ökonomischen Kräfte stärker als die politische Macht.

Das Fatale ist nur, dass bis dahin die Preisstabilität, der Rechtsstaat, die Demokratie und die Freiheit in Europa dem Euro-Rettungswahn von Regierungen und EZB zum Opfer zu fallen drohen. Die Bürger müssen sich fragen, ob sie bereit sind, diesen Preis für eine Währung zu zahlen, die niemand benötigt“. Das steht so in der Wirtschaftswoche!

Solchen Aussagen traten die meisten deutschen Politiker immer entgegen und die Medien haben in das gleiche Horn geblasen: Der Euro sei für unseren Export wichtig. Tatsache ist:

1999 beim Start des Euros, gingen noch 46 Prozent der deutschen Ausfuhren in die Euro-Länder. Aktuell sind es weniger als 40 Prozent!

Viele Aussagen der Politiker zum Thema „Euro“ stimmen nicht. Sei es aus Unwissenheit oder aus Absicht.

Bei der Eurokrise handelt es sich im Kern um eine Zahlungsbilanzkrise mehrerer europäischer Volkswirtschaften. Diese Zahlungsbilanzkrise wurde durch permanente Leistungsbilanzdefizite ausgelöst und in der Folge durch Kapitalflucht weiter verschärft.

Durch die Gleichschaltung strukturell höchst unterschiedlicher Volkswirtschaften über den Einheitszins der gemeinsamen Währung kam es von Mitte der 1990er Jahre bis 2007 zu einer massiven Fehllenkung der Kapitalflüsse und in der Folge zu einem massiven Lohn- und Preisauftrieb in den PIIGS-Staaten – eine Entwicklung, die schließlich

im vollständigen Verlust der Wettbewerbsfähigkeit dieser Länder und in der Überschuldung der betroffenen Volkswirtschaften als Ganzes mündete. Seit 2007 ist der Kapitalmarkt aufgrund dieser mangelnden Wettbewerbsfähigkeit und der daraus resultierenden gesamtwirtschaftlichen Überschuldung nicht mehr bereit, den Konsum auf Pump in den Euro-Süd-Staaten weiter zu finanzieren.

Die hohen Staatsschulden der PIIGS-Staaten sind ein Teilaspekt dieser Zahlungsbilanzkrise.

Nirgendwo wird das deutlicher als in Spanien. Dort lag die Staatsverschuldung im Jahr 2008 bei nur 40 Prozent des BIP und damit erheblich niedriger als in Deutschland, das 2008 eine Staatsverschuldung von knapp 70 Prozent des BIP aufwies. Das sind die offiziellen Zahlen. Wir wissen, daß die tatsächlichen Schulden deutlich höher sind.

Wäre die Eurokrise primär eine Staatsschuldenkrise, wie von Politik und Medien meistens suggeriert, hätte Spanien niemals von dieser Krise erfasst werden dürfen. Tatsächlich haben nicht hohe Staatsschulden in Spanien die heutigen Probleme ausgelöst, sondern die hohen Schulden der privaten Haushalte und Unternehmen sowie eine völlig einseitig auf den Bausektor ausgerichtete Wirtschaftsstruktur.

Auch die Bankenkrise in den PIIGS-Staaten ist ein Begleitphänomen der europäischen Zahlungsbilanzkrise. Die Zahlungsbilanzkrise hat ihre Ursache im Euro sowie im herrschenden Geldsystem. Dies ist ausführlich beschrieben in der Ausgabe 17/2012. Daß eine Zahlungsbilanzkrise zu einer Bankenkrise führen muß, ist logisch, denn gesamtwirtschaftliche Überschuldung schlägt sich natürlich zuerst und vor allem im Bankensektor einer Volkswirtschaft nieder. Wenn den Unternehmen, Bauherren und Konsumenten auf breiter Front das Geld ausgeht, und sie ihre Kredite nicht mehr bedienen können, muß das in einer Solvenzkrise des Bankensektors münden.

