Griechenland, heute mal Altgriechisch, zum Thema was ist eine DEMOKRATIE?

Griechenland, heute mal  Altgriechisch, zum Thema was ist eine DEMOKRATIE?

Von Griechenland haben wir in den letzten Monaten und va. Tagen wieder viel gehört. Nun
Heute ein wenig Altgriechisch, zum Thema:

Was ist eigentlich Demokratie (Definition):

Demokratie heisst, das Dorf beherrschen

(DEMOS = Das Dorf (nicht(!): Das Volk), KRATEiN = beherrschen),

der sog.  “Bürger” im alten Griechenland war ein sog. “höherer Mensch”, ein Privilegierter, das waren vom Gesamtvolk maximal 10%,

Demokratie war also die Herrschaft von maximal ca. 10%, der Rest waren “Idios” (Nichtwissende). (Man bilde sich seine eigne Meinung.)
Demokratie ist also nicht die Herrschaft des Volkes, sondern die Herrschaft der Priviiegierten

Wer Aehnlichkeiten zu heute erkennen möchte, dem sei gesagt “Honni soit qui mal y pense”(“Beschämt sei, war anders dabei denkt”, oft auch übersetzt als “ein Schuft der …”)

Nun, interessant zu wissen, wo man so wohnt: D, A, CH?

Nun, man sagt, die Schweiz sei eine “Demokratie”. Wer sagt es, die Schweiz ein Dorf :-) mit der Herrschaft der Wenigen.

In Deutschland sieht es ein wenig anders aus, das ist eine Re-Publik. Da ist die Herrschaft auf noch prozentual weniger Menschen verteilt:
RES PUBLICA (öff. Sache) ist das röm. Unterdrückungssystem für va. für Sklaven und Untertanen gewesen.

RES PUBLICA also ein Unterdrückungssystem für Untertanen? Man bilde sich bitte auch seine eigne Meinung.

Diese Video behandelt dieses Thema auch:


Kommentar zum Video aus YOUTUBE:

Andreas Popp beim Kongress der unabhängigen Medien 2011 in Hannover. Der Betreiber der http://www.wissensmanufaktur.net gab einige Interessante Ansichten zur Demokratie zum Besten.

Dilettantische Politik, Größenwahn und Übernahmeschlachten in Vorstandsetagen der Konzerne, eine aus dem Ruder gelaufene Geldmengenpolitik und massive Umweltzerstörung bestimmen das Bild unserer heutigen Zeit. Andreas Popp hat den Anspruch, die wirtschaftlichen Zusammenhänge dieser Welt von vielen Seiten zu beleuchten und in allgemeinverständlicher Form dem interessierten Zuhörer die Komplexität nahe zu bringen. Das Spannungsfeld zwischen der Globalisierung und dem Sozialgefüge wird viel verändern. Es geht alle an! Die allgemeine Politik und Finanzwirtschaft mit ihren „Weiter so“ Parolen ist nun endlich auch beim Bürger unglaubwürdig geworden. Viele Menschen sind verunsichert und suchen händeringend nach realistischen Informationen, um für die Zukunft gewappnet zu sein.
Die These von Andreas Popp: „Wer sich rechtzeitig auf die zu erwartende Weltwirtschaftskrise vorbereitet, wird sie definitiv besser durchstehen und eventuell sogar Chancen daraus generieren.“

Uebrigens,

„Vertrag“ komt von „sich vertragen“.

Steuern, gesteuert werden.

Nachrichten, sich danach richten

Informieren, in Form bringen.

Sind Landes- und, oder Welt-Politiker wirklich authentisch?

Was fuer eine Frage!

Wie kann man nur?
Denn Authentizität bedeutet doch Echtheit im Sinne von „als Original befunden“.

Bild: Aus „Amerika und die sieben Zwerge„(Titelbild der Weltwoche, Ausgabe 05/2012, 02.02.2012), mehr dazu bei Märchen und Wirklichkeit. Hier bittere Wirklichkeit.

Namen wie Wulff, Merkel, Blocher, Widmer-S., Guttenberg, Obama, Sarkozy, oder Putin sind länderübergreifend, zum Teil international bekannt, was kommen der lieben Leserin, dem lieben Leser, da schon beim Klang der Namen für Gedanken, für Gefühle, hoch?

Mittlerweile häufen sich die Fälle, wo „man“ sich fragen darf, WELCHE Kinderstube haben diese Mitmenschen genossen;  weshalb wird das Tun reduziert auf Themen wie „gewinne ich mehr Ansehen“, wie „gelte ich als erfolgreich“, wie „mache ich Geschichte“ und „bringt das Geld“?

Weshalb wird nicht berücksichtigt, dass ganz Länder, Regionen und dann der gesamte Planet – wir haben nur einen – durch manch frag-wuerdige Aktion in Mit-Leid-enschaft gezogen werden können.

Weshalb wird das – mindestens eventualvorsätzlich – in Kauf genommen?

Sehen wir uns einmal ein paar dieser aktuellen Protagonisten an und stellen gleichzeitig die Frage:

Sind diese Menschen authentisch?

Oder sind einige davon gar Marionetten (wie es DER SPIEGEL auf dem Titelbild 50/2011 direkt andeutete)?

Zitat, bezüglich der Authentizität (Quellen nachfolgend):

Was bedeutet authentisch sein?

Authentizität bedeutet Echtheit im Sinne von „als Original befunden“. Ein Mensch wird als authentisch wahrgenommen, wenn die beiden Aspekte der Wahrnehmung, unmittelbarerer Schein und eigentliches Sein, als kongruent wahrgenommen werden.

Authentisch sein bedeutet, dass das Handeln einer Person nicht durch äussere Einflüsse bestimmt wird, sondern in der Person selbst begründet liegt. Zitatende

Gerade Unternehmer, [auch politisch motivierte, wie „unsere“ Politiker (!)], reduzieren ihre geschäftlichen und oeffentlichen Aktivitäten auf Themen wie „bringt das Geld“, „gewinne ich mehr Ansehen“ und „gelte ich als erfolgreich“ [und wie „mache ich Geschichte“]?

Psychologisch gesehen, liegt bei einer starken Aussenorientierung eines Menschen ein Defizit oder eine Verletzung bezüglich der kindlich psychologischen Entwicklung vor.

Generell gilt die Regel:  Was man als Kind „nicht bekommen hat“, sucht man später im Aussen!

Wikipedia beschreibt unter dem Begriff Authentizität sehr anschaulich vier Kriterien, die erfüllt sein müssen, damit man sich selbst als authentisch erlebt.

Zitat Wikipedia:

Die Sozialpsychologen Michael Kernis und Brian Goldman unterscheiden vier Kriterien, die erfüllt sein müssen, damit man sich selbst als authentisch erlebt:

Bewusstsein: Ein authentischer Mensch kennt seine Stärken und Schwächen ebenso wie seine Gefühle und Motive für bestimmte Verhaltensweisen. Erst durch diese Selbstreflexion ist er in der Lage, sein Handeln bewusst zu erleben und zu beeinflussen.

Ehrlichkeit: Hierzu gehört, der realen Umgebung ins Auge zu blicken und auch unangenehme Rückmeldungen zu akzeptieren.

Konsequenz: Ein authentischer Mensch handelt nach seinen Werten. Das gilt für die gesetzten Prioritäten und auch für den Fall, dass er sich

dadurch Nachteile einhandelt.

Aufrichtigkeit: Authentizität beinhaltet die Bereitschaft, seine negativen Seiten nicht zu verleugnen.

Zitatende

Frage: Was kann man diesen HERRschaften raten?

