Papiergeld, Geldschoepfung aus dem Nichts, Giralgeld, Notenemission beim Staat, John Law

John Law („Erfinder“ des Papiergelds in der europäischen Neuzeit)

John Law hatte – nebst der erfolglosen mit dem Papiergeld – auch sehr gute Ideen, auch in Richtung Monetative (s. VWL Prof. und Energiesflusskenner (Wilhelm Reich) Bernd Senf): Denn ein weiterer Aspekt seiner wirtschaftspolitischen Maßnahmen war der Versuch, sämtliche gewerblichen Monopole, die Notenemission und die Steuereintreibung aus privater Hand in staatliche Regie zu überführen.

[Allerdings aus ganz anderen Gründen als Prof. Bernd Senf:

Durch die Notenemission in staatlicher Regie, so hoffte er, könne die öffentliche Hand ausreichend Gewinn machen und ihre Verbindlichkeiten ablösen.]

John Law war mit den führenden Wirtschaftspolitikern seiner Zeit einig, dass reichlicher und zügiger Geldumlauf für die Volkswirtschaft förderlich sei. Die inflationären Gefahren einer solchen Politik verlor man gerne aus den Augen. Law – als Sohn eines Geldverleihers – war sich dieser Gefahren wohl bewusst. Er konnte sich jedoch von 1719 an gegen einflussreiche Entscheidungsträger in Paris nicht mehr durchsetzen. Deren ungehemmte Ausweitung der Banknoten- und Aktienemission heizte die Spekulationsblase noch an, die in die Katastrophe führen sollte.

Weiter war das entscheidend Neue an Laws Vorgehen, nicht nur Edelmetalle, sondern auch Grundvermögenmit dessen in der Zukunft liegenden Ertragsaussichtenzur Deckung des Notenumlaufs heranzuziehen.

John-Law-1671-1729

John Law of Lauriston (* 16. April 1671 (getauft 21.04.1671)  in Edinburgh; † 21. März 1729 in Venedig) war ein schottischer Nationalökonom und Bankier.

Inhaltsverzeichnis

Lebenslauf

John Law war das fünfte von zwölf Kindern des Innungsmeisters der Goldschmiede von Edinburgh und Geldverleihers William Law. Nach Schulbesuch in seiner Heimatstadt und einem Internat ging er – bald nach dem frühen Tod des Vaters (1688) – nach London. Dort betätigte er sich als professioneller Glücksspieler. Die Fähigkeit, Gewinnchancen mit verblüffender Geschwindigkeit zu kalkulieren, hatte er sich wohl mittels Lektüre (Antoine Arnauld, Jakob Bernoulli) und genauer Beobachtung antrainiert; seine Begabung als brillanter Kopfrechner half dabei entscheidend. 1694 wurde er wegen eines Duells mit tödlichem Ausgang zum Tod verurteilt und flüchtete während der Berufungsverhandlung auf den Kontinent. In den folgenden Jahren studierte Law das Finanzsystem der Bank von Amsterdam und lernte den britischen Thronprätendenten James III. kennen. In Paris wurde Madame Katherine Seigneur, geb. Knowles, seine Geliebte; mit ihr floh er vor Neidern nach Venedig. Nach einem Jahrzehnt im Exil war er zurück im noch unabhängigen Schottland, um es vergeblich vor der Finanzkatastrophe aus dem Darién-Projekt zu retten. Sein Plan zu einer Reform der Finanzverfassung wurde abgelehnt; als die Vereinigung der Parlamente Englands und Schottlands drohte, ging Law (der in England weiterhin als flüchtiger Verbrecher galt) wieder auf den Kontinent.

Durch Glücksspiel „erarbeitete“ er sich in Paris ein Vermögen und wurde 1707 ein Freund Philipps von Orléans, des Regenten Frankreichs (ab 1715). Von 1716 an konnte er in Paris endlich seine geldpolitischen Ideen in die Praxis umsetzen, was in der Mississippi-Spekulation resultierte. Als einer der Hauptaktionäre der von ihm kontrollierten Gesellschaften wurde er nicht nur schwerreich, sondern auch der Star von Paris. 1717 war die Mordaffäre durch Begnadigung seitens des englischen Königs bereinigt worden, Ende 1719 konvertierte er zum katholischen Glauben. Bereits wenige Tage später wurde er zum Generalkontrolleur der Finanzen ernannt. In finanzieller Hinsicht war er damit der Herrscher Frankreichs und gleichzeitig – als Direktor der Mississippi-Kompanie – eines Drittels des nordamerikanischen Kontinents. Um seine gesellschaftliche Anerkennung zu stützen, gab er Unsummen für karitative Zwecke aus (so berichten übereinstimmend Liselotte von der Pfalz und Daniel Defoe).

Jedoch war das Ergebnis seiner Aktivitäten als Bankier und Finanzier des Staates eine geldpolitische Katastrophe. Als Law im Frühjahr 1720 Anlass hatte, an der Unterstützung durch den Regenten zu zweifeln, erlitt er einen Nervenzusammenbruch. Die Kinder wurden auf das Land gebracht, Katherine harrte bei ihm aus. Im Dezember 1720 flüchtete er über Brüssel nach Venedig; sein Vermögen war zunächst blockiert, dann übereignete er es als Schadenersatz der Kompanie. Im Herbst 1721 reiste er nach London – allein, denn Katherine und die Kinder durften Paris weiterhin nicht verlassen. Nach einer Episode als Geheimagent Englands in Aachen und München wandte er sich 1726 wieder nach Venedig, wo er sich als Gemäldehändler betätigte. Dort verstarb er 1729 an den Folgen einer Lungenentzündung. Law wurde in der ehemaligen Kirche San Geminiano bestattet, sein Grabmal befindet sich heute in der Kirche San Moisè.

Den Rest seines Vermögens (gesammelte Gemälde) erbten Katherine (mit der er nie verheiratet gewesen war) und die gemeinsamen Kinder.

Würdigung

Zu behaupten, John Law habe das Papiergeld erfunden, wäre unrichtig. Bereits von 1609 an hatte die Bank von Amsterdam Banknoten ausgegeben, wobei jahrzehntelang sorgfältig auf jederzeit ausreichende Deckung durch Münzen geachtet wurde. 1661 waren in Stockholm von einer privaten Notenbank Banknoten emittiert worden – hier jedoch mangels Vertrauens mit mäßigem Erfolg. Das entscheidend Neue an Laws Vorgehen war, nicht nur Edelmetalle, sondern auch Grundvermögen – mit dessen in der Zukunft liegenden Ertragsaussichten – zur Deckung des Notenumlaufs heranzuziehen. Law strebte an, mittels so geschaffenen Papiergelds Deflation zu verhindern und Handel und Gewerbe mit hinreichend Liquidität zu versorgen – ein erst im 20. Jahrhundert als geeignet anerkanntes Konzept.[1] Nach dem Platzen der Spekulationsblase 1720 waren jedoch seine Ideen für die darauffolgenden Generationen seriöser Geldpolitiker zunächst tabu. Karl Marx bezeichnete Law später als „eine Mischung aus Schwindler und Prophet.“[2]

Law war seiner Zeit weit vorausgeschritten. Erst nach den Erfahrungen mit der Hyperinflation in der völlig verarmten Weimarer Republik wagte man sich 1923 daran, den neuen Notenumlauf („Rentenmark“) mit der Ertragskraft (den „Renten“) der deutschen Landwirtschaft zu besichern, was bis zur Weltwirtschaftskrise auch Erfolg hatte. Spätestens seit den 1970er Jahren spielt die Deckung des Geldumlaufs mit Edelmetall weltweit keine Rolle mehr.