Es kommt dann aber nur selten zu Insolvenzen von Banken, weil vorher die Staaten die „notleidenden“ Banken retten (müssen). Das Paradoxe jedoch ist, daß die Staaten kein Geld haben, um sich diese Rettungsaktionen leisten zu können. Deswegen leihen sie sich das Geld, das sie zur Bankenrettung benötigen, bei den Banken, das diese zwar auch nicht haben, aber aus dem Nichts schöpfen dürfen. Das heißt, die Banken dürfen neues Geld digital erzeugen und es den Staaten leihen. Die Staaten, zahlen für diese Darlehen, mit denen sie die Banken retten, natürlich auch noch Zinsen an diese. Welch ein Irrsinn – aber so funktioniert das System in dem wir leben. Vielleicht ist das das eigentliche Bankgeheimnis – ziemlich verworren und somit für den oberflächlichen Betrachter nicht durchschaubar.

Wir kommen zurück auf den Ursprung der europäischen Zahlungsbilanzkrise. Entscheidend war, daß es durch den Einheitszins der gemeinsamen Währung von 1998 bis 2007, siehe Grafik, zu falschen Preissignalen kam, die die Akteure zu folgenschweren ökonomischen Fehlentscheidungen verleiteten und so zu der Fehllenkung der Kapitalflüsse innerhalb der Eurozone führten (Siehe Ausgabe 17/2012: Die Ursache des Euro-Desasters).

rendite-10-jaehriger-staatsanleihen-in-europa-von-1995-bis-09-2012

Die Ökonomen sind sich heute weitgehend einig, daß es sich bei der Eurokrise im Kern um eine Zahlungsbilanzkrise mehrerer europäischer Volkswirtschaften handelt. Gleichwohl war die wahre Natur der Eurokrise auch für die Fachleute lange nicht erkennbar.

Der Präsident des ifo-Instituts, Professor Hans-Werner Sinn, war der Erste, der die richtige Diagnose stellte. 2011 hat er dazu einen Sammelband mit Beiträgen zahlreicher Ökonomen veröffentlicht (ifo Schnelldienst 16/2011). Professor Sinn war der wahren Natur der Eurokrise bei seiner Recherche zu den TARGET-2‐Salden (Ausgabe 15/2012) auf die Schliche gekommen. Die Schöpfung von Geld gegen schlechte Sicherheiten und der TARGET-2-Mechanismus hatten nach 2007 zunächst dafür gesorgt, daß die Finanzierung der Leistungsbilanzdefizite der PIIGS-Staaten unerkannt weiterlief. Der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, hat die Eurokrise deshalb auch treffend als „verborgene Zahlungsbilanzkrise“ bezeichnet.

Erst als der griechische Staat Anfang 2010 auf dem Kapitalmarkt neues Geld nur noch gegen hohe Risikoaufschläge aufnehmen konnte, kam die Zahlungsbilanzkrise in Gestalt einer Krise der Staatsfinanzierung erstmals zum Vorschein. Auch deshalb konnte sich der Eindruck verfestigen, bei der Eurokrise handele es sich in erster Linie um eine Staatsschuldenkrise. Die Tragweite dieses Trugschlusses ist immens. Um ein Problem lösen zu können bzw. eine Krise mit den richtigen Mitteln bekämpfen zu können, muß man bei der Ursache ansetzen. Die Ursache der Eurokrise liegt im Euro selbst, weil durch den künstlichen Einheitszins eine Zahlungsbilanzkrise entstanden ist. Die Staatsschuldenkrise der PIIGS-Staaten ist vor allem eine Folge der Zahlungsbilanzkrise.