Zitate, bezüglich der Authentizität (Quelle nachfolgend):

Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit

Sie können nur authentischer werden, wenn Sie zu sich selbst ehrlicher

werden. Dazu gehört, sich sein Aussen einmal genau zu betrachten und den

eigenen Erfolg zu erkennen. Weiterhin zählt in diesen Bereich die

Bereitschaft, die eigenen „Schatten“ anzuerkennen und anzunehmen. Diese

negativen Seiten und Aspekte des eigenen Seins wollen angenommen

werden, damit Sie nicht mehr unbewusst wirken, sondern bewusst geändert

oder losgelassen werden können.

Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit sind wirklich grosse Herausforderungen für

uns Menschen, insbesondere auf den unbewussten Ebenen. Gerade diese

unbewussten Ebenen haben eine grosse Auswirkung auf unser tägliches Erleben.

Bewusstsein und Selbstreflexion

Wie entwickeln Sie ein Bewusstsein für authentisches Handeln? Durch

Selbstreflexion. Am besten geht dies, wenn Sie sich dabei von „Externen“

helfen lassen und die psychologischen Ursachen für Ihre Aussenorientierung

kennenlernen und möglicherweise lösen lassen.

Sie entwickeln so im wahrsten Sinne des Wortes ein neues Selbst-

Bewusstsein durch Selbsterkenntnis.

Erst wenn Sie wissen, wer Sie sind, können Sie es ausstrahlen!

Quelle

So ein Training, oder gleich eine Coaching Ausbildung für die Berater dieses og Personenkreises siehe zB. im Feel Better-Blog.de die “Coaching Ausbildung” von Frank Obels, mehr auch bei  http://inconet-blog.de/

Für alle anderen gilt jetzt schon: Ausstrahlen und tun!

Zur Frage des Jahres also:

Wer laedt in Berlin, Moskau oder Zuerich Freunde, Berater, von Wulff-Merkel- -Blocher-Widmer-S.-Obama-Sarkozy-Putin zu einer Coaching Ausbildung fuer mehr Authentizität ein?

Dem Herrn Guttenberg hätte dies vor Beginn seiner Dissertation schon „gutt getan“.

Lettische Bankkunden in Panik 11.12.2011

Jetzt in Lettland, am 7.12. in Griechenland (s. hier). Auch wenn es evtl. nur aufgrund einer Fehlmeldung war, viele Menschen haben eine erhöhte Achtsamkeit, kaum grundlos.

Beachtenswert sind auch die Kommentare im Anschluss. Statt Geld unter der Matratze wären vermutlich physisches Silber und Gold empfehlenswert.

Zum Artikel aus der BernerZeitung (http://www.bernerzeitung.ch), exakte Quelle nachfolgend:

Gerüchte über eine anstehende Bankenpleite führten in Lettland am Wochenende zu einem Sturm auf Bankautomaten. Vielerorts ist kein Geld mehr zu bekommen.

Alle Monate wieder? Im November räumten die Letten ihre Konten bei der Krajbanka leer (Bild), jetzt war die Swedbank dran.

Alle Monate wieder? Im November räumten die Letten ihre Konten bei der Krajbanka leer (Bild), jetzt war die Swedbank dran.
Bild: Reuters

Aus Angst vor Bankpleiten haben die Letten gestern die Geldautomaten leergeräumt. Gerüchte über Probleme bei der Swedbank und anderen in Lettland aktiven schwedischen Banken sorgten für panikartige Abhebungen.

Die Bankkunden reagierten offenbar aufgrund alarmierender Botschaften beim Kurznachrichtendienst. Heute Morgen war an 126 der 298 Geldautomaten der Swedbank kein Geld mehr zu bekommen, wie das Institut mitteilte. In den Filialen und im Internet würden besorgte Kunden nach ihrem Geld fragen, sagte der Chef der schwedischen Bank in Lettland, Maris Mancinskis.

Die Gerüchte über finanzielle Probleme seien aber «nicht nur falsch, sondern absurd», versicherte Macinskis im lettischen Fernsehsender LNT TV. Seinen Angaben zufolge hoben die Swedbank- Kunden allein am Sonntag zehn Millionen Lat (14 Millionen Euro) ab – zehnmal soviel wie sonst.

Panik bereits im vergangenen Monat

Der Chef der lettischen Finanzaufsicht, Janis Brazovskis, sagte dem Sender, die Gerüchte über die Swedbank seien über soziale Netzwerke und Kurznachrichtendienste verbreitet worden. Die Polizei ermittle, wer dahinterstecke.

Swedbank-Chef Macinskis führte die Panik-Reaktion der Kunden auch auf die überraschende Pleite der Latvijas Krajbanka im vergangenen Monat zurück. Krajbanka ist eine Tochter der litauischen Bank Snoras. Litauens Zentralbank hatte das Geldinstitut für pleite erklären müssen, ihm die Lizenz entzogen und es anschliessend verstaatlicht. Den beiden Eigentümern, dem Russen Wladimir Antonow und seinem litauischen Partner Raimondas Baranauskas, wirft die Justiz massiven Betrug vor.

Gerüchte seien grundlos

Ein Unternehmenssprecher betonte, die Position der Bank sei mehr als solide. Lettlands Bankenaufsicht erklärte, die Gerüchte seien grundlos. Es sei nicht nötig, sich um die finanzielle Situation der Swedbank zu sorgen. Die Swedbank gehört in Europa zu den am besten kapitalisierten Finanzinstituten.

Probleme in der Bankenbranche haben in Lettland eine lange Geschichte. Nach dem Zusammenbruch der Parex Bank 2008 war Lettland gezwungen, Hilfen des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Union zu beantragen. (ami/sda)

Erstellt: 12.12.2011, 10:43 Uhr, Aktualisiert um 13:12  [Quelle]

„Die Swedbank gehört in Europa zu den am besten kapitalisierten Finanzinstituten.“

„… zu den am besten kapitalisierten Finanzinstituten.“ Das heisst mangels Gold-Deckungspflicht wenig:  http://www.silbergrammbarren.com/

Kommentare

Peter Haller  13:31 Uhr

Nä, Panik hätte ich nicht !

Die paar Franken, die zu Ende Monat auf dem Konto liegen sind keine Panik wert.

Es sieht aber so aus, als ob das Geld heute unter der Matratze sicherer ist, als auf jeder Bank!

Bei mir sind zudem die Kontoführungsgebühren höher, als der Zins auf das Geld !

joe walz 13:07 Uhr

aus meiner sicht ist das legitim. und ich hätte auch panik.

Anastasia-Margarita Tse-Iosseliani 10:01 Uhr

Dieses Lerrräumen von Konten aufgrund irgendwelcher nebulöser Gerüchte ist eine typisch Post-sowjetische Haltung. So etwas würde man in CH nicht machen, wenn die UBS in Schieflage gerät…

Anastasia-Margarita Tse-Iosseliani 14:11 Uhr

@Müller: Das war ein Witz. Aber generell sind ZH-Kunden besser gestellt als lettische…

Gregor Müller 11:13 Uhr

Träumereinen? Da auch in der Schweiz die SNB das „Narrow Banking“ nicht durchsetzt, kann ein Banken Run auch in der Schweiz geschehen -> die letzten beissen die Hunde… ist ja wegen des „fraktionelles Banking“ auch mehr „Geld“ geschöpft werden darf, als wirklich da ist (ca. 90%). Niemand versteht, weshalb Banken solche Risiken auf Kosten der Steurzahler bewirtschaften dürfen+Gewinne abschöpfen..

Alejandro Galan 08:27 Uhr

Der Kern des ganzen mafiösen Bankensystems in Lettland ist die künstlich erzeugte Bank Citadele (75 % Staat, 25 % EBRD (EU Bank for Reconstruction and Development)).Cidele wurde von der Lettischen Regierung unten Zeitdruck gegründet, um Zerfall von den Bank Latvijas Krajbanka, Parex Bank und Bankas Snoras vor den Kunden verschönen. Swedbank Fall ist eine Folge des obskures Konstrukts, zu erwarten.