Bemerkenswert ist auch der sozialpolitisch revolutionär wirkende Versuch, zahllose Verbrauchsteuern durch eine einkommensabhängige Steuer zu ersetzen. Im feudal geprägten Frankreich seiner Zeit konnte diese Maßnahme keinen Bestand haben, denn sie hätte den Kleinverdiener entlastet und einflussreiche Großverdiener belastet.

Ein weiterer Aspekt seiner wirtschaftspolitischen Maßnahmen war der Versuch, sämtliche gewerblichen Monopole, die Notenemission und die Steuereintreibung aus privater Hand in staatliche Regie zu überführen. Damit, so hoffte er, könne die öffentliche Hand ausreichend Gewinn machen und ihre Verbindlichkeiten ablösen.

John Law war mit den führenden Wirtschaftspolitikern seiner Zeit einig, dass reichlicher und zügiger Geldumlauf für die Volkswirtschaft förderlich sei. Die inflationären Gefahren einer solchen Politik verlor man gerne aus den Augen. Law – als Sohn eines Geldverleihers – war sich dieser Gefahren wohl bewusst. Er konnte sich jedoch von 1719 an gegen einflussreiche Entscheidungsträger in Paris nicht mehr durchsetzen. Deren ungehemmte Ausweitung der Banknoten- und Aktienemission heizte die Spekulationsblase noch an, die in die Katastrophe führen sollte.

John Law war eine der faszinierendsten Persönlichkeiten seiner Zeit. Von attraktivem Aussehen, intelligent und charmant, mit tadellosen Manieren, gleichzeitig ein kühl kalkulierender Draufgänger, musste er in jedem Salon der Haute volée Europas Erfolg haben. An der Schwelle zwischen der rigiden Barockkultur Ludwigs XIV. und dem lasziven Rokoko stehend, verkörperte Law beide Seiten. Seine Vorstellung, mit einem einzigen Finanzkonglomerat die Wirtschaft eines ganzen Landes steuern zu können, entsprach noch völlig dem Denken des Sonnenkönigs. Mit seinem abenteuerlichen Privatleben jedoch leitete er bereits über zu der Welt Watteaus und erscheint uns als ein Vorläufer Giacomo Casanovas.

(Text aus aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)

Videos zu John Law (arte):

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Giacomo Casanova. Dem Herrn Neuhaus, der sehr oft unterwegs war in ganz Europa, damals zu einer Zeit, ohne Kreditkarten ohne Euro. Giacomo Girolamo Casanova (* 2. April 1725 in Venedig; † 4. Juni 1798 auf Schloss Duchcov (Dux) im Königreich Böhmen, heute Tschechien) war ein venezianischer Schriftsteller, Abenteurer und Libertin des 18. Jahrhunderts, bekannt durch die Schilderungen zahlreicher Liebschaften. Schon im 19. Jahrhundert tauchte die Figur Casanova in künstlerischen Werken auf.

Von dem (?) man mittlerweile ja weiss: „Ich bin nicht Kunde bei Wegelin & Co., weil ich nichts von langfristigen Beziehungen halte.“ w)

Eine Art der Privatwerbung vom WERTMETALL BLOG, 

weil wir es für eine sehr  gute Werbeidee halten, sehr witzig, in der sonst doch recht tristen Bankenwelt

Information:  wegelin bei wiki

[Nachtrag vom 27.01.2012: Leider ist nun wegen US Aktivitaeten die gesamte Bank in eine derart schwierige Situation gekommen, dass es am 27.01.2012 in den Medien hiess:

27. Januar 2012, 13:32, NZZ Online

Bank Wegelin kapituliert im Streit mit den USA

Raiffeisengruppe übernimmt den Grossteil des Privatkundengeschäfts

Die älteste Schweizer Privatbank, die 1741 gegründete St. Galler Bank Wegelin, gibt auf. Sie ist durch die angedrohte Klage der USA offenbar in eine derart schwierige Situation gekommen, dass sie sich zu diesem radikalen Schritt entschieden hat. Die Raiffeisen-Gruppe, die ebenfalls in der Stadt St. Gallen ihren Hauptsitz hat, übernimmt den Grossteil des Privatkundengeschäfts von Wegelin.

Wegen der grossen Risiken des US-Geschäfts erfolgt die Übernahme über einen Umweg: Der Grossteil der Kunden und Mitarbeiter wird in eine neue «Notenstein Privatbank» transferiert, die von Raiffeisen zu 100 Prozent übernommen wird. Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart worden.]

Quelle  http://www.nzz.ch/ ]


02.02.2012. Jetzt wird die Rolle des Schweizer Bundesrats in der Sache näher analysiert: zB.

Im Editorial der Weltwoche 02.02.2012 schreibt der Chefredaktor Roger Köppel:

Wegelin:  Die zerstörte Bank scheint nichts Widerrechtliches getan zu haben. Enttäuschung über die USA.

Vertiefte Recherchen der Weltwoche lassen den Schluss zu, dass sich die kürzlich unter dem Druck amerikanischer Ankläger verkaufte Schweizer Privatbank Wegelin keine strafrechtlich relevanten Vergehen hat zuschulden kommen lassen. Weder nach amerikanischem noch nach schweizerischem Recht.

Die Bank wird von den Amerikanern beschuldigt, sich an einer conspiracy beteiligt zu haben, also an einer bandenmässigen Anstiftung amerikanischer Bankkunden zum Steuerbetrug. Letztlich hat der auf dieser Grund­lage entwickelte Klagedruck dazu geführt, dass die altehrwürdige Privatbank aufgetrennt und in Teilen verkauft werden musste. Die Drohung allein reichte, um den St. Gallern die Luft abzudrehen.

Nach Recherchen der Weltwoche gibt es bis heute keine Beweise, die eine Basis bilden könnten für den von den Amerikanern erhobenen Vorwurf der conspiracy. Um es in rechtlicher Hinsicht verständlich zu machen: Wenn der amerikanische Staat eine Schweizer Bank in Steuerdelikten vor den Richter bringen möchte, dann muss er ihr zwingend Anstiftung und aktive Beihilfe (conspiracy) zum ­Steuerbetrug und zu ähnlichen Vergehen nachweisen können. Gelingt ihm dies nicht, hat er keine Handhabe, gegen die Schweizer Bank vorzugehen.

Zum Vergleich: Der UBS konnten die US-Behörden stichhaltig nachweisen, dass sich die Bank aktiv an der Steuerumgehung von Kunden beteiligt hatte. Das bandenmässige Zusammenwirken zwischen Bank und US-Kunden liess sich zumindest in einigen Fällen beweisen. Nach unseren Informationen ist dies bei der Bank Wegelin nicht der Fall.

Was hat die Bank Wegelin getan? Sie hat in den Jahren 2008 und 2009 eine Reihe von US-Kunden unter anderem von der UBS übernommen. Nach unseren Recherchen hat sie sich nicht aktiv um diese Kunden bemüht. Sie scheint keine Amerikaner angeworben zu ­haben, es gab keinen speziellen US-Desk zur Betreuung von US-Kunden. Es lassen sich, soweit man das heute beurteilen kann, keine Hinweise finden, die zeigen würden, dass die Bank ­aktive Beihilfe oder gar Anstiftung zu Steuerdelikten gegeben hätte.

Gewiss: Es stimmt, dass Wegelin US-Kunden mit unversteuertem Geld annahm. Das mag unklug gewesen sein und politisch unsensibel vor dem Hintergrund der UBS-Affäre. Bevor man zu vorschnellen Verurteilungen greift, sollte man sich allerdings vor Augen halten: Nach Schweizer Recht ist es einer Bank verboten, zu Steuerdelikten anzustiften oder Beihilfe zu leisten. Die passive Annahme von unversteuertem Geld ist nach Aussage von Juristen weder in der Schweiz noch in Amerika verboten. Es gibt kein Gesetz, nach dem sich Wegelin strafbar gemacht hätte, und in Rechtsstaaten gilt nach wie vor der Grundsatz, dass es ohne Gesetz auch keine Strafe geben kann.