Merkel & Co. versuchen mit ihren wirren Rettungsschirmideen die Folge der Ursache zu bekämpfen. Die Ursache zu beheben, in dem die PIIGS-Staaten wieder ihre eigenen Währungen einführen, ist für Europas Politiker tabu. Sie wollen nicht unbedingt eine Problemlösung – sie wollen einen Bundesstaat Europa, um jeden Preis. Denken Sie an Merkels Mantra: „Scheitert der Euro – dann scheitert der Euro“. Sorry, kleines Späßle. Sie behauptet natürlich „Scheitert der Euro – dann scheitert Europa“. Diese Aussage ist genauso falsch, wie ihr zweites Mantra: „Diese Entscheidung ist alternativlos“. Beide Mantras fallen in die Kategorie „Volksverdummung“. Und wie es aussieht, läßt sich das Volk zum großen Teil tatsächlich verdummen.

Keine der im Bundestag vertretenen Parteien will die Ursache der Eurokrise akzeptieren. Diese Politiker haben sich ausgehend von der falschen Diagnose „Staatsschuldenkrise“ ihre eigene Wahrheit zurechtgebastelt. Sie wollen die Eurokrise letztlich als eine Störung, die in der Psychologie der Märkte wurzeln soll, begreifen. Als Hauptschuldige haben sie „Spekulanten“ und Rating-Agenturen ausgemacht. Sie haben noch nicht begriffen, daß die Euro-Krise seit 2010 völlig andere Ursachen hat, als die Subprime-Krise 2007. Zumindest wollen sie das nicht wahrhaben, weil sie sonst den Euro-Versuch als „mißglückt“ bezeichnen und ihr Ziel, den Staat Europa zu schaffen, verschieben müssten. Die richtige Therapie der Eurokrise besteht nach Ansicht der Politiker darin, die „nervösen Märkte zu beruhigen“ und dadurch eine weitere Schuldentragfähigkeit der Krisenstaaten wieder herzustellen.

Zweierlei Arten von Maßnahmen sollen das leisten:

Zum einen sollen die betroffenen Staaten wie Griechenland, Spanien und die anderen sparen, sparen, sparen und ihre Haushalte konsolidieren. Heute hören wir, daß Griechenland weitere 13,5 Mrd. Euro auf Geheiß von EU und IWF einsparen muß. Eine Folge: Die Renten sollen weiter gesenkt werden, dieses Mal um bis zu 25 Prozent. Man kann diesen Vorgang auch als todsparen bezeichnen. Diese Politik ist menschenverachtend und führt zu fatalen Ergebnissen, wie die deutsche Geschichte zeigt. Wir unterstellen den EU-Politikern keine geschichtliche Unkenntnis. Sie wissen was sie tun und zu welchen Ergebnissen das führen wird.

Diesbezüglich möchten wir auf eine sehr interessanten Vortrag des Wirtschaftsjournalisten Karl Pilsl verweisen. Titel: „Die Wende des Westens steht vor der Tür“. In diesem Vortrag spricht Pilsl unter anderem über die Frage, warum auf der einen Seite zu Tode finanziert und auf der anderen Seite zu Tode gespart wird? Der Vortrag dauert rund 90 Min. und ist als CD erhältlich, unter http://www.wirtschaftsrevolution.de.

Und zum anderen sollen verschiedene Stützungsoperationen im Rahmen der sog. „Euro-Rettungsschirme“ helfen, die mittlerweile überschuldeten Euro-Staaten mit weiteren Krediten zuzuschütten – durch unbegrenzte gemeinschaftliche Haftung aller Euro-Länder. Siehe bisherige Berichte zum ESM in den Ausgaben 16/2012 und 14/2012. Für welchen Zweck werden diese Kredite eingesetzt? Um den verarmten Menschen in den PIIGS-Staaten zu helfen? Danach sieht es wohl nicht aus. Um die Schulden der PIIGS-Staaten bei den Banken abzulösen? Ja.

Die „Rettungsschirme“ sind aus ökonomischer Sicht dafür da, um einen Schuldneraustausch durchzuführen. Die uneinbringlichen Forderungen geben die Banken an die Rettungsschime weiter. Für diese haften die Steuerzahler. Die Politik hat uns Staatsbürger auch zu Bürgen für die Rettungsschirme gemacht. Diese Bürgschaften müssen eines Tages bezahlt werden!