EU-Vertragsänderung mit allen 27 Ländern gescheitert

Wen wundert es noch?

Großbritannien hat sich gegen die Änderung der EU-Verträge gestemmt. Die Euro-Länder und sechs weitere Staaten schließen jetzt einen separaten Vertrag.

und weiter:

Die Euro-Gruppe und sechs weitere EU-Staaten geben sich einen neuen Vertrag zur Gründung einer Fiskalunion. Schuldenbremsen und automatische Sanktionen sollen darin ein solides Haushalten garantieren, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Morgen zum Abschluss eines dramatischen Verhandlungsmarathons in Brüssel bekannt gab.

David Cameron
Foto: dapd/DAPD Die Verhandlungen mit Großbritannien über Vertragsänderungen aller 27 EU-Staaten sind krachend gescheitert

Großbritannien und Ungarn werden an der Fiskalunion nicht teilnehmen, Schweden und Tschechien haben Vorbehalte angemeldet. Merkel hat die Beschlüsse als „sehr gutes Ergebnis“ gelobt. „Wir werden eine neue Fiskalunion für den Euro schaffen, die zugleich auch eine Stabilitätsunion ist“, sagte die Kanzlerin.

Glaubwürdigkeit zurückgewinnen

„Die 17 Staaten der Euro-Gruppe müssen Glaubwürdigkeit zurückgewinnen. Und ich glaube mit den heutigen Beschlüssen kann und wird das gelingen“, sagte die Kanzlerin. Der neue Vertrag solle bis März ausgehandelt sein, erklärte der französische Staatschef Nicolas Sarkozy.

Bereits vor zwei Wochen berichtete die „Welt am Sonntag“, dass Merkel und Sarkozy innerhalb der Währungszone eine Art Klub der Super-Europäer gründen wollen, deren Mitglieder sich strengen Sparauflagen unterwerfen.

Die Verhandlungen mit Großbritannien über Vertragsänderungen aller 27 EU-Staaten waren zuvor krachend gescheitert. Die Bedingungen von Premierminister David Cameron seien „inakzeptabel“ gewesen, sagte Sarkozy.

Cameron hat sein Nein zu einer EU-Vertragsänderung als „harte, aber gute Entscheidung“ gerechtfertigt. „Wenn wir keine Schutzklauseln bekommen, ist es besser draußen zu bleiben“, sagte Cameron nach nächtlichen Beratungen.

Der Brite hatte darauf bestanden, im Gegenzug für grünes Licht zu Vertragsänderungen selbst Vorteile für die britische Finanzbranche herauszuschlagen. Nicht nur Deutsche und Franzosen waren über die unbeugsame Haltung verärgert, hieß es aus mehreren Delegationen auch von Nicht-Euro-Staaten. Zu den Ländern, die sich gegen eine Revision des Lissabon-Vertrags richteten, gehörte auch Schweden.

Das Scheitern der gemeinsamen Lösung ist ein schwerer Rückschlag für die gesamte EU, die sich nun in zwei Geschwindigkeiten bewegen wird: Die Euro-Staaten und die sechs Länder, die dazugehören wollen, werden ihre Wirtschaften enger verzahnen. Die übrigen Länder bleiben außen vor.

Die Spaltung wird auch die von Merkel angestrebte stabile vertragliche Basis für die schärferen Haushaltsregeln schwächen. Denn ohne Zustimmung aller 27 EU-Staaten kann das Gemeinschaftsrecht und die Kompetenz der EU-Kommission nur auf Umwegen gestärkt werden. Und das sei „nicht die rechtlich sauberste Lösung“, wie in Delegationskreisen eingeräumt wurde. „Natürlich wäre es uns lieber gewesen, wenn wir uns einstimmig hätten einigen können“, sagte EU-Kommissionschef José Manuel Barroso.

Zur Gipfel-Einigung gehört auch, dass der dauerhafte Rettungsschirm ESM um ein Jahr auf Mitte 2012 vorgezogen werden soll. Zudem soll der IWF mit bilateralen Krediten um bis zu 200 Milliarden Euro aufgestockt werden, um sich stärker an der Rettung von Euro-Krisenstaaten zu beteiligen, wie EU-Ratschef Herman Van Rompuy erklärte. Die Ausstattung des ESM mit einer Banklizenz, wie es neben Van Rompuy auch mehrere Währungsmitglieder verlangt hatten, blockte Deutschland ebenso ab wie Euro-Bonds.

Schlucken musste Berlin dafür, dass Banken und Fonds künftig nicht mehr zu Schuldenschnitten wie im Falle Griechenlands gezwungen werden können. „Unser erster Ansatz zur Beteiligung des Privatsektors hatte einen sehr negativen Effekt, jetzt ist er offiziell vorüber“, sagte Van Rompuy, und erteilte Merkel damit einen scharfen Seitenhieb.

AFP/dapd/jm


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4stats

Die Griechen räumen Konten leer 7.12.2011


Jetzt sind es „die Griechen“. Wann werden die Schweizer, die Deutschen, die Oesterreicher, die …

zu „die Griechen“, die ihre Konten leerräumen? Beachtenswert sind auch die Kommentare im Anschluss,

logisch konsequent sind schon die beiden hier als jüngste genannten, hier direkt nachfolgenden,  Kommentare von Andreas Moser und Karin U. Müller (fett von uns)

Andreas Moser 11:09 Uhr

Nützt nichts, € abzuheben und sie vielleicht in der CH oder Skandinavien wieder einzuzahlen. Einzige Rettung ist es, physisches Gold und vorallem kleine Stückelungen von Silber zu kaufen. Edelmetalle gehen nie pleite, da keine Schulden dahinter stehen. Unser Geld wird ja mit Schulden kreiert. Schuldenblasen zerplatzen bald und damit wird auch Papiergeld vernichtet in Hyperinflation/Währungsreform!

Dazu zB. http://www.silberpension.ch/ oder
PapierSCHEINE halten nicht ewig, in http://silbermuenzgeld.wordpress.com/

Kommentar von Karin U Müller 07.12.2011 09:49 Uhr

am besten kaufen sich die griechen für ihre geld auch noch edelmetalle (physisch natürlich). denn falls eine hyperinflation kommt, sind auch die nötli zuhause nix mehr wert. ich sorge mich um meine PK. nur darf ich davon kein gold kaufen, nur immobilien. aber bei einem totalzusammenbruch werden auch die hauseigentümer teilenteignet. hatten wir alles schonmal!

Zum Artikel:

Seit Ausbruch der Schuldenkrise haben griechische Sparer und Firmen massiv Kapital von ihren Konten abgezogen. Dies erinnert an den «Silent Bank Run» in Argentinien vor wenigen Jahren. (…)

Rund 60 Milliarden Euro sind in den letzten zwei Jahren abgeflossen: Eine Frau an einem Bancomat in Athen.
Bild: Reuters

Seit Anfang 2010 mussten Banken in Griechenland einen massiven Rückgang der Spar- und Termineinlagen hinnehmen. Die Verunsicherung und das Misstrauen gegenüber dem Finanzsystem des maroden Landes schlagen damit direkt auf die Kapitalisierung der Banken durch: Seit Ende 2009 haben die griechischen Sparer 25 Prozent ihrer Ersparnisse abgezogen – rund 60 Milliarden Euro.

Die Zahlen sprechen für sich: Anfang 2010 betrug das gesamte Volumen der Einlagen von Privaten und Unternehmen bei griechischen Banken laut «Spiegel online» noch 237,7 Milliarden Euro (knapp 294 Milliarden Franken). Bis August dieses Jahres seien 49 Milliarden Euro abgeflossen, im September und Oktober noch einmal knapp 14 Milliarden Euro.