So verdichten sich die Hinweise, dass die Bank Wegelin zu Unrecht ins Visier der US-Behörden geraten ist. Pointierter ausgedrückt: Möglicherweise kam Wegelin nur deshalb unter Beschuss, weil die Amerikaner eine aggressive, sagen wir: imperialistische Auslegung der ­eigenen Steuergesetze vornahmen. Dass die Amerikaner dies taten, ist enttäuschend. Dass die Schweizer Behörden nichts dagegen unternahmen, ist erschütternd.

Der Bundesrat hat sich bisher im Wesentlichen darauf beschränkt, der enthemmten US-Justiz moralische Schützenhilfe zu gewähren. Finanzministerin Widmer-Schlumpf äus­serte sich schon im letzten Jahr kritisch über Schweizer Banken, die amerikanische UBS-Kunden aufgenommen hätten. Ihre Kollegen Schneider-Ammann und Leuthard verbreiten ebenfalls Verständnis für die skandalöse Neigung der Amerikaner, während Friedensverhandlungen den Schweizer Finanzplatz unter Feuer zu nehmen.

Chef-Unterhändler Michael Ambühl, beauftragt, mit den USA eine Gesamtlösung im Steuerstreit auszufechten, hatte bisher zwar keinen erkennbaren Erfolg, aber immerhin lässt er im Gespräch durchblicken, dass er die Angriffe weit fragwürdiger findet als seine Vorgesetzten im Bundesrat, die öffentlich die Schweizer Banken kritisieren und damit Ambühls Verhandlungsposition untergraben.

Das Unheimliche an den Vorgängen ist die schleichende Abwrackung von Rechtssicherheit und Bankkundengeheimnis in der Schweiz. Ohne dass die Stimmbevölkerung ­etwas dazu zu sagen hätte, werden vormals eherne Bestände unseres Rechtsstaats zu ­Grabe getragen. Die Behörden vermittelten phasenweise den Eindruck, als ob es sich bei den von uns jahrzehntelang gehätschelten US-Kunden um Schwerverbrecher handle, die man schleunigst auf einer Sondermülldeponie entsorgen müsse. Das abfällige Gerede über «amerikanische Steuerbetrüger», das bis hinauf in den Bundesrat gepflegt wird, ist eine Schutzbehauptung, die von der irritierenden Tatsache ablenken soll, dass die Regierung nichts dagegen unternimmt, wenn die US-Justiz auf dürrer Rechtsgrundlage einen Feldzug gegen den Schweizer Finanzplatz führt.

Natürlich ist die Frage nicht einfach zu beantworten, wie die Schweiz auf Drohungen der Supermacht Amerika reagieren soll. Die USA entwickeln eine zusehends abstossende Tendenz, ihr Recht grenzübergreifend anzuwenden. Erkennbar ist eine immer aggressivere Auslegung dessen, was eine Verletzung der amerikanischen Staatskassen bedeuten könnte.

Die Schweiz kann sich nicht mit Flugzeugträgern und Marschflugkörpern wehren, aber sie kann den eigenen Rechtsstandpunkt entschiedener zur Geltung bringen. Der Bundesrat muss sich spätestens jetzt geschlossen und einstimmig hinstellen. Jegliche Kritik an den ­eigenen Banken darf er privat äussern, aber ­sicher nicht öffentlich. Die Botschaft an die andern lautet, dass man es nicht dulden werde, dass die Amerikaner während der Verhandlungen weitere Banken attackieren. Der Zürcher Finanzprofessor Martin Janssen hat dazu bedenkenswerte Vorschläge eines Schutzschirms unter Beteiligung der Finanzmarktaufsicht und der Nationalbank entwickelt.

Wir wollen den Strafuntersuchungen nicht vorgreifen, aber nach heutigem Wissensstand sind wir mit der traurigen Tatsache konfrontiert, dass eine unbescholtene Schweizer Privatbank mit fragwür­digen Methoden kaputtgeklagt wurde, ohne dass sich die Schweiz dagegen zur Wehr setzte. Dass der Angriff ausgerechnet aus Amerika kam, betrübt ­alle, die in den Vereinigten Staaten, vielleicht ­naiv, den Inbegriff von Freiheit, Marktwirtschaft und Rechtsstaatlichkeit gesehen haben.

[Quelle]

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Einzelbelege John Law

  1. „Verkehrt an John Law war nicht, daß er Zahlungsmittel in vacuo schuf, sondern daß er sie für Zwecke verwandte, die scheiterten.“ Joseph A. Schumpeter: Konjunkturzyklen. Eine theoretische, historische und statistische Analyse des kapitalistischen Prozesses. Bd. I, Göttingen 1961, S. 122 (engl. Business Cycles. A Theoretical, Historical, and Statistical Analysis of the Capitalist Process. New York 1939)
  2. Paul Strathern. A Brief History of Economic Genius. Thomson Texere, New York, 2001 ISBN 1-58799-189-6 S. 56.

Werke

  • Money and Trade Considered – With a Proposal for Supplying the Nation with Money, 1705 [1]

Literatur

Fachliteratur

  • Kwass, Michael: Privilege and the Politics of Taxation in Eighteenth-Century France: Liberté, Egalité, Fiscalité, Cambridge 2000.
  • Murphy, Antoin E.: John Law. Ökonom und Visionär, Düsseldorf 2002.
  • Sonenscher, Michael: Before the Deluge. Public Debt Inequality and the intellectual Origins of the French Revolution, Princeton 2007.
  • Lüthy, Herbert: La Banque Protestante en France de la Révocation de l’Édit de Nantes à la Révolution (1685-1794), 2 Bde., Paris 1959/1961.

Weblinks

 Commons: John Law – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Henri Jacques Nompar de Caumont, duc de La Force Generalkontrolleure der Finanzen
5. Januar 172028. Mai 1720
Michel Robert Le Peletier des Forts
Personendaten
NAME Law, John
KURZBESCHREIBUNG schottischer Nationalökonom und Bankier
GEBURTSDATUM 16. April 1671, evtl.  21. April 1671
GEBURTSORT Edinburgh
STERBEDATUM 21. März 1729
STERBEORT Venedig
w) Wegelin & Co. Werbung, s. oben: WobeiDER Casanova, der Giacomo Girolamo, auch nicht Kunde hätte werden können bei „Wegelin & Co.“, da die Privatbank Wegelin damals noch nicht so hiess, als die Co. 1741 gegründet wurde. Aber das tut der WerbeIdee keinen Abbruch, sie bezieht sich ja keinesfalls nur auf diesen Casanova, sondern auf alle „Neuhaus“ dieser Welt, die nichts von langfristigen Beziehungen halten 🙂

EUR CHF SNB 15.12.2011 Euro-Wechselkursgrenze bleibt bei 1.20 Franken

Die Schweiz hatte mittlerweile schon einige Abwertungen [mehr], am 15.12.2011 wurde die schon am 6.09.2011 durch die SNB erfolgte < CHF zum EUR Abwertung > durch die SNB  – noch – nicht erhöht.

Die Berner Zeitung schreibt:

Die Schweizerische Nationalbank hebt die Wechselkursgrenze zum Euro nicht an. Der Leitzins bleibt bei 0 bis 0,25 Prozent. Erstmals hat die SNB auch eine Wachstumsprognose fürs nächste Jahr abgegeben.