Die Parteien, die jetzt im Parlament sitzen und uns unfreiwillig zu unbegrenzt haftenden Bürgen gemacht haben, meinen es scheinbar nicht besonders gut mit uns. Es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, daß diese Bürgschaften zur Enteignung von Sparvermögen führen werden: Durch Inflation – es wird ständig neues Geld gedruckt – durch Zwangsanleihen – und durch Zwangshypotheken. Den vermutlich besten Schutz bieten hier Silber- und Goldbestände.

Gutes Gelingen bei Ihren Entscheidungen wünscht Ihnen

Ihr
Heinz-Klaus Hollerung

Zitatende
Vollständigen Brief als PDF herunterladen

http://j.mp/euro-rettungsschirm-003

 

 

EURO Elfjahrestief zum YEN, Zweijahrestief zum USD

Der Euro ist am Freitagnachmittag 20.07.2012 auf ein Zweijahrestief gerutscht. Die Gemeinschaftswährung fiel in der Spitze um 1,1 Prozent auf 1,2144 Dollar, den tiefsten Stand seit Juni 2010. Gegenüber dem Yen stürzte der Euro sogar auf ein Elfjahrestief. (Grafik EUR/USD exakt)

Das ist nur der Anfang. Exakter: Das ist nur ein weiteres Fortschreiten des Anfangs.

Wer wirtschaftliche Basiskenntnisse – vermittelt durch Prof. Bernd Senf (!) – hat, siehe nachfolgend, erkennt, dass die aktuell für die Krise Veranwortlichen diese Kenntnisse nicht anwenden.

Prof. Bernd Senf: Basiswissen zu Wirtschaft und Geldsystem:

Zur Ergaenzung der Blogeinträge zu Bernd Senf: Grossartig mit Nennung der einzelnen Inhaltsbereiche zum schneller
Finden der einzelnen Wirtschaftsthemen werden die Videos von Prof. Bernd Senf auf http://www.matrixwissen.de dargestellt (exakter
link nachfolgend)
Zitiert aus  http://www.matrixwissen.de:

prof-bernd-senf-vor-wandtafel-am-vortrag.jpgBernd Senf war von 1973 bis 2009 Professor für Volkswirtschaftslehre an
der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin. Seit seiner
Emeritierung ist er frei schaffend tätig und teilt sein Wissen durch
Vorträge und Workshops mit Interessierten.

Leider ist das Ansehen dieser Vortragsreihe sehr zeitintensiv, aber für Menschen, die etwas mehr über die tieferen Ursachen der Weltfinanzkrise wissen wollen, sind diese Videos sinnvoll. Speziell
der erste Teil ist als Einführung ins Basiswissen zu
Ökonomie und Geld hilfreich. Außerdem ist die Erklärung des Bretton Woods
Abkommens in Teil 6 wirklich sehenswert, um die Rolle des Dollars als Weltleitwährung
besser zu verstehen.

Prof. Bernd Senf’s Webseite : http://www.berndsenf.de

(Kleiner Tipp : Wenn man sich die Videos runterlädt, kann man sie sich z.B. im VLC Player in
1,5-facher Geschwindigkeit anschauen, der Inhalt bleibt verständlich und man spart etwas Zeit
)

Teil 1 : Die Blindheit der Ökonomie
gegenüber dem Geld

0:00:00
Einführung, aktuelle Euro-Krise, Spezialrolle von USA und
Dollar, Reaktionen

0:17:25 Wodurch entsteht Blindheit
für Probleme des Geldsystems ? Ausblendung von Annahmen

0:23:45 Adam Smith (1776) –
geistiger Vater der Marktwirtschaft

0:28:35 – Geld als Tauschmittel,
Wettbewerb durch Angebot und Nachfrage

0:37:00 – Die unsichtbare Hand des
Marktes sorgt für Gleichgewicht, Preisbildung und Kosten