Für den Zürcher Wirtschaftshistoriker und Bernerzeitung.ch/Newsnet-Blogger Tobias Straumann sind das eindeutige Zeichen – und sie stehen auf Sturm. «Das ist exakt dieselbe Entwicklung, die vor rund einem Jahrzehnt zum Bankrott Argentiniens geführt hat – einfach noch nicht so dramatisch.» Der Experte spricht von einem «Silent Bank Run».

«Der Geldhahn ist zu»

Was das bedeutet, machte unlängst auch Zentralbankchef Georgios Provopoulos neulich im Parlament vor der Wirtschaftskommission deutlich: «Unser Bankensystem verfügt nicht über den Spielraum, Wachstum zu finanzieren», zitiert ihn «Spiegel online». Das fehlende Vertrauen in das System wird so allmählich zur selbsterfüllenden Prophezeiung: Aus Angst vor einem Zusammenbruch entziehen die Griechen ihren Banken die Mittel, die sie zur Gewährleistung der Liquidität der griechischen Volkswirtschaft dringend benötigen.

Zu spüren bekommen das Private genauso wie Unternehmen. «Die Banken haben den Geldhahn zugedreht», sagt Nikos Ikonomu, Journalist bei «Aggelioforos» der grössten Zeitung der Region Thessaloniki, gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet. In den letzten zehn Jahren habe jeder für alles einen Kredit bekommen – jetzt erhalte nicht einmal mehr ein Darlehen, wer finanziell gut dastehe.

Panik am Bancomat

Die Entwicklung zeigt exemplarisch, wie Politik und Finanzsystem auf fatale Weise zusammenspielen: Am stärksten war der Geldabfluss im Herbst 2011, auf dem Höhepunkt der politischen Krise, als Ex-Premier Giorgos Papandreou mit dem Ruf nach einem Referendum über das EU-Sparpaket für Aufregung sorgte. Die Panikbezüge stoppten erst, als sich die Lage in Athen Mitte November wieder beruhigte und mit dem Technokraten Lukas Papademos die Aussicht auf Stabilität in der Regierung wieder hergestellt war.

Das ist auch der Eindruck von Nikos Ikonomu. «Die Lage ist längst nicht mehr so dramatisch wie noch im Sommer», bestätigt er. Die allgemeine Stimmung in der Bevölkerung beschreibt er als abwartend: «Man ist erleichtert über die neue Regierung und traut Premier Papademos einiges zu.» Immer lauter würden die Stimmen, die forderten, der Technokrat solle die Macht nicht bereits im Februar abgeben, sondern noch einige Monate länger regieren.

Wirtschaftshistoriker Straumann sieht jedoch nur eine Lösung. Und die liegt nicht in Athen, sondern in Berlin, Paris und Brüssel: «Der einzige Weg ist eine Garantie der Europäischen Zentralbank. Sie müsste bis auf Weiteres sämtliche griechischen Anleihen aufkaufen.» Dadurch, so Straumann, würde Zeit gewonnen – Zeit, die Merkel, Sarkozy und Co. schleunigst für eine stärkere finanzpolitische Integration Europas nutzen müssten. «Ohne Eurobonds sehe ich nicht, wie der griechische Bankrott mittel- bis langfristig noch abgewendet werden soll.» Experte Straumann wartet lediglich noch auf den Auslöser.

Geld fliesst nicht zurück

Auch wenn Papademos die Gemüter etwas zu besänftigen vermochte, bleibt das Problem bestehen. Denn das Kapital fliesst nicht zurück auf die Konten. Der Präsident der griechischen Behörde zur Bekämpfung der Geldwäscherei, Panagiotis Nikoloudis, vermutet laut «Spiegel online», dass rund ein Fünftel ins Ausland transferiert wird. Die Banken machten sich die Angst der Leute zunutze und böten ihren Kunden ganz direkt an, Vermögen nach Deutschland, Liechtenstein oder in die Schweiz zu transferieren, sagt Nikoloudis gegenüber dem Nachrichtenmagazin.

Auch Journalist Ikonomu kennt Leute, die ihr Geld ausserhalb Griechenlands in Sicherheit bringen: «Dabei kommen so exotische Destinationen wie der Libanon ins Spiel.» Hauptsache nicht in Europa, scheint das Credo zu sein. Ein grosser Teil der Kleinsparer habe aber ganz anderes im Sinn: «Die meisten Leute müssen meiner Meinung nach ganz einfach von diesem Geld leben.»

«Einzig die Wut auf Brüssel wächst»

In den vergangenen zwei Jahren haben im Land 300’000 Menschen ihren Job verloren. Aktuell, so Ikonomu, würden in vielen Branchen die Löhne neu ausgehandelt. «Wir Journalisten werden wohl nach dem neuen Tarif 20 Prozent weniger verdienen», gibt er ein Beispiel. Ein Volk muss verzichten – und macht sich deshalb an seine Ersparnisse.

Denn billiger ist das Leben in Griechenland nicht geworden. Neue Abgaben werden eingetrieben, etwa eine Solidaritätssteuer und eine Immobiliensteuer. Immerhin habe der Staat in den vergangenen Monaten auch die Elite zur Rechenschaft gezogen: «Einige vermögende, landesweit bekannte Steuersünder wurden verhaftet – das ist ein deutliches Zeichen an die Leute», sagt Ikonomu.

Entsteht im geschundenen Land gar eine neue Moral, ein Ethos der bürgerlichen Verantwortung? Im Gegenteil, sagt der Journalist aus Thessaloniki: «Das egoistische Denken ist stärker geworden.» Gemeinsam kämpfe man vor allem in einer Sache: «Die Wut auf Merkel und Sarkozy, auf das Spardiktat aus Brüssel, wächst weiter. Das halte ich für sehr gefährlich.» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.12.2011, 06:07 Uhr Von Amir Ali inkl. Kommentare

Beachtenswert logisch konsequent sind schon die beiden hier als jüngste genannten, hier direkt nachfolgenden,  Kommentare von Andreas Moser und Karin U. Müller vom 07.12.2011 (fett von uns) [siehe auch oben, dito]

Andreas Moser

11:09 Uhr

Nützt nichts, € abzuheben und sie vielleicht in der CH oder Skandinavien wieder einzuzahlen. Einzige Rettung ist es, physisches Gold undvorallem kleine Stückelungen von Silber zu kaufen. Edelmetalle gehen nie pleite, da keine Schulden dahinter stehen. Unser Geld wird ja mit Schulden kreiert. Schuldenblasen zerplatzen bald und damit wird auch Papiergeld vernichtet in Hyperinflation/Währungsreform!

Dazu zB. http://www.silberpension.ch/ oder
PapierSCHEINE halten nicht ewig, in http://silbermuenzgeld.wordpress.com/

Karin U Müller

09:49 Uhr

am besten kaufen sich die griechen für ihre geld auch noch edelmetalle (physisch natürlich). denn falls eine hyperinflation kommt, sind auch die nötli zuhause nix mehr wert. ich sorge mich um meine PK. nur darf ich davon kein gold kaufen, nur immobilien. aber bei einem totalzusammenbruch werden auch die hauseigentümer teilenteignet. hatten wir alles schonmal!

Alle Kommentare vom 07.12.2011  (zT. nur mit Uhrzeit zitiert)  und 08.12.2011:

Alle Kommentare vom 07. (zT. nur mit Uhrzeit zitiert)  und 08.12.2011:

Adrian Nyfeler

08.12.2011, 08:46 Uhr

Es scheint bei dem Ausmass der Probleme unausweichlich, dass wieder jede Schuld mit Gold, Silber, Platin, etc hinterlegt werden muss.

Seit dem Ende von Bretton Woods hat sich die Finanzkaste durch den Mangel an Kontrolle ungehindert am Spielgeld bedienen und bereichern können. Damit muss Schluss sein!