Bei der heutigen Bekanntgabe des Leitzinses durch die Schweizerische Nationalbank (SNBN960 1.48%) (SNB) war die Aufmerksamkeit weniger auf den Zinsentscheid als auf die Euro-Wechselkursgrenze gerichtet. Die SNB belässt das Zielband des Leitzinses bei 0 bis 0,25 Prozent. Auf diesem Tiefstand befindet sich der Zins seit August. Die Währungshüter haben ihren Spielraum für eine expansive Geldpolitik ausgeschöpft.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält ausserdem an ihrer bisherigen Strategie fest: Sie will den Euro-Mindestkurs bei 1,20 Franken verteidigen. Sie ist hierfür nach wie vor bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen. Die Nationalbanker halten in ihrer Mitteilung jedoch fest, dass sie den Franken nach wie vor als «hoch bewertet» ansehen. Sollten es die Wirtschaftsaussichten und die deflationären Risiken erfordern, seien sie «bereit, jederzeit weitere Massnahmen zu ergreifen».

0,5 Prozent Wachstum im 2012

Im Fokus standen heute auch die Einschätzung der SNB zur Entwicklung der Konjunktur und der Inflation. Die Nationalbank sieht nun für das laufende Jahr noch ein BIP-Wachstum von 1,5 bis 2 Prozent. Die Expansion sei jedoch einzig der guten Konjunktur in der ersten Jahreshälfte geschuldet. Seither haben sich im Urteil der SNB die Aussichten stark eingetrübt.

Erstmals haben die SNB-Ökonomen auch eine Prognose für 2012 abgegeben. Sie erwarten ein Wachstum «in der Grössenordnung» von 0,5 Prozent. Die Entwicklung sei aber in hohem Mass vom Verlauf der Eurokrise abhängig, das internationale Umfeld sei von hoher Unsicherheit geprägt.

Die Inflationsprognose für 2011 hat die SNB von 0,4 Prozent auf 0,2 Prozent gesenkt. Für 2012 prognostiziert die SNB weiter eine negative Jahresteuerung von -0,3 Prozent. Die Inflationsprognose für das Jahr 2013 wurde auf 0,4 Prozent nach zuvor 0,5 Prozent gesenkt.

Diskussion um Euro-Wechselkursgrenze

Weil sich die Wachstumsaussichten der Schweizer Wirtschaft für 2012 weiter verschlechtert hätten, müsse die SNB ihre Geldpolitik noch expansiver gestalten, hatte Ökonom Reto Hünerwadel vom UBS Investment Research in einem Kommentar vor der heutigen Bekanntgabe der SNB geschrieben. Dass die SNB den bisherigen Mindestkurs recht mühelos verteidigen konnte, würde für eine Anhebung auf 1,25 Fr. sprechen.

Die Mehrheit der Ökonomen erwarteten jedoch zumindest vorerst keine Veränderung der Wechselkurs-Untergrenze. Eine Anhebung auf 1,25 Franken würde für die Schweizer Exportwirtschaft wohl keinen grossen Unterschied ausmachen, nachdem der Franken zuletzt im Bereich von 1,23 und 1,24 Fr. gehandelt wurde, meinte etwa Alessandro Bee von der Bank Sarasin gegenüber der Finanznachrichtenagentur AWP.

Auch Janwillem Acket, Chefökonom der Bank Bär, sieht den Zeitpunkt für eine Anhebung der Untergrenze noch nicht gekommen. Die SNB müsse ihr Pulver trocken halten für den Fall, dass sich die europäische Schuldenkrise wieder verschärft und eine neue Flucht in den Franken einsetzt, sagte Acket gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Dann hätte die SNB alle Hände voll zu tun, die 1,20-Franken-Marke zu verteidigen. (rub/sda)

Erstellt: 15.12.2011, 09:35 Uhr

[Quelle] http://www.bernerzeitung.ch/wirtschaft/konjunktur/EuroWechselkursgrenze-bleibt-bei-120-Franken/story/29236030

Mehr zum Thema va. auch schweiz. Waehrungs Abwertungen hier.

Buchtipp:
Prof. Dr. Bernd-Thomas Ramb
Der Zusammenbruch unserer Währung
So bereiten Sie sich richtig auf den Zusammenbruch des Euro vor!
Ein brillant recherchiertes und für jedermann verständlich geschriebenes Buch. Die Politiker können beschwichtigen und lügen, wie sie wollen: Der Euro wird kippen – und wer sich nicht darauf vorbereitet, der wird alles verlieren, wofür er ein ganzes Leben gearbeitet hat. Das Buch ist für jeden Menschen mit »Grips im Kopf« eigentlich Pflichtlektüre. Kein Börsen-Marktschreier, kein 25-jähriger Bank-»Anlageberater« spricht hier. Die Fakten stammen von einem unbestechlichen Wirtschaftswissenschaftler und Mathematiker. Prof. Dr. Bernd-Thomas Ramb (62) nennt das Kind beim Namen: Er sagt, warum der Euro zusammenbrechen muss. Er zeigt, in den kommenden Jahren wird eine Währungsreform immer wahrscheinlicher. Er nennt die wahren Schuldigen beim Namen, hält Politiker, die weiter hemmungslos Schulden machen, schlicht und einfach für »Kriminelle«, weil sie unseren Kindern und Enkeln die Zukunft rauben. Er gibt seriöse Hinweise, wie sich »kleine« Leute, Mittelständler und auch »größere Fische« auf den mit Sicherheit bald einsetzenden Zusammenbruch unserer Währung solide vorbereiten können und ihn auch »überleben«. Und auch das sagt er erstmals in aller Klarheit: Die Bank ist nie dein Freund! Die angebliche »Wirtschaftserholung« ist lediglich ein vorübergehender Scheinaufschwung auf Pump.
Paperback, 168 Seiten, zahlreiche Abbildungen

Was, wenn es wirklich kracht? Das Ende der Mittelklasse (nicht nur)

Was einem so zum Begriff  # occupy, #occupy, sofort in den Sinn kommt: „OK U Pay“, also am Ende zahlt U, YOU, DU, “ OK DU  ZAHLST „, also die Mehrheit der Bevölkerung zahlt, wie es bei jeder der Weltwirtschaftskrisen schon so war  (oder auch früher bei den Länderkrisen, man denke an Frankreich, und John Law [mehr]), die schon waren, ist ja auch schlüssig, dafür werden sie ja auch produziert und nur ein Bruchteil einer kleinen Minderheit merkt es jeweils genügend früh – heute sind es prozentual gesehen immer mehr – DASS dies ein Systemfehler ist, allerdings ein bewusst produzierter; wenn man nur an die publizierten Worte eines N. Senn UBS- Ehrenpräsident, denkt, der sagte: „Wenige verstehen das Bankengeschäft (…)“ Halleluja!

Da ist die Henry Ford zugeschriebene diesbezügliche Aussage wenigstens ehrlich umfassender formuliert:

Es ist gut, dass die Menschen des Landes unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn sonst, so glaube ich, hätten wir noch vor morgen früh eine Revolution. (Henry Ford)

Leider wird auch die # occupy Basisbewegung wieder gesteuert, deshalb auch der Name, feinst säuberlich ausgesucht # occupy =  OK U PAY!, schon richtig dreist so was. (Das ist der aktuelle Einsatz eines EZB Bankers Papademos in GR Regierung noch harmlos [mehr])

Zum Thema – nun endlich im Mainstream – am 12.11.2011 im Tages Anzeiger, Zürich, Schweiz (nicht in  der EU).  Der Artikel:

Das Ende der Mittelklasse

Eine Analyse von: Constantin Seibt. Aktualisiert am 12.11.2011 318 Kommentare

Was, wenn es wirklich kracht? Was wird dann aus unseren Konten und Jobs? Und was aus unseren Köpfen? Zum grossen Knall fehlt eigentlich nur noch ein letzter Funken Angst.

Angst und Empörung: Schilder von Aktivisten der Bewegung «Occupy Paradeplatz» in Zürich.