0:45:40 – Sozialprodukt, Grundrente,
Gewinn, Zins, ein blinder Fleck bei A. Smith

1:00:20 Marx’sche Theorie,
Ursprüngliche Akkumulation von Kapital, Bauern in der Zinsfalle

1:13:20 Österreichische
Schule – Marktfundamentalismus, Kreuzzug der Globalisierung

1:19:30 Marx: Lohnarbeit, Mehrwert,
Produktivkapital – Dialektische Einheit von Gegensätzen

1:28:50 Neo-Klassische Theorie :
Rationale, vollbewusste Verbraucher – der Markt regelt alles

1:36:35 Wertschöpfung,
Mikroökonomie als Wahnsystem mit Realitätsverlust,
Ratingagenturen

1:49:40 Gold als
Tauschmittel ohne Gebrauchswert, Papiergeld mit und ohne Golddeckung,
Nixon, Thema Goldstandard

2:12:00 Wer regiert das Papiergeld ?
Private Zentralbanken und deren historische Entwicklung

2:19:40 Staats-Bürger,
Staatsbankrott ist systemimmanent, Marx & Gesell, Sichtguthaben

2:32:55 Goldautomatismus,
Zentralbankgründung & Verschleierung

2:42:30 Marx: Profit, Kapital, Zins,
Grundrente, wachsende Schulden, Schuldenschnitt

2:51:55 Weitere blinde Flecken bei
Marx, Verdrängung, spirituelle Blindheit

2:59:45 Synthese zwischen Marx und
Gesell, Keynes & Begriffsblindheit, Monetarismus

3:06:58 Ende des Vortrags


Teil 2 : Destruktivität des
Zinssystems & mögliche Alternativen

0:00:00 Einführung
und kurzer Rückblick auf Teil 1 des Vortrags

0:20:00 5 Krisen durch Zins :
Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft, Staatshaushalt, 3. Welt

0:37:55 Herrschende Wirtschaftslehre
: Neo-Klassik (Angebot/Nachfrage), Verschulung an der Uni

0:55:00 Zinseszins und
Wirtschaftskrisen, Blindheit gegenüber der
Zinseszinsproblematik

1:17:00 Wirtschaftskreislauf :
Sozialprodukt, Volkseinkommen, Konsum, Sparen, Kredite

1:35:45 Zinslast und Sozialprodukt,
Exponentielles Wachstum, Währungsschnitt

1:54:10 Aspekte eines Kredits,
Zwangsversteigerung, Enteignung der 3. Welt

2:07:10 Enteigung im Alten
Testament, Euro-Krise – Griechenland und Italien

2:20:45 US-Immobilienkrise 2008,
Verschleierung, Aufhebung des Trennbankensystems

2:36:30 Rückgriff auf den
Staat als Bürgen, Parlamentarier als Getriebene

2:52:00 Zins führt zur
Polarisierung der Gesellschaft durch verdeckte Umverteilung

3:08:55 Tabuisierungen versus
Aufklärung im Internet, wenn Weltbilder ins Wanken geraten

3:17:15 Alternativen und
Korrekturmöglichkeiten, Silvio Gesell, Wörgl 1932

3:38:00 Ende des Vortrags


Teil 3 : Bankgeheimnis
Geldschöpfung -­ Monetative als Lösung

0:00:00
Geldschöpfung als Tabuthema, unklarer Geldbegriff,
Geldsystemkritiker

0:18:15 Wie entsteht Geld ?
Notenbank als Währungshüter,
Währungsstabilität

0:27:00 Zusammenspiel: Zentralbank,
Geschäftsbank, Unternehmen, private Haushalte

0:34:20 Zentralbank (staatlich oder
privat ?), Deckungsgrundlage von Papiergeld

0:50:10 Wertlose Wertpapiere als
Deckungsgrundlage, Preisindex, Inflation, Deflation