Selbst eine geringe Anbindung würde aber die Goldpreise sofort ins Unermessliche steigen lassen

Peter Braun

08.12.2011, 05:57 Uhr

hallo ihr griechen, zieht euch aus dem euro zurück. macht die drachme wieder klar. alles andere ist rausgeschmissenes geld. wenn ihr wissen wollt, wie man es nicht machen sollte, sieht einfach nach deutschland. wir können nichts ändern. wir sind nur ein stern auf der amerikanischen flagge. ihr könnt es schon. viel glück. drücke euch die daumen

Peter Gutknecht

08.12.2011, 00:17 Uhr

Bei den niederen Zinssätzen ist es vernünftig, beim leisesten Zweifel an der Bonität des Schuldners (also der Bank) alles Geld abzuheben. Denn unter der Matratze ist es sicherer und wirft nur unmerklich weniger Zinsen ab

Peter Werner

07.12.2011, 14:34 Uhr

Solange das Geld dann wieder irgend einer Bank zugute kommt, bleibt es egal ob die Griechen das Geld von der griechischen Bank wegbringen. Die Finanzmafia erhält ja trotzdem ihr Monopoligeld. Die Brut muss ausgeblutet werden!

M. Fischer

07.12.2011, 20:46 Uhr

@Schmid: Heisst das, Banker sind alles Staatenlose Zombies welche eigentlich nur das Beste für die Weltbevölkerung wollen? Wow, da bekommt der Ausdruch „Gutmensch“ ja ganz eine andere Bedeutung! Eine Frage noch: Können Staaten ohne Banken und was machen Banken ohne Staaten? Ich glaube nicht, dass der Staat als Volksverbund verliert, einer Gruppe von Wirtschaftskriminellen Vertrauen schenken?

Cédric Schmid

07.12.2011, 17:30 Uhr

Herr Werner: Gerne kläre ich Sie auf: So lange die Staaten sich weiterhin verschulden, werden die Banken immer mehr Macht erhalten. Denn die Kreditgeber (Banken) können „befehlen“, was die Schuldner (in diesem Fall hoch verschuldete Staaten) zu tun haben. Also: das Problem liegt nicht bei den Banken, sondern bei den Missmanager, genannt „Regierung“. Noch Fragen?

Reto Stadelman

07.12.2011, 12:41 Uhr

Das egoistische Denken ist stärker geworden… Das fasst die Probleme der westlichen Welt und in diesem Fall auch die Probleme von Griechenland perfekt zusammen… Man ist nie selber schuld, das gilt auch für Schuldensünder in der Schweiz oder Politiker die Wahlen verlieren, man ist NIE selber schuld… Ich fühle mich leider immer weniger wohl in unserer westlichen (Verfalls)Gesellschaft…

Reto Stadelman

07.12.2011, 18:34 Uhr

Leider stimmt das nicht Herr Meier. Es lässt sich nicht generel sagen woher dieser Egoismus kommt. Ein Teil davon ist menschlich und sinnvoll, aber wenn er „überkultiviert“ wird zerstört es unsere Gesellschaft und das System in dem wir leben. Zudem sollte ein inteligenter Mensch wissen das man nichts verbessert wenn man ebenfalls überegoistisch ist… Daher sind auch viele Kleinen mitschuldig…

Erich Meier

07.12.2011, 16:03 Uhr

Der Egoismus ist grösser geworden ? Die Kleinen sehen eben, dass die Grossen nur auf Macht und Prestige (möglichst grosse Eurozone) aus sind und die Kleinen den Preis dafür zahlen sollen. Drum haben die Kleinen keine Lust, Melkkuh der Grossen zu sein und ahmen deren Egoismus einfach nach. Daraus kann man ihnen keinen Vorwurf machen. Das Problem kommt von oben.

Massimo Casagrande

07.12.2011, 14:38 Uhr

Dann würde ich in den Süden auswandern.

Christoph Geiser

07.12.2011, 12:35 Uhr

In der Rezession werden die Leute das Geld wahrscheinlich eher ausgeben als es andernorts zu horten. Was nutzt das Geld auf der Bank wenn der Rauswurf aus der Wohnung droht?

Hans Imeichen

07.12.2011, 12:23 Uhr

Wartet jetzt. Jetzt kommt demnächst Portugal und Spanien mit demselben Effekt. Denn sie wissen alle, dass die EU seit Neuestem nicht mehr nur bedinungslos stützt. Staatspleite möglich. Geld fliesst zu einem grossen Teil in „die sichere Schweiz“. Unsere liebe SNB kauft dann noch mehr faule Euro-Eier. Ist doch herrlich, dieses undenliche, undurchschaubare Geflecht namens „Weltwirtschaft“

Walter Schneider

07.12.2011, 11:35 Uhr

Panikmache. Das „grosse Geld“ ist schon längst aus Griechenland abgezogen

Andreas Moser

07.12.2011, 11:09 Uhr

Nützt nichts, € abzuheben und sie vielleicht in der CH oder Skandinavien wieder einzuzahlen. Einzige Rettung ist es, physisches Gold und vorallem kleine Stückelungen von Silber zu kaufen. Edelmetalle gehen nie pleite, da keine Schulden dahinter stehen. Unser Geld wird ja mit Schulden kreiert. Schuldenblasen zerplatzen bald und damit wird auch Papiergeld vernichtet in Hyperinflation/Währungsreform!

Olbricht Heinz

07.12.2011, 22:04 Uhr

Und das passiert mit allen Währungen, fast gleichzeitig. Denn Geld ist nur ein Versprechen das von korrupter Wirtschaft und Politik nicht gehalten wird.

Tom Dubach

07.12.2011, 14:41 Uhr

Nützt für den Griechen sehr wohl! Wenn nicht gleich der ganze Euro verschwindet, sondern lediglich Greichenland aus dem Euro aussteigt, dann können relativ harten Euros wieder gegen weiche Drachmen umgetauscht werden. Was soll denn einer mit 1 Kg Gold, wenn er eine Jeans kaufen will?!

Fritz-Ulrich Hein

07.12.2011, 10:43 Uhr

Ein Volk, welches in der Not nicht zu seinem Land steht, hat dieses nicht verdient

Isabella Cottini

07.12.2011, 16:25 Uhr

Was ist mit all den Schweizern die im Ausland Ihre Geld ausgeben und somit ihrem eigenen Land schaden?

Leo Ruegg

07.12.2011, 15:00 Uhr

Dass das Land in den letzten Jahrzehnten bankrott politisiert und gewirtschaftet wurde sehen natuerlich immer mehr Buerger Griechenlands.

Lesen sie doch mal den Artikel in der aktuellen Welt-Online „Griechenlands Staatsapparat außer Kontrolle.“ Hand aufs Herz, wozu soll man da noch stehen. Dieser Augiastall auf einer Buehne waere ein gigantisches Schauspiel!

Rolf Winters

07.12.2011, 14:50 Uhr

Und sie selbst wären wohl so edelmütig und würden in einer solchen Situation mit ihrem Privatvermögen haften. Das ich nicht lache!

Bruno Oerig

07.12.2011, 10:35 Uhr

Ich höre und lese immer wieder: Der Staat kann nur ausegeben, was er einnimmt. Man könnte aber ebenso sagen, der Staat kan nur ausgeben was ihm aufgedrängt wird. Wer wohl hat alle diese Regierungen in finanziellen Dingen beraten? Alle Staaten bedienen sich der Beratung privater Firmen, letztlich sind es diese, im Halfter der Grossfinanz, welche die Schuldenmacherei ebenso mit zu verhaben

Karin U Müller

07.12.2011, 09:49 Uhr

am besten kaufen sich die griechen für ihre geld auch noch edelmetalle (physisch natürlich). denn falls eine hyperinflation kommt, sind auch die nötli zuhause nix mehr wert. ich sorge mich um meine PK. nur darf ich davon kein gold kaufen, nur immobilien. aber bei einem totalzusammenbruch werden auch die hauseigentümer teilenteignet. hatten wir alles schonmal!