Angst und Empörung: Schilder von Aktivisten der Bewegung «Occupy Paradeplatz» in Zürich.
Bild: Keystone

Das Ende der Mittelklasse

Eine Analyse von: Constantin Seibt. Aktualisiert am 12.11.2011 318 Kommentare

Was, wenn es wirklich kracht? Was wird dann aus unseren Konten und Jobs? Und was aus unseren Köpfen? Zum grossen Knall fehlt eigentlich nur noch ein letzter Funken Angst.

Welchen Tag wird man im Rückblick für die Geschichtsbücher nehmen? Den Tag, als die Bancomaten kein Geld mehr ausspuckten? Den Tag, als Kunden die Schalterhallen der Banken stürmten? Als sie sie anzündeten?

Klar ist nur: Der Tag ist denkbar. Noch nicht wahrscheinlich, aber denkbar. Denn alles steht bereit für eine gigantische Kettenreaktion: ein klammes Bankensystem, ein gespaltenes und gefesseltes Amerika, ein verschuldetes Europa ohne Plan. Bedrohlicher als der Mangel an Geld noch scheint der Mangel an Klarheit. Zwar jagen sich Gipfel, Finanzspritzen, Rettungsaktionen, doch besteht in den Machtzentralen keine Einigkeit über Diagnose und Therapie: mal milliardenteure Feuerwehreinsätze, mal zerstörerische Sparpläne.

Zum grossen Knall fehlt eigentlich nur noch ein letzter Funken Angst: ein Moment der Panik. Es wäre ein historischer Tag, der Tag, an dem die dominierende Kaste der letzten 75 Jahre ihre Macht verliert: die westliche Mittelklasse.

Eine weisse Landkarte

Sicher: Noch ist es möglich, dass der Tag nicht anbricht. Dass dank der Notenpresse der vereinigten Zentralbanken Finanzinstitute und Staaten durchgeseucht werden, dass die Chinesen den Westen als Grosskunden herausboxen, dass EU und USA ihre tausend Wunden mit tausend Pflastern zum Versiegen bringen. Trotzdem: Die aktuelle Konstruktion der Weltwirtschaft gleicht mit ihren wechselseitigen Krediten der Wohnung eines Wahnsinnigen, der alle Gegenstände eines Zimmers mit Fäden aneinander gesichert hat. Eine falsche Bewegung – und wo ein Salon war, ist nun ein Trümmerhaufen.

Was also passiert, wenn das Weltfinanzsystem zusammenbricht? 2008, nach dem Lehman-Crash, war die Welt ein paar Mal nur Stunden davon entfernt. Damals entschieden sich mehrere Staaten erst im letzten Moment für die Rettung der Banken. Was wäre passiert, wenn nicht? Das Erschreckende an diesem Szenario ist: Es existiert nicht. Niemand weiss, was dann passiert wäre. Befragt man Experten, sagen diese: undenkbar. Der Crash ist eine weisse Landkarte: Seine Folgen sind vielleicht nicht undenkbar, aber ungedacht.

In Zürich planen einige Leute bereits. Je nach Portemonnaie empfehlen sie Positionen in Gold, Landkäufe oder ein paar Tausender unter der Matratze. Das sind hilflose Investments. Denn kommt es zum grossen Krach, ist die Kettenreaktion unvorhersagbar: Niemand weiss, wen und was es erwischt. Klar ist nur, dass es keinen sicheren Ort gibt. Tausende Firmen, Milliarden an Vermögen, Millionen Jobs werden aufhören zu existieren.

Die entwertete Erfahrung

Doch der Verlust von Geld, Pension, sogar von Jobs wäre noch die freundliche Seite der Katastrophe. Selbst wer Glück hat und Vermögen und Beruf behält, wird einen noch härteren Verlust erleiden: Denn ein Crash würde nicht nur Papiere entwerten, sondern vor allem die eigenen Erfahrungen. Es könnte gut sein, dass die Milliarde Menschen der westlichen Mittelklasse eines Tages das Schicksal der russischen Aristokraten nach der Revolution teilen: Daheim waren sie mächtig, im Exil verlorene Figuren.

Das einfach deshalb, weil die Welt ihrer Jugend verschwunden war. Und dadurch alles wegfiel, was sie gelernt hatten, an Hierarchien, Zielen und Plänen, Urteilen und Vorurteilen, Höflichkeitsregeln, Karrieretechniken. Nichts zählte mehr in der neuen Welt: nicht die Ideale, nicht die Routinen, nicht die Erziehung. Das Einzige, was ihnen blieb, war Tee, Melancholie und strapazierte Würde.

So geht es auch uns: Die Art, wie wir das Leben beurteilen – all das wurzelt in unserer Jugend in der breiten, reichen Mittelklasse. Dabei ist es egal, ob jemand Konformist ist oder das Gegenteil: Verschwindet ihre Welt, verschwindet die Person.

Klar ist nur, dass die optimistische westliche Mittelklasse auch ohne Crash nicht mehr die Welt unserer Kinder sein wird. So haben in den letzten 30 Jahren vor allem Konzerne und Superreiche Profit gemacht. Und da Geld Macht und Macht Geld bedeutet, rutscht die Demokratie Stück für Stück Richtung Oligarchie. Und der Schwung des wirtschaftlichen Aufstiegs und somit der Optimismus haben sich verschoben: nach Asien, Indien, sogar nach Afrika. Selbst wenn das System nur bröckelt statt fällt, ist die Welt unserer Kinder schon heute eine irritierend freiere und einiges härtere, als es die Welt der Eltern war: Der Drill reicht von Frühchinesisch übers Lernstudio bis zu weit strafferen Universitäten. Dafür sind die Informationen inflationär. Und das Geld ist knapp. In weiten Teilen der USA und Europa herrscht Massenjugendarbeitslosigkeit.

Den Eltern bleibt damit je länger, je mehr das Los der Verschonten: als lange luxuriös lebende Aristokraten, die ihre Jugend mit absurden Problemen auf absurden Partys verbracht haben. Sie haben vielleicht etwas zu erzählen, aber nichts Heutiges mehr zu sagen.

Wie ein vergilbtes Foto

Was also tun – wenn die Welt der Mittelklasse endet, mit einem Winseln oder mit einem Knall? Ausser wach zu bleiben, bleibt wenig. Die klügste Vorbereitung ist, sich zu erinnern, dass man durch stürmische Zeiten besser mit weniger als mit mehr Gepäck kommt.

Die klügste Versicherung wäre somit, den eigenen Besitz schon als Erinnerung zu sehen – leicht vergilbt wie auf einer alten Fotografie. Und nicht nur vom materiellen Besitz probeweise Abschied zu nehmen, sondern auch die eigenen Erkenntnisse und Erfahrungen, die Anekdoten und Strategien, den eigenen Kopf versuchsweise als Vergangenheit zu sehen.

Erstellt: 12.11.2011, 06:59 Uhr

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Das-Ende-der-Mittelklasse/story/26498469

in der Beilage html alle bis dato erhältlichen Kommentare

einer zB:

Benjamin Puhl

12.11.2011, 07:13 Uhr Kaum zu glauben, dass ein solches Gedankenspiel nun endlich einmal in der mainstream-Presse erscheint. Noch vor wenigen Monaten wurden diejenigen Wirtschaftswissenschafter, welche vor einem solchen Szenario seit Längerem warnen, Untergangspropheten, Verschwörungstheoretiker oder Schlimmeres geschimpft. Bin darüber ehrlich gesagt besorgt…

Ja, das ist absolut bemerkenswert erfreulich

In D gibt es die Partei der Vernunft, diese klärt die Leute via Parteipolitik über viele der Systemfehler auf, bei uns in der Schweiz ist so etwas bis dato leider noch nicht zu finden. Es scheint, in den Hallen zu Bern, tragen sehr viele eine Schlafbrille und Ohrstöpsel. Wenigstens ein Thomas Minder (deshalb heisst er vermutlich so. siehe oben zu „ein Bruchteil einer kleinen Minder-heit“ hat es nun in den Ständerat geschafft. Gratulation!