1:07:25 Geldschöpfungsziel:
Gleichgewicht von Sozialprodukt und Nachfrage, Gesell

1:13:45 Zentralbankgeld &
Leitzins, des Kaisers neue Kleider/Gelder, „Wettbewerb“

1:24:10 Monetative zur
Geldmengensteuerung, Alternativlosigkeit, EU-Diktatur

1:33:20 Schuldensumpf,
EU-Fiskalpolitik, Spaltung Europas, exponentielle Geldflutung

1:46:20 Historie der amerikanischen
FED und der Steuerbehörde IRS, Freedom to Fascism

1:56:45 Historie der Bank of
England, Tabuthema: private Zentralbanken, Goethe & Faust 2

2:14:45 Papiergeldschöpfung
kann sinnvoll sein, goldgedeckte Währung ist problematisch

2:36:20 Giralgeldschöpfung
der Geschäftsbanken, bargeldlose Zahlung, Giralgeld ist kein Geld

2:46:00 Übergang von
Goldmünzen zu Papiergeld, Banknotenschöpfung aus dem
Nichts

3:07:25 Geldschöpfung aus
dem Nichts – Eine Ungeheuerlichkeit, die kaum zu glauben ist (dazu John Law,
Luftgeld)

3:16:00 Analog:
Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken

3:25:00 Monetative.de-Vorstellung
durch Thomas Betz und Klaus Karwat

3:32:42 Ende des Vortrags


Teil 4 : Der Tanz um den Gewinn – Raubbau
an Mensch und Natur

0:00:00 Erkenntnisprozess
Prof. Senf, Hinterfragen der Fassade der sozialen Marktwirtschaft

0:12:20 Anreizsysteme und
Kennziffern der Wirtschaft, VWL-Studienreformen in den 70er Jahren

0:22:45 Wirtschaftswachstum und
Auswirkungen auf andere Aspekte der Gesellschaft

0:32:10 Ökologische,
gesellschaftliche und gesamtwirtschaftliche Ziele und Konflikte