Roger Mettler

07.12.2011, 09:38 Uhr

Dem Griechen war es völlig egal, wie der Staat seine immer höheren (staatlichen) Löhnen bezahlte, es war im auch egal, dass er schon deutlich vor 60 Jahren in Pension gehen konnte (zahlt ja auch der Staat), die immer höhere Rente nahm man dankend, kaufte sich dazu noch ein Ferienhäuschen und genoss die immer zahlreicher werdenden Sondervegütungen. Und nun jammern sie, da alles auf Pump gebaut war

Peter Fricker

07.12.2011, 09:38 Uhr

Da war also doch noch viel Geld. Die Griechen als super Abzocker im Euroraum. Das hätte ich nicht gedacht. Lasst die Griechen pleite gehen, denn aus dem Euro-Ghetto kommen wir nicht mehr raus. Hortet Eure wertvollen Schweizer Franken, investiert in Papiere mit guten Dividenden

martin rohner

07.12.2011, 13:39 Uhr

„Hortet Eure wertvollen Schweizer Franken“….Die mit was abgesichert sind? Mit Dollal und Euro! Auch der Franken ist längst nicht mehr das Papier wert, auf dem dieser Gedruckt ist! Im Fiat System ist „Geld“ nur durch Vertrauen gedeckt! Deshalkb ist der Fr noch „wertvoll“ und bekommt DE trotz knapp 2Billionen Schulden noch moderate Kredite. Machts wie die Amis mit den 3G. Guns, Gold and goods…

martin rohner

07.12.2011, 09:37 Uhr

Eigentlich ist die Sache relativ einfach. Im Fiat Money System ist es weder erwünscht noch möglich, Schulden wirklich zu tilgen. Würde alle ihre Schulden tilgen, gäbe kein Geld mehr im Umlauf.

Ich würde mich auf „Odious depts“ Berufen. Wenn die Kriterien dazu eingehalten wurden, ist der Fall erledigt! Es ist übrigens die Bankenrettung 2.0 in diesem Jahr, es geht nicht um Länder…

Melanie gatzke

09:12 Uhr

Schon einige Jahrzehnte hat die Masse der Bürger aufgehört zu denken. Man arbeitete, machte Party, Spaß-Vergnügen- man lebte, man sorgte sich nicht darum wo was herkommt, was die Politiker treiben.

Wie oft hörte man, das interessiert mich nicht. Dabei war es allerorten sichtbar, was sich tut.

Jeder hätte erkennen müssen, der Staat kann nur ausgeben, was er einnimmt. Jetzt wachen sie auf

Lars Böttner

09:06 Uhr

„Auch die Elite wird zur Rechenschaft gezogen“. Das mag ja ein gutes Zeichen sein, es wird aber kaum etwas am Kern der Problematik ändern. Die Leute die wirklich vermögend sind, wissen wie sie ihre Schäfchen ins Trockene bringen. Dass Die Bürger ihr Geld abziehen, ist absolut verständlich. Wenn permanent von oben herab auf das Volk gedroschen wird, ist die Reaktion mehr als verständlich

Heinrich Baur

08:48 Uhr

Solange die griechische Elite das Volk ausbeutet, in Genf zynisch Partys feiert und ihre Milliarden hortet, dabei sogar im TV erklärt keinerlei Verantwortungsgefühl gegenüber ihren Landsleuten zu empfinden, solange einige Schweizer die Aufweichung des Bankgeheimnisses und den gläsernen griechischen Millionär, als moralisches verwerflich betrachten, solange werden Stützungsmassnahmen pervertiert!

peter ess

09:05 Uhr

‘keinerlei Verantwortungsgefühl gegenüber Landsleuten’ – dem stimme ich zu und umgekehrt starkes nationales Selbstbewusstsein. Wenn ich wiedereinmal Lust dazu habe, werde ich mich in den griechischen Bürgerkrieg und das Obristensystem der Nachkriegszeite reinlesen. Keine 60 Jahre zurück und nur die Geoproxmität, Nato, Kirche hat mE GR vor dem absoluten GAU im letzten Jh. gerettet.

Gregor Müller

08:34 Uhr

Wenn sich gleichzeitig Vermögen von… auftürmen +dafür erst recht bei denen gespart wird, die“eh“nichts haben, nennt sich DAS Kapitalismus. Meiner Meinung nach ist dieser Zustand falsch, wenn auch für Kapitalbesitzer wünschenswert. Zudem verschwinden täglich ca.150 Arten, Landstriche versteppen, Grundwasser geht zur Neige..Das ist wahrlich eine gutes?System. Sinnloser Konsum… Lös?=Banken Run!!

Peter Haller

08:11 Uhr

Das ist das einzig richtige.

Letzten Freitag wollte ich Weihnachstgeschenke einkaufen, natürlich kaum Bares dabei, wie es sich für einen anständigen Gutmenschen gehörrt, und prompt ging die EC-Karte nicht, gebrochen !

zum Gück hatte ich noch genug Benzin im Tank, um nach Hause zu kommen. ohne Geschenke.

Ein Wochenvorrat an Bargeld ist das absolute Minimum !!

Robert Herz

09:49 Uhr

Mit nur einer Karte im Sack sind sie noch lang kein anständiger Gutmensch!

Bernhard Vontobel

09:17 Uhr

@ Herr Haller: Bitte informieren Sie sich zum Wort „Gutmensch“. Ich vermute, sie kennen die Bedeutung nicht.

Sandro Schwoll

09:16 Uhr

Ein neues Portemonnaie, das die Karten besser schützt, wäre wohl günstiger.

James Lehmann

08:10 Uhr

Das ist halt unser System. Einige wenige profitieren und man muss wachsen, um nicht unter zu gehen. Zinsen müssen gezahlt werden. Der Staat verschuldet sich und die privaten Haushalte ebenfalls. Wer profitiert sind einige wenige, die an den richtigen Positionen hocken und als Gläubiger gelten. Wieviele haben schon geschrieben, dass sowas irgendwann zum Kolaps führt? Wir werden weiter sehen…

lucius mayer

08:08 Uhr

Das Verhalten der Griechen ist durchaus folgerichtig. Nach der Umstellung auf die Drachme und deren Abwertung werden TEuros im Umlauf trotzdem nur zum ursprünglichen Kurs bei dessen Einführung eingetauscht. Man erinnere sich nebenbei: CHF 20 Vreneli, bis 1949 geprägt, kosten heute je CHF 300

lucius mayer

08:40 Uhr

Sehr geehrter Herr Haller, Meinen Sie wirklich, die Eidgenossenschaft sei gegen Hyperinflation immun? Tatsächlich ist Gold VIEL wertbeständiger als Papiergeld.

Peter Haller

08:26 Uhr

Birnen und Äpfel !

Das Vreneli ist nur wegen dem Gold noch was Wert!

Versuchen Sie mal eine 20er Banknote aus der Zeit für 300 Franken zu verkaufe, dann sehen Sie, was ich meine.