Er hat einen Feldstecher, ein Fernglas – für unsere deutschen Leser –  in seinen Händen:

Thomas Minder, Neuer Schweizer Staenderat 11.2011

Auf seiner Site bei http://www.minder.sh/standpunkte/index.html zu finden:

Schlanker, effizienter Staat; übernimmt nur jene Aufgaben, welche die Gesellschaft oder die Privatwirtschaft nicht in der Lage sind zu tragen

In der neusten Ausgabe der „Zeit“ heisst es nun auf dem Titel „Banker, Bankster“, gut, dieses Aufwachen endlich er-leben zu können.

Hinweis, ist Papademos [mehr] das Synonym für den Vater aller Demos? Das nun bald die Mehrheit merkt, WAS wirklich geschieht auf diesem Planeten?

Schweizer Wirtschaft könnte an den Rand einer Rezession geraten

Schweizer Wirtschaft könnte an den Rand einer Rezession geraten… Radio DRS 3 12:30, 06.11.2011 das sei ein Statement in der NZZ vom Sonntag von einem der oberen Papier- und elektron. Geld Drucker der Schweiz, sog. SNB, mit Oxford Uni Meriten (Oxford University, das ist die University an der auch Prinz Charles war.)

Kommentar dazu: „Ach ja, wirklich?“

Dazu:

Hintergrund: Was, wenn Griechenland Pleite geht?

Die Lage ist brisant: Kommt das zweite Rettungspaket für Griechenland nicht, droht rasch die ungeordnete Insolvenz. Was aber bedeutet das?

Angenommen, jemand hat Schulden in Höhe von 100 Franken. Steht diese Person vor der Pleite, kann sie das Geld nicht komplett zurückzahlen und bietet stattdessen beispielsweise 50 Franken an. Wenn sich der Kreditgeber damit zufrieden gibt, spricht man im Allgemeinen von einem geordneten Zahlungsausfall. Verweigert der Schuldner aber die Rückzahlung oder bleibt keine Zeit mehr für eine Einigung, handelt es sich um eine – im Falle Griechenlands gefürchtete – ungeordnete Insolvenz.

Was ist daran so schlimm?
Anders als für Unternehmen und Privatpersonen gibt es für Staaten kein festgelegtes Verfahren für eine Abwicklung. Wenn Griechenland seine Schulden nicht mehr bedienen kann, könnte kein Insolvenzverwalter das Staatsvermögen unter den Gläubigern aufteilen. In der Regel verhandeln Staaten in solchen Fällen zwar, da sie sich früher oder später wieder über Anleihen an den Kapitalmärkten finanzieren müssen und das Vertrauen der Investoren deshalb nicht endgültig verspielen dürfen.

Warum ist die Situation in Griechenland so prekär?
Etliche Gläubiger Griechenlands könnten einen radikalen Schuldenschnitt nicht verkraften. Dabei handelt es sich vor allem um Banken, von denen viele ohnehin eine zu dünne Eigenkapitaldecke haben. Selbst der auf dem jüngsten EU-Gipfel vereinbarte, freiwillige Schuldenschnitt in Höhe von 50 Prozent könnte einige Institute in Schieflage bringen. Würde der Zahlungsausfall drastischer ausfallen und abrupt kommen, wäre die Finanzbranche darauf nicht vorbereitet. Experten fürchten einen Flächenbrand ähnlich wie nach dem Crash der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008. Es gibt jedoch noch weitere Schreckensszenarien, die im Fall einer unkontrollierten Pleite eintreten könnten.

Welche Rolle spielen Kreditausfallversicherungen?
Die sogenannten «Credit Default Swaps» (CDS) sind im griechischen Schuldendrama die grosse Unbekannte. CDS sind Versicherungen, mit denen sich Investoren gegen den Ausfall von Anleihen schützen können. Das Problem: Der CDS-Markt ist weitgehend unreguliert – viele Investoren nutzen CDS nicht nur zur Absicherung, sondern auch für Spekulationen. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie hoch das Volumen der ausstehenden Kontrakte ist und welche Risiken sich daraus ableiten. Experten warnen vor einem Dominoeffekt an den Finanzmärkten. Schlimmstenfalls könnte ein Staatsbankrott Griechenlands auch andere Euro-Länder in grosse Schwierigkeiten bringen.

Wie gross ist die Gefahr für andere Euro-Staaten?
Sehr gross – zum Teil spüren sie die Auswirkungen des griechischen Dramas schon ganz direkt. Irland und Portugal mussten schon nach der ersten Zuspitzung der Griechenland-Krise gerettet werden. Vor Monaten hatte sich die Krise auch auf die Euro-Wirtschaften Nummer drei und vier, Italien und Spanien, ausgeweitet. Deutlich wird dies an spürbar erhöhten Zinsen, die beide Länder für neue Schulden bezahlen müssen. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen und Italien und Spanien womöglich vom Kapitalmarkt abgeschnitten werden, käme selbst der Rettungsschirm EFSF in Bedrängnis. Denn das EFSF-Kreditvolumen würde bei weitem nicht ausreichen, um Italien und Spanien gleichzeitig zu stützen. Erschwerend kommt hinzu, dass die zuletzt beschlossene Erhöhung der EFSF-Schlagkraft in Form eines Versicherungshebels noch nicht einsatzbereit ist.

Welche Folgen ergäben sich für Griechenland?

Sollten die Griechen unvermittelt pleite gehen und zudem aus dem Euroraum austreten, würde das Land vermutlich ins wirtschaftliche Chaos stürzen. Die bereits jetzt starke Rezession dürfte sich nochmals wesentlich verschärfen. Zudem dürfte eine schnelle Wiedereinführung der alten Landeswährung, der Drachme, allein technisch unmöglich sein. Aber selbst wenn dies gelänge, stünde Athen vor einem Scherbenhaufen: Mangels Kreditwürdigkeit und internationaler Finanzhilfen müsste das Land seine Staatsausgaben schlagartig und drastisch reduzieren. Zudem würden sich die in Euro aufgenommenen Altschulden vervielfachen, da die alte und neue Währung Drachme stark abwerten dürfte.

Könnte die Eurozone an der Griechenland-Krise zerbrechen?

Das ist schwer zu sagen. Als letzter Schutzwall steht nach wie vor die Europäische Zentralbank (EZB) bereit, die über den Kauf von Staatsanleihen den Finanzierungsdruck auf angeschlagene Länder lindern und so das schlimmste verhindern könnte. Eine dauerhafte Lösung ist das aber nicht: Zwar verfügt die Notenbank theoretisch über unbegrenzte Mittel zur Krisenbekämpfung. Mit dem Kauf von Staatsanleihen lädt sie sich aber Risiken auf. Das macht sie nicht zuletzt politisch angreifbar. Bereits jetzt steht die EZB wegen ihrer milliardenschweren Käufe italienischer und spanischer Staatsanleihen im Kreuzfeuer der Kritik. (dpa)


Dossier, Letztes Update: Donnerstag, 3.11.2011

Die Schuldenkrise in Europa

Wegen der immensen Staatsschulden einiger europäischer Länder ist der Euro massiv unter Druck geraten. Trotz eines Billionen-Rettungsschirms für Defizitsünder ist die Einheitswährung noch lange nicht über den Berg. Bislang sind Griechenland, Irland und Portugal auf Finanzhilfe angewiesen. Und weiterhin droht eine grosse Ansteckungsgefahr für andere Euro-Staaten.


