Papiergeld, Geldschoepfung aus dem Nichts, Giralgeld, Notenemission beim Staat, John Law

John Law („Erfinder“ des Papiergelds in der europäischen Neuzeit)

John Law hatte – nebst der erfolglosen mit dem Papiergeld – auch sehr gute Ideen, auch in Richtung Monetative (s. VWL Prof. und Energiesflusskenner (Wilhelm Reich) Bernd Senf): Denn ein weiterer Aspekt seiner wirtschaftspolitischen Maßnahmen war der Versuch, sämtliche gewerblichen Monopole, die Notenemission und die Steuereintreibung aus privater Hand in staatliche Regie zu überführen.

[Allerdings aus ganz anderen Gründen als Prof. Bernd Senf:

Durch die Notenemission in staatlicher Regie, so hoffte er, könne die öffentliche Hand ausreichend Gewinn machen und ihre Verbindlichkeiten ablösen.]

John Law war mit den führenden Wirtschaftspolitikern seiner Zeit einig, dass reichlicher und zügiger Geldumlauf für die Volkswirtschaft förderlich sei. Die inflationären Gefahren einer solchen Politik verlor man gerne aus den Augen. Law – als Sohn eines Geldverleihers – war sich dieser Gefahren wohl bewusst. Er konnte sich jedoch von 1719 an gegen einflussreiche Entscheidungsträger in Paris nicht mehr durchsetzen. Deren ungehemmte Ausweitung der Banknoten- und Aktienemission heizte die Spekulationsblase noch an, die in die Katastrophe führen sollte.

Weiter war das entscheidend Neue an Laws Vorgehen, nicht nur Edelmetalle, sondern auch Grundvermögenmit dessen in der Zukunft liegenden Ertragsaussichtenzur Deckung des Notenumlaufs heranzuziehen.

John-Law-1671-1729

John Law of Lauriston (* 16. April 1671 (getauft 21.04.1671)  in Edinburgh; † 21. März 1729 in Venedig) war ein schottischer Nationalökonom und Bankier.

Inhaltsverzeichnis

Lebenslauf

John Law war das fünfte von zwölf Kindern des Innungsmeisters der Goldschmiede von Edinburgh und Geldverleihers William Law. Nach Schulbesuch in seiner Heimatstadt und einem Internat ging er – bald nach dem frühen Tod des Vaters (1688) – nach London. Dort betätigte er sich als professioneller Glücksspieler. Die Fähigkeit, Gewinnchancen mit verblüffender Geschwindigkeit zu kalkulieren, hatte er sich wohl mittels Lektüre (Antoine Arnauld, Jakob Bernoulli) und genauer Beobachtung antrainiert; seine Begabung als brillanter Kopfrechner half dabei entscheidend. 1694 wurde er wegen eines Duells mit tödlichem Ausgang zum Tod verurteilt und flüchtete während der Berufungsverhandlung auf den Kontinent. In den folgenden Jahren studierte Law das Finanzsystem der Bank von Amsterdam und lernte den britischen Thronprätendenten James III. kennen. In Paris wurde Madame Katherine Seigneur, geb. Knowles, seine Geliebte; mit ihr floh er vor Neidern nach Venedig. Nach einem Jahrzehnt im Exil war er zurück im noch unabhängigen Schottland, um es vergeblich vor der Finanzkatastrophe aus dem Darién-Projekt zu retten. Sein Plan zu einer Reform der Finanzverfassung wurde abgelehnt; als die Vereinigung der Parlamente Englands und Schottlands drohte, ging Law (der in England weiterhin als flüchtiger Verbrecher galt) wieder auf den Kontinent.

Durch Glücksspiel „erarbeitete“ er sich in Paris ein Vermögen und wurde 1707 ein Freund Philipps von Orléans, des Regenten Frankreichs (ab 1715). Von 1716 an konnte er in Paris endlich seine geldpolitischen Ideen in die Praxis umsetzen, was in der Mississippi-Spekulation resultierte. Als einer der Hauptaktionäre der von ihm kontrollierten Gesellschaften wurde er nicht nur schwerreich, sondern auch der Star von Paris. 1717 war die Mordaffäre durch Begnadigung seitens des englischen Königs bereinigt worden, Ende 1719 konvertierte er zum katholischen Glauben. Bereits wenige Tage später wurde er zum Generalkontrolleur der Finanzen ernannt. In finanzieller Hinsicht war er damit der Herrscher Frankreichs und gleichzeitig – als Direktor der Mississippi-Kompanie – eines Drittels des nordamerikanischen Kontinents. Um seine gesellschaftliche Anerkennung zu stützen, gab er Unsummen für karitative Zwecke aus (so berichten übereinstimmend Liselotte von der Pfalz und Daniel Defoe).

Jedoch war das Ergebnis seiner Aktivitäten als Bankier und Finanzier des Staates eine geldpolitische Katastrophe. Als Law im Frühjahr 1720 Anlass hatte, an der Unterstützung durch den Regenten zu zweifeln, erlitt er einen Nervenzusammenbruch. Die Kinder wurden auf das Land gebracht, Katherine harrte bei ihm aus. Im Dezember 1720 flüchtete er über Brüssel nach Venedig; sein Vermögen war zunächst blockiert, dann übereignete er es als Schadenersatz der Kompanie. Im Herbst 1721 reiste er nach London – allein, denn Katherine und die Kinder durften Paris weiterhin nicht verlassen. Nach einer Episode als Geheimagent Englands in Aachen und München wandte er sich 1726 wieder nach Venedig, wo er sich als Gemäldehändler betätigte. Dort verstarb er 1729 an den Folgen einer Lungenentzündung. Law wurde in der ehemaligen Kirche San Geminiano bestattet, sein Grabmal befindet sich heute in der Kirche San Moisè.

Den Rest seines Vermögens (gesammelte Gemälde) erbten Katherine (mit der er nie verheiratet gewesen war) und die gemeinsamen Kinder.

Würdigung

Zu behaupten, John Law habe das Papiergeld erfunden, wäre unrichtig. Bereits von 1609 an hatte die Bank von Amsterdam Banknoten ausgegeben, wobei jahrzehntelang sorgfältig auf jederzeit ausreichende Deckung durch Münzen geachtet wurde. 1661 waren in Stockholm von einer privaten Notenbank Banknoten emittiert worden – hier jedoch mangels Vertrauens mit mäßigem Erfolg. Das entscheidend Neue an Laws Vorgehen war, nicht nur Edelmetalle, sondern auch Grundvermögen – mit dessen in der Zukunft liegenden Ertragsaussichten – zur Deckung des Notenumlaufs heranzuziehen. Law strebte an, mittels so geschaffenen Papiergelds Deflation zu verhindern und Handel und Gewerbe mit hinreichend Liquidität zu versorgen – ein erst im 20. Jahrhundert als geeignet anerkanntes Konzept.[1] Nach dem Platzen der Spekulationsblase 1720 waren jedoch seine Ideen für die darauffolgenden Generationen seriöser Geldpolitiker zunächst tabu. Karl Marx bezeichnete Law später als „eine Mischung aus Schwindler und Prophet.“[2]

Law war seiner Zeit weit vorausgeschritten. Erst nach den Erfahrungen mit der Hyperinflation in der völlig verarmten Weimarer