Gregor Surer

07:57 Uhr

Die Griechen sollten nicht unterstützt werden, ohne Einsicht der eigenen Verschuldung, Einführung klarer Regeln und Abschaffung der Korruption – sonst ist Hellas ein Fass ohne Boden und gehört nicht künstlich am Leben erhalten. Die Elite dort sind eine Kaste, die seit Jahrzehnten das Land und die Leute ausnehmen und nur mit gepumpten Geld der Bevölkerung Geschenke macht wie hohe und frühe Renten

Alex Renge

09:32 Uhr

Da haben Sie Recht. Leider scheinen weder Einsicht noch Dankbarkeit griechische Stärken zu sein. GR hat über 30 Jahre enorme Gelder aus Brüssel bekommen, und zum Dank wird jetzt die EU verflucht, weil sie zur Abwechslung mal etwas einfordert. Hier lebende Griechen haben mir erzählt, dass GR an der Misere selbst Schuld ist, und die Leute dort es auch genau wissen – aber niemals zugeben würden

Amon Scherrer

09:09 Uhr

@Wartenberg: recherchieren Sie, wieviele Prozent der Bevölkerung in GR teilweise oder ganz ihren Lohn vom Staat beziehen, dann sehen Sie das Problem.

Max Wartenberg

08:11 Uhr

„Geschenke macht wie hohe und frühe Renten.“ Wer macht sich diese Geschenke und zieht hohe und frühe Renten? Es sind in erster Linie die Staatsangestellten. Mit den neuen Gesetzen will die Regierung diese Privilegien nun reduzieren. Ist aber nur eine Komponente des Problems.

Richard Kunz

07:53 Uhr

Also wenn irgend jemand hier noch auf eine echte Lösung seitens Regierung glaubt, der lebt auf einem anderen Planeten. Nicht nur die Schulden in Griechenland sondern (Japan,USA,Europa) sind nicht mehr zu sanieren. Das sind schlicht Unsummen welche nur eine Schlussfolgerung zulässt. Es gibt keine Möglichkeit mehr dies zu korrigieren. Staatsbankrott, Hyperinflation oder Jahrzente lange Deflation…

Eron Thiersen

09:35 Uhr

Gegen die Verbreitung und Anerkennung dieser Fakten sind Wissenschaft + Politik, das würde für diese Eliten bedeuten versagt zu haben und damti das Lohn- und das willkürliche Kastensystem. Vor den Folgen hat diese Kaste enorme Angst! Es ist kein Zufall, das militärische Milizsysteme zu Berufsarmeen umgebaut werden. Syrien findet gemässigt auch in GB, USA und GR statt, oder wie nennt man das sonst?

Max Wartenberg

07:52 Uhr

Ich kann das Verhalten der Griechen nachvollziehen. Unter der Matratze sind Euros sicherer als auf dem Bankkonto, Da können sie nicht plötzlich in Drachmen umgewandelt werden mit starkem Wertverlust und falls der Staat eines Tages Bankkonten plündern sollte (Beisp. Argentinien wie im Artikel erwähnt) kann er nicht viel holen. Die Regierung muss zuallererst das Vertrauen des Volkes wieder gewinnen

stefan eich

07:49 Uhr

Wieso sollte griechenland wut auf brüssel habe?? griechenland erhielt schon genug gelder!! und passiert ist nicht. nochmals geld erhalten und es passiert wieder nichts. anstatt immer nur zu erhalten würden sie lieber mal was machen!

martin rohner

09:28 Uhr

GR erhielt nur auf dem Papier Geld! Dieses floss flugs zurück zu den Gläubigern (V.A. DE + FR Banken!). Die Situation heute. X Milliarden mehr Kredite aufgenommen, Verschuldung innert 2 Jahren fast verdoppelt, das Tafelsilber privatisiert und die Wirtschaft am Ende.

Nicht GR, die Banken wurden gerettet! Ps. SChuldenschnitt von 50% stimmt NICHT! Es sind 50% der SChulden übder der 100% Marke.

Hans Widmer

07:41 Uhr

Jetzt gönnt doch den Griechen endlich die Insolvenz.

Ein Ende ohne schrecken ist beduetend besser als ein Schrecken ohne Ende. (Ja ich mein es genau so wie ich es geschrieben habe.)

Tom Hunziker

07:32 Uhr

Wann ist Deutschland bankrott?

Eron Thiersen

07:23 Uhr

1. Ein logischer Schritt – den Banken und der Politik ist nicht zu trauen! 2. Griechenland ist schon lange Bankrott – wohin die Rettungsgelder fliessen, weiss der Geier. 3. Griechenland verliert seine Jugend und damit Innovation + Renteneinzahler – das Land vergreist und verarmt. 4. Dieses Schicksal droht allen verschuldeten Ländern und ist der Beginn eines zusammenstürzenden Kartenhauses

Linus Huber

06:35 Uhr

Natürlich ist Griechenland bankrott. Die Frage ist, wer eigentlich die Kosten tragen soll. Die Banken, welche sich verspekulierten oder soll die Last wieder auf alle Bürger verteilt werden, wie bis anhin? Sozialismus fuer die Banken und Kapitalismus fuer den Bürger scheint die beliebte Strategy zu sein. Die Verletzung der Rechtsstaatlichkeit wird sich eines Tages rächen

Dan Horber

06:21 Uhr

Griechenland ist nicht vor dem Staatsbankrott zu retten. Das sehen offensichtlich auch die Griechen ein. Allerdings können nur die Griechen selber ihr Land aus dem Sumpf ziehen. Doch dieser Wille scheint zu fehlen. Wie kann ein (Griechen-)Land von der EU Solidarität einfordern, dass nicht einmal sich selber gegenüber solidarisch ist?

Werner Hürlimann

09:41 Uhr

@ESS: Der Unterschied zu damals ist dass wir heute bereits in massiver Überbevölkerung leben, Mehr Ressourcen abbauen, als wir verwenden und davon auch noch 30% wegwerfen. Fachleute produziert der Westen wie der Osten inflationär, die Nachfrage verlangt nach billigen Arbeitskräften und nicht nach Gebildeten. Von beiden hat man genug und zu viel, eine Belebung findet nicht mehr statt!

peter ess

07:41 Uhr

Werner Hürlimanns’ Kommentar erinnert an die griechische Abwanderung in den 50er undi ich fand die griechische Diaspora in Sydney und Melbourne äusserst interessant und belebend.

Werner Hürlimann

07:28 Uhr

@Schweizer: Die EU schiebt Gelder über GR zurück an die Gläubiger. Die jungen Griechen wandern ab, zurück bleibt eine Greisengesellschaft die eine leere Rentenkasse vorfindet. Der Strukturwandel dauert mindestens 3 Generationen. Schulden kann GR keine bezahlen, das hat die EU bereits selber übernommen. Die EZB ist nicht mehr unabhängig, eine Schuldenabbau findet gar nicht statt!

erich schweizer

06:48 Uhr

mit dem schuldenschnitt von 50 prozent wird griechenland nicht pleite gehen dies ist klar. die eu wird ihnen weiterhin helfen und in einer periode von rund 30 jahren werden sie das geld retourzahlen können. das risiko eines unkontrollierten bankrotts besteht nicht mehr, mit den neuen beschlüssen.

[Artikel]

Euro-Länder schrauben am «Megaschirm»

Laut einem Bericht verhandeln die Euro-Länder über einen viel grösseren Rettungsschirm, als bisher bekannt. Geplant ist ein Dreiergespann aus EFSF, ESM und IWF.

Die BernerZeitung schreibt am 7.12.2011:

Die Euro-Länder erwägen einem Zeitungsbericht zufolge ein doppeltes Sicherungssystem für strauchelnde Staaten. Der Rettungsfonds EFSF solle auch weiterlaufen, wenn Mitte kommenden Jahres der dauerhafte Euro-Rettungsschirm ESM in Kraft trete, berichtetedie «Financial Times Deutschland». Ursprünglich war geplant, dass der Rettungschirm ESM den alten EFSF ersetzt.

Der EFSF war als vorübergehende Hilfe gedacht. Er verfügt über 440 Milliarden Euro. Dazu kämen dann 500 Milliarden Euro vom ESM. Durch den doppelten Rettungsschirm würde sich die Wirkung somit etwa verdoppeln. Von den 440 Milliarden Euro des alten Schirms sind jedoch bereits 190 Milliarden Euro für Griechenland, Irland und Portugal vergeben.