Text aus DRS3.ch, dort heisst es „Verantwortlich für diese Seite: news.online

Pelzig im ZDF macht KRISENVORSORGE 01.11.2011 Quadrilliarden geben Luft nach oben, aktuell erst bei Billion

[ link auf die komplette ZDF Sendung]

Pelzig im ZDF macht KRISENVORSORGE 01.11.2011

Der Prophet* Erwin Pelzig

* obwohl jeder denkende Mensch die gleichen Erkenntnisse aus der aktuellen Lage heraus bezüglich wirtschaftlicher Zukunft haben müsste, müsste (…)

 

[weiterlesen]

Die fatalen Fehler der SNB ! Marc Meyer (ehemaliger UBS-Analyst) analysiert exakter als die SNB?

Artikel zum NachDenken: Das „?“ im Titel ist rein rhetorischer Natur

«Die Nationalbank kann nicht einfach so viel Geld drucken, wie sie will.» Die Ausgabe einer Banknote bedeute für die Zentralbank eine Schuld. Die SNB verwechsle Eigen- mit Fremdkapital – «ein fataler Irrtum!» 1)

Diese Tatsache, die auch mit der Nichtkenntnis der Giralgeldfunktion*, dass der Wert erst bei der Schuld entsteht und der Tatsache des sog. Mindestreservesystems, die dazu führt, dass die Geldschöpfung – substanztechnisch betrachtet – beinahe zu 90 bis 97% aus Luft erfolgt, ist offenscheinlich auch einigen SNB Bankangestellten nicht bekannt. (Dazu auch ein professorales Statement http://bit.ly/aktuelles-bank-luft-system-094 )

* auch bei vielen Bankangestellten (Anm. den meisten, s. Statistik des AV ch 10.2011)

1) Dazu auch ein Artikel aus 20min.ch (exakter link nachfolgend) von Sandro Spaeth:

Wer die Nationalbank kritisiert, wird von der Branche geächtet. Keiner weiss das besser als der ehemalige UBS-Analyst Marc Meyer. Nun ätzt er wieder gegen SNB-Präsident Hildebrand und Co.

storybildNationalbankkritiker Marc Meyer ist heute Lehrer – statt gutbezahlter Banker. (Bild: Keystone)

Ihr HinweisEr hat einst mit Joe Ackermann, dem heutigen Chef der Deutschen Bank, gearbeitet. Sergio Ermotti, Topkandidat für die Nachfolge von Oswald Grübel als UBS-CEO, kennt er von seiner Zeit bei der Citicorp. Marc Meyer hat eine grosse Karriere als Banker vor sich gehabt. Doch heute ist der begabte Ökonom Lehrer in Basel. Lehrer für Wirtschaftsgymnasiasten. Meyer ist einer, der genau weiss, wie es funktioniert.
Die Führungscrew der Schweizerischen Nationalbank (SNB).
Die Führungscrew der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Bildstrecken Sie bestimmen die Zukunft der Schweiz

Als Analyst im Market-Strategy-Team der UBS beschäftigte er sich täglich mit komplizierten Charts. Versuchte aus dem Datenwirrwarr die richtigen Anlagestrategien abzuleiten. Meyer hatte seinen Traumjob. Bis er sich mit einer beissenden Kritik über die Anlagestrategie der Nationalbank zu sehr exponierte. Und von seinem Arbeitgeber UBS geschasst wurde. Das war 1996.

Analyst ohne Lohn

Die Kündigung hat Meyer noch immer nicht verdaut. «Der Rauswurf war einfach nicht fair», sagt er und streicht mit dem Zeigefinger zärtlich über seinen Oldtimer, den er mit dem Geld aus den Banker-Jahren gekauft hat. Es ist ein Jaguar E-Type, Jahrgang 1963. Ein echtes Schmuckstück.

Der 56-jährige sieht sich noch immer als Analyst. Nur dass ihn heute niemand mehr für seine Analysen bezahlt. Wer die Notenbank kritisiere, arbeite nie mehr für ein Schweizer Finanzinstitut, sagt Meyer. Langsam kommt er in Fahrt. «Die Nationalbank hat einen langen Arm.» Wirkt der Junggeselle darum im Klassenzimmer, statt am Paradeplatz?

Marc Meyer ist einer der schärfsten Kritiker von SNB-Präsident Philipp Hildebrand und dessen Vize Thomas Jordan. Die Aktionen des Direktoriums beobachtet er mit Argusaugen. Dass die SNB Anfang September eine Kursuntergrenze zum Euro von 1.20 ausrief, missfällt ihm sehr. Das Direktorium habe masslos überreagiert, findet Meyer. Die Euroschwäche sei per Saldo für die Schweizer Volkswirtschaft sogar vorteilhaft. Zudem könne die Nationalbank den Euro über längere Zeit gar nicht stützten. Die Übermacht der Finanzmärkte sei zu gross.

«Ein fataler Irrtum!»

Um den Eurokurs stabil zu halten, muss die Nationalbank auf den Devisenmärkten intervenieren. Sie kauft Euro gegen Schweizer Franken. Was zu riesigen Mengen von Währungsreserven führt, die im Falle eines neuerlichen Euro-Absturzes zu einem immensen Verlust führen und das Eigenkapital der Notenbank schmälern. Die Notenbanker finden das nicht weiter schlimm: «Die Zentralbank kann sämtlichen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen, weil sie die benötigte Liquidität selber schaffen kann», sagte SNB-Vize Thomas Jordan an einem Referat in Basel. Eine Zentralbank könne gar nicht in Liquiditätsprobleme geraten.

Es sind solche Aussagen, die Marc Meyer auf die Palme bringen. «Die Nationalbank kann nicht einfach so viel Geld drucken, wie sie will.» Die Ausgabe einer Banknote bedeute für die Zentralbank eine Schuld. Die SNB verwechsle Eigen- mit Fremdkapital – «ein fataler Irrtum!» Meyer folgert: Wenn die Nationalbank bei negativem Eigenkapital Geld druckt, steigen lediglich die Schulden, statt dass Löcher gestopft werden können.

Gefangen in der Religion

So weit einleuchtend. Doch warum glaubt ihm niemand? Meyers Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: «Einen so einfachen Fehler will niemand zugeben. Die Notenbanker sind in ihrer Religion gefangen!»

Religion? In Meyers Worten ist missionarischer Eifer zu spüren. Er hat Grund für Vehemenz: «Wenn niemand aufbegehrt, droht der grosse Crash», sagt er. Die Schweizer Wirtschaft könnte an dieser Notenbank-Politik zu Grunde gehen. Im Fall von negativem Eigenkapital müssten die Gläubiger der SNB – die Geschäftsbanken – ihre Giroguthaben bei der SNB abschreiben. Was laut Meyer zu Konkursen von Geschäftsbanken führen wird.

Unzählige Briefe hat Meyer in den letzten Jahren an die Verantwortlichen der Nationalbank geschrieben. Substanzielle Antworten hat er nie erhalten. Seinen Verriss des Referats von SNB-Vize Jordan in Basel sandte Meyer auch an die Bundesräte Eveline Widmer-Schlumpf und Johann Schneider-Ammann. Keine Antwort.

Dies obwohl Meyer mit Kritik an der SNB schon einmal richtig lag: Dank seiner Intervention begann die Nationalbank 1997 ihre Anlagen umzuschichten und wies dadurch einen höheren Anlagegewinn aus. Auch die Goldverkäufe hatte Markt-Analyst Meyer angeregt.

Erfolglose Initiative

Im Dezember 2010 lancierte der Dr. rer. pol. aus Riehen die Volksinitiative «Unsere Nationalbank gehört uns allen!» Sie verlangt, dass die Schweizer Währungshüter nicht eigenmächtig horrende Staatsschulden anhäufen können. Die Frist zum Unterschriften sammeln läuft bis Juli 2012. Doch unterschrieben haben «noch viel zu wenige», so Meyer. Für Sammelaktionen fehlen dem Einzelkämpfer die Mittel. Und die politischen Partner.