0:54:00 Der Tanz um den Gewinn, die
Macht des Marktes, kollektive Verdrängung

1:11:45 Gewinndefinition, Werbung in
Medien und Internet, Forschungsfinanzierung

1:23:30 Gewinn = Erlöse –
Kosten, Planwirtschaft und fehlende Motivation

1:42:30 Dezentralisierung,
DDR-Überführung Planwirtschaft in Marktwirtschaft

1:59:25 Konfliktverdrängung
& Systemerstarrung, alternativlose Marktwirtschaft

2:13:25 Westliche Marktwirtschaft,
Kosten, Erlöse, Gewinn, Verlust, Konkurs

2:31:00 Kosten, Maschinen,
Abschreibungen, Steuern und Gewinnverschleierung

3:01:00 Materialkosten, Resourcen
der Natur, zerstörerische Tendenzen

3:18:20 Arbeitskosten,
Löhne, Lohnnebenkosten, Rationalisierung

3:32:00 Finanzierungskosten,
Kredite, Umverteilung, Tendenzen des Raubbaus

3:44:00 Ende des Vortrags


Teil 5 : Börsenfieber und
kollektiver Wahn

0:00:00
Einführung, Literaturhinweise, sanfte Veränderung,
Massenmedien

0:36:10 FDP und ESM, Volkssport
Telekom-Aktie, Neue Märkte

0:57:00 Übersicht zu
Wirtschaftstheorien von Gesell & Keynes

1:16:15 M. Friedman – Monetarismus,
Verselbständigung der Finanzmärkte

1:24:30 Weltwirtschaftskrise 1929-,
Trennbankensystem 1933 Glass-Steagall Act

1:40:30 Geldschöpfung
& Kreditklemme, Vollgeld, Geldflut & spekulative Blasen

1:59:05 Realitätsverlust
& Börsenfieber, Liberalisierung der Märkte

2:14:10 Deregulierung,
Auslandsinvestitionen, Kapitalflucht, Wechselkurse

2:25:35 Neues Trennbankensystem ?
Eigentore der LaRouche-Bewegung,

2:42:05 Traumatische Erfahrungen und
Thesen von W. Reich, Abgrenzungsfähigkeit

2:53:50 Globalisierung &
Schutzlosigkeit, Vergleich von Lebensenergie und Geld

3:08:50 Sanfte
Veränderungen, Zukunft ohne Geld ?, F.Hörmann
& H.J.Klaussner

3:19:20 Finanzmärkte als
Monster, Aufklarung, Bewusstwerdung & Konsequenzen

3:26:10 Ende des Vortrags


Teil 6 : Euro-Krise, Dollar-Krise und
Weltfinanzkrise – Bankrott der herrschenden Geldordnung

0:00:00
Einführung, 3 überlagerte Krisen, Sonderrolle Dollar

0:06:25 Krisentendenzen
(Zusammenfassung von Teil 1-5 der Vortragsreihe)

0:38:30 Armut/Reichtum, Sonderrolle
Dollar, Globales Imperium der USA, Ron Paul

0:52:00 Gründung der FED
1913, Tauziehen um die Geldschöpfung, IRS

1:10:30 Bretton Woods 1944 :
Außenhandel – Sozialprodukt & Volkeinkommen,

1:29:30 – Wechselkurse und
Inteventionen am Devisenmarkt, Literaturhinweise

1:56:30 – Preisniveau &
Geldmenge & Devisenmarkt, inflationäre
Geldschöpfung

2:05:35 – Devisenreserven,
restriktive Geldpolitik, Internationaler Währungsfond

2:20:05
Dollar-Goldeinlösegarantie, Ölpreis-Schock,
Parasitäre US-Konsumwirtschaft

2:48:25 – Marodes US-System,
Ratingagenturen, Petro-Dollar : Irak-Krieg,Libyen & Iran

2:55:30 Eurokrise: Zusammenwachsen,
Währungsunion, A. Herrhausen, Maastricht-Kriterien

3:08:25 – Folgen der EU-Divergenz,
Profitiert Deutschland vom Euro ? EU-Einheitszins

3:20:45 – Griechenland’s
Eurobeitritt, Blindheit der Eliten oder strategische Eskalation ?

3:31:30
ESM-Ermächtigungsgesetz, Zivile Koalition, Aushebelung der
Demokratie

3:40:36 Ende des Vortrags


Teil 7 : Krisen als Chancen für
grundlegenden Wandel – Einige Lösungsansätze

0:00:00
Entschärfung der Polarisierung, Umgestaltung des Geldsystems,
Welt ohne Geld ?

0:23:00 Rückblick auf
Vortragsteile 1 bis 6 – Grundlegende Probleme des Geldsystems

0:41:00 Monetäre
Kernspaltung, Krise & Chance, Gesell & Wörgl
1932, New Deal

0:59:05 Alternativen zum Zinsverbot,
Brakteaten im Mittelalter, Münzrückruf

1:24:00 Monetative – Geldemission in
öffentlicher Hand, Vollgeld

1:40:40 Rolf Gocht –
Giralgeldschöpfung, fließendes Geld

2:01:00 ESM,
Köhler-Rücktritt, Demokratie-Aushebelung, Wulff-Kritik

2:23:30 Wissensmanufaktur-Kongress
2011, Plan B, Bodenrechtsreform

2:40:00 Bedingungsloses
Grundeinkommen und Kritik daran, Lebensunterhalt & Lohnarbeit

3:03:45 Österreichische
Schule, Marktfundamentalismus und radikale Vernunft

3:13:00 Christian Felber –
Gemeinwohl Ökonomie, Anreize für mehr Nachhaltigkeit

3:24:10 Die Krise als Chance,
Literaturhinweise

3:29:30 Ende des Vortrags,
Musikalischer Ausklang

Zitatende aus http://www.matrixwissen.de:Exakte Site Quellenangabe http://www.matrixwissen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=678%3Aprof-bernd-senf-basiswissen-zu-wirtschaft-und-geldsystem&catid=48%3Ageld-a-wirtschaft&Itemid=80&lang=de
 zum Titel: Ein BWL Studium an der HSG (St. Gallen, CH) genügt erfahrungsgemäss nicht.