Gar dreifacher Rettungsschirm möglich

Die Eurostaaten planen gemäss Spiegel online noch ein zusätzliches Instrument, um stark verschuldete Staaten notfalls vor dem Konkurs zu retten. Demnach sollen die 17 Zentralbanken der Eurozone jeweils einen dreistelligen Milliardenbetrag in einen Spezialfonds einzahlen. Das Geld soll dem Internationalen Währungsfond (IWF) zugute kommen.

Somit ergäbe sich nicht nur ein doppelter Rettungsschirm, sondern ein Dreiergespann aus EFSF, ESM und IFW. Diese Lösung ist jedoch noch weit davon entfernt, abgesegnet zu werden. Einige Staaten seien von der Idee eines «Megaschirms», wie die «Financial Times» schreibt, aber noch nicht überzeugt, berichtete die Financial Times.

(mrs)

Erstellt: 07.12.2011, 09:26 Uhr

[Artikel]

Wirtschaftswachstum Schweiz 2012 Prognose 0,5%

Laut economiesuisse (http://www.economiesuisse.ch) ist die Prognose für das Jahr 2012 aktuell bei 0,5 Prozent. (…)

Uebrigens es sagte einst Johann Wolfgang von Goethe:

„Niemand ist hoffnungsloser versklavt als jene, die fälschlicherweise glauben, frei zu sein.“
„„Es hat etwas Vertracktes mit dem Wissen. Gibt man es wenigen, befördert man den Staat, gibt man es vielen, befördert man die Freiheit.““
Zu den News: 05.12.2011 | 10:05 Uhr

economiesuisse – 2012: Tiefes Wachstum in einem Jahr der Transformation

Zürich (ots) – Mit dem starken Franken, der europäischen Verschuldungskrise und der schwächelnden Weltkonjunktur wirken gleich drei Faktoren bremsend auf die Schweizer Wirtschaft ein. economiesuisse erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schweiz 2012 nur noch um 0,5 Prozent zulegen wird, während die Arbeitslosenquote auf 3,6 Prozent ansteigen dürfte. Unter Druck stehen insbesondere die Exportbranchen, aber auch deren Zulieferer und der Tourismus. Die Bewältigung der EU-Schuldenkrise stellt auch für die Schweiz eine Herausforderung dar.

2011 war für die Schweizer Wirtschaft ein Jahr der Herausforderungen – und diese werden 2012 noch grösser. Der Druck, insbesondere durch den weiterhin hohen Franken-Wechselkurs, führt in vielen Branchen zu einem beschleunigten Transformationsprozess. Die damit verbundenen Massnahmen, beispielsweise der stärkere Vorleistungsbezug aus dem Ausland, die Verlagerung von Arbeitsplätzen oder Einstellungsstopps, haben unmittelbare Auswirkungen auf die wirtschaftliche Dynamik in der Schweiz. Betroffen sind nicht nur die Exportunternehmen, sondern auch inländische Zulieferer, der Detailhandel und in besonderem Mass der Tourismussektor.

Mit der sich abschwächenden Weltkonjunktur und der massiven Verschuldungskrise in zahlreichen EU-Staaten kommen weitere negative Faktoren hinzu, die die Schweiz 2012 an den Rand einer Rezession drängen werden. economiesuisse geht davon aus, dass die Eurozone 2012 wirtschaftlich mehr oder weniger stagniert und auch auf politischer Ebene die Probleme nicht rasch gelöst werden können. Die Auswirkungen all dieser negativen Effekte auf die Schweiz sind seit dem vergangenen Sommer deutlich spürbar. Zwar dürfte das Schweizer BIP 2011 insgesamt noch um etwa zwei Prozent zulegen – doch dieses Wachstum entstand vor allem im ersten Halbjahr.

Rückläufige Exporte, starke Bauwirtschaft Die Liste der Branchen, die 2012 mit negativen Wachstumsraten rechnen, ist lang. Mit einem Rückgang der Wertschöpfung haben vor allem die klassischen Exportbranchen wie die Metall-, Maschinen-, Textil-, Nahrungs- und Papierindustrie zu kämpfen. Und die Sparanstrengungen vieler Industriestaaten machen sich auch in der chemisch-pharmazeutischen Industrie bemerkbar. Hart wird das kommende Jahr aber vor allem für den Tourismus, erklärt economiesuisse-Chefökonom Rudolf Minsch: «Die rasante Aufwertung des Frankens in diesem Sommer hat auch international Resonanz gefunden und der Schweiz leider das Image eines Hochpreislandes zurückgebracht.» Die touristische Wertschöpfung im Inland werde 2012 eindeutig rückläufig sein. Positiver sind hingegen die Aussichten in den Bereichen Versicherungswesen, Beratung, Verkehr und IT.

economiesuisse prognostiziert für das kommende Jahr ein reales BIP-Wachstum von 0,5 Prozent. Gestützt wird die Konjunktur vor allem durch den Binnenmarkt, auch wenn sich viele Zulieferbetriebe zunächst auf die neuen Verhältnisse ausrichten müssen. Ein weiterhin robustes Wachstum ist 2012 beim Tief- und Wohnungsbau zu erwarten. Die Zuwanderung und leicht höhere Reallöhne sorgen für einen weiteren Zuwachs beim Privatkonsum. Dieser profitiert von einer insgesamt tiefen Inflationsrate. Günstigere Importe und die wirtschaftliche Dynamik im Inland können dazu führen, dass die Inflation 2012 kurzzeitig sogar negativ ausfällt. Trotz der trüben Aussichten besteht in der Schweiz auch weiterhin eine Nachfrage nach gut qualifizierten Arbeitskräften. Selbst bei Entlassungen finden viele Arbeitnehmende rasch wieder eine Stelle. economiesuisse rechnet daher nicht mit einem drastischen Anstieg der Arbeitslosenzahlen: Der Wirtschaftsdachverband prognostiziert für 2012 eine durchschnittliche Quote von 3,6 Prozent.

EU-Schuldenkrise auch als Herausforderung für die Schweiz Die EU-Mitgliedstaaten und die Eurozone wurden von der Verschuldungskrise besonders hart getroffen. Da die EU der wichtigste Wirtschaftspartner der Schweiz ist, müssen wir die Entwicklung in der Eurozone sehr eng verfolgen. Die Schweiz hat ein grosses Interesse, dass die EU ihre massiven strukturellen finanziellen Ungleichgewichte endlich in den Griff bekommt. Die Schuldenkrise ist allerdings noch bei weitem nicht ausgestanden. Pascal Gentinetta, Vorsitzender der Geschäftleitung von economiesuisse, gibt zu bedenken; «Egal welche Finanzarchitektur die EU letztendlich wählt, es herrscht weiterhin grosse Unsicherheit, ob die betroffenen Regierungen in der Lage sind, die nötigen Reformen sowie Sparvorgaben im erforderlichen Umfang umzusetzen.»

Vor diesem Hintergrund bleibt die Schweiz aber nicht untätig. International leistet sie über ihr Engagement beim Internationalen Währungsfonds bereits einen wichtigen Beitrag zur Beruhigung der Lage. Zudem hält die Schweizerische Nationalbank rund 150 Milliarden Euro als Währungsreserven. Deshalb ist von einer direkten Beteiligung an den Rettungsinstitutionen der EU abzusehen. Die Auswirkungen auf den bilateralen Weg zwischen der Schweiz und der EU sind schwierig zu beurteilen. In einem äusserst angespannten Umfeld ist zu hoffen, dass das für beide bewährte und stabile Verhältnis nicht unnötig politisch belastet wird.

aus http://www.presseportal.ch/de/pm/100002808/100709455/economiesuisse-2012-tiefes-wachstum-in-einem-jahr-der-transformation