Meyer sieht sich als Warner, der in einem von der Wissenschaft anerkannten System einen Fehler entdeckt hat. Ein kleiner Fehler zwar – aber einer, der ins Auge gehen kann. «Es kann doch nicht sein, dass die SNB einfach Geld druckt und damit die Löcher stopft», sagt er. Mantra-artig wiederholt er seine Botschaft. Und wirkt dabei wie ein Don Quijote, der einen Kampf gegen Windmühlen führt.

Meyer, ein Kopernikus

Der streitbare Ökonom selbst zieht den Vergleich mit Nikolaus Kopernikus vor – ein Vergleich, den sich ein Redaktor des «Tages-Anzeigers» vor über 15 Jahren erdacht hat. Meyer erfüllt es noch heute mit Stolz. Es habe mehrere hundert Jahre gedauert, bis man dem Vordenker der modernen Astronomie geglaubt habe, dass die Erde sich um die eigene Achse und um die Sonne drehe. Visionäre leben einsam.

Stört es ihn, dass seine Banker-Karriere ein jähes Ende nahm? Dass seine ehemaligen Kollegen ein Vielfaches verdienen? «Ich bin glücklich als Lehrer», sagt Marc Meyer und betrachtet seinen hellblauen Jaguar. «Dieser Wagen ist wenigstens wertbeständig. Ganz im Gegensatz zu den Euros der Nationalbank.»

Für den Interview-Termin hat er sich eine gelbschwarze Seidenkrawatte umgebunden. Wie damals, als er noch Banker war. Seine Zeit wird kommen, davon ist Meyer überzeugt. «Irgendwann wird man mir glauben.» Hoffentlich nicht, wenn es schon zu spät ist.

Kommentare
Gianluigi Iacovino am 25.10.2011 09:32 Report Diesen Beitrag melden
  • Herr Meyer ist nicht allein

    Herr Meyer, Sie sind nicht allein mit Ihren „Theorien“. Viele Menschen haben genug von der „Kaste“ der UNANTASTBAREN Spekulanten. Seit 1978 „predige“ ich Allen die es (nicht) hören wollen, dass Reichtum nur mit Arbeit erschaffen wird, und die Börsen wie ein Casino sind. Auf jeden Fall finde ich es konstruktiv, dass Sie Herr Meyer Jungen Gymnasianten versuchen die Wirtschaft zu erklären, denn dort fängt alles an. In der Schule müssen die zukünftigen Arbeitnehmer lernen, was Realwirtschaft ist und was nicht. Unterstützen wir doch z.B. die Minder-Abzock Initiative, welche es so „schwierig“ hat.

    • Marc Meyer am 25.10.2011 10:50 Report Diesen Beitrag melden

      Besten Dank

      Sehr geeherter Herr Iacovino Besten Dank für Ihre ermutigenden Worte. Es ist wirklich so: Es muss alles real erarbeitet werden. Die Notenbanker leben in einer Scheinwelt. Freundliche Grüsse Marc Meyer

    • Marc Meyer am 25.10.2011 11:41 Report Diesen Beitrag melden

      SNB verwechselt Vermögen und Schulden

      Sehr geherter Herr Iacovino Bitte lassen Sie mich noch etwas verdeutlichen: Die Notenbanker leben in einer Scheinwelt, weil sie meinen, sie können „Geld schaffen“ und sie interpretieren dieses Geld als „Vermögen“ der Zentralbank. Das ist aber falsch. Geld – Banknoten – das sind „Schulden“ der Zentralbank. Die SNB finanziert also alle ihre Euros über Schulden – und die Schulden der Nationalbank sind Staatsschulden (bereits über 300 Milliarden Schulden hat die SNB). Sie hat jetzt schon weit mehr Schulden als Bund Kantone und Gemeinden zusammen (230 Milliarden Franken).

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  • Daniel Müller am 24.10.2011 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Der Bürger heisst so weil er bürgt!

    Und wohin fliessen die verkauften CHF? Sobald diese, den Weg in die Realwirtschaft finden, droht uns neben asset price inflation (Rendite Eidg.) auch noch reale Inflation. Und das Beste… unsere PK Mindestverzinsung können wir auch gleich weiter reduzieren.

    • Thomas am 25.10.2011 00:11 Report Diesen Beitrag melden

      Hmmmm … Bürge(r)?!?

      Hmmmm … das ist einmal mehr wohl die Weisheit, die in der Sprache liegt. Wir sind für die Elite, die die bürgen? Klar sind wir die Bürge(r)! Das ist so wie Unterhaltung (Unten haltung). Kein Wunder, dass überall diese Occupy Bewegungen entstehen.

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  • philipp M. S. am 24.10.2011 15:28 Report Diesen Beitrag melden

    SNB, die Frankenvernichterin

    Die SNB kaufte u. kauft zu tausenden v. Milliarden; zu CHF 1.2o. Ist absehbar, der wird in einigen Monaten noch 60 Cent wert sein. Verlust der SNB: 50%. Die billigste Lösung : alle schreddern und die CH-Einwohnerschaft z. Kasse bitten ( Rentenkürzung, Teuerung, Auftragsmangel,Steuern rauf, usw.). Und die Schweiz schluckt alles, was die „Kapazitäten“ der SNB selbstherrlich desaströs tun. Wie lange hilft CH noch, den EU-Karren aus dem Schlamm zu ziehen – bis die Einsicht Oberhand gewinnt, dass er trotz aller Versuche stecken bleibt. Die EU als Liebkind geboren, stirbt als Moorleiche.

    • San Kunz am 24.10.2011 16:16 Report Diesen Beitrag melden

      Masslose Selbstüberschätzung der CH

      Ihr Kommentar ist sehr interessant und zeugt von massloser Selbstüberschätzung. Die Schweiz spielt sowohl wirtschaftlich als auch politisch keinerlei Rolle auf der Welt. Aufwachen! Nicht der Euro wird durch die Nationalbank gestützt sondern der Franken abgewertet. Dass lässt sich sehr gut aus den wechselkursen der übrigen Währungen zueinander sehen. Der Franken hat gegenüber allen Währungen an Wert verloren. Euro und USD sind hingegen recht stabil zueinander. Zudem hätte die Nationalbank bei weitem nicht die nötigen Mittel tatsächlich eine andere Währung zu beinflussen.

    • Bebbi Meggi am 25.10.2011 11:49 Report Diesen Beitrag melden

      Sie stehen hinter dem Spiegel

      @San Kunz schätze Sie sind Investmentbanker

    • Supermario am 26.10.2011 12:51 Report Diesen Beitrag melden

      Soll er doch sein Geld drauf verwetten!

      Mir dreht sich der Magen um. Wenn der Philipp heute schon weiss, wieviel der Euro in 6 Monaten wert ist warum wetter er dann nicht drauf? Falls der Franken noch mehr wert wird entstehen ohnehin soziale Kosten; entweder als Währungsverlust bei der SNB oder als Arbeitslosenkosten bei den nicht mehr benötigten Angestellten und „Arbeitern“? Denke, dass die Lösung Abwertung eher noch die sozialere Alternative ist; einen Haufen Arbeitslose würde wohl noch grössere soziale Unruhen verursachen!

aus 20min.ch link 

Frage zum Eigenkapital der Banken, zB. UBS, CS (ECO Sendung SF1 17.10.2011, )

Oben Foto zur folgenden Sendung:

Inhalt:

CDS Gefahr

Eigenkapital der Banken, zB. UBS, CS

US Mittelstand

# occupy Wall Street

China Billig Importe

diese recht kritische ECO Sendung auf der sf.tv Plattform anschauen, via

http://bit.ly/ECO-SF-TV-Video-CDS-kritisch-2011

http://www.sf.tv/videoplayer/embed/660c44fa-b8b3-4cf2-bfc3-9d34b70e9852