ESM, Europaeischer „Stabilitaetsmechanismus“ eine „1984“ Wortschoepfung?

ESM

ein hochaktueller Begriff.

ESM, „Europäischer Stabilitätsmechanismus“, eine Wortschöpfung aus der mechanistischen, heute noch üblichen „normalen“ Denkart, die mit grösster anzunehmender Wahrscheinlichkeit den beabsichtigten Eindruck erwecken soll, es gehe um etwas Gegenständliches, um einen Mechanismus der stabilisiere, der Stabilität in dem aktuellen – von Vielen als instabil betrachteten – Markt  schaffe.

Ein sehr treffender lesens- und denkenswerter Kommentar dazu:

„Europäischer Stabilitätsmechanismus“, dieses Worte-Ungeheuer scheint fast alle beeindruckt zu haben und das sollte es auch. Aber mit ihm wird trotzdem Unsinn ausgedrückt und verschleiert, dass es sich dabei um einen Namen handelt, der einer zu bildenden internationalen Finanzinstitution zugeordnet wurde. Das hat bei der Anhörung in Karlsruhe das BVerfG wohl auch inzwischen bemerkt(?).

„Stabilitätsmechanismus“ ist in Deutsch eine unsinnige Wortkonstruktion. Und sie wird auch zum Beispiel nicht mit dem Hinweis sinnvoll, diese Finanzinstitution solle für Märkte, Banken, Staaten einen stabilisierenden „Mechanismus“ erfinden. Die Tätigkeiten der Menschen dieser Institution sind aber kein Mechanismus, sondern Interessen geleitete, und können auch nicht mechanisch etwas stabilisieren

Folge, dass dieses Worte-Ungeheuer unkritisch überall verwendet wird, ist, „Europäischer Stabilitätsmechanismus“ hinterlässt den Eindruck, und das soll es auch, es sei etwas Gegenständliches, ein Mechanismus der stabilisiere. Doch es ist nur der Name für eine zu bildende internationale Finanzinstitution, der Verfügungsmacht über sehr viel Geld der Euro-Länder übertragen werden soll.

Investigativer Journalismus hätte schon längst enthüllen können und zwar- wenn nicht mit der Auseinandersetzung mit dem uinsinnigen Umgang deutscher Sprache – zum Beispiel durch Befragung der Abgeordneten, ob sie mit ihrer Zustimmung zum Gesetz „ESM“ die Übertragung dieser Verfügungsmacht beschließen wollten und warum das beschlossene Gesetz nicht richtig benannt wurde, nämlich Gesetz zu dem Vertrag vom 2. Februar 2012 zur Bildung und Einrichtung einer internationalen Finanzinstitution mit Namen „Europäischer Stabilitätsmechanismus“.

Das Bundesverfassungsgericht muss also nicht zu „ESM“, sondern zu einem Gesetz zur Bildung und Einrichtung einer internationale Finanzinstitution mit großer Verfügungsmacht entscheiden und zwar ob trotz der Übertragung dieser Verfügungsmacht an diese Finanzinstitution Verfassungsidentität gewahrt bleibt, oder, wenn nicht, dass dann dafür eine das Grundgesetz ablösende Verfassung erforderlich wäre. Die Wahrung der Verfassungsidentität kann deshalb auch nicht an einem Kriterium „Demokratie“ festgestellt werden. Denn eine Zweidrittel-Mehrheit des Bundestages hat das Gesetz zu „ESM“ demokratisch beschlossen.

Quelle http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/07/45829/   Kommentar vom 17.07.12 um 08:50, „Blickensdörfer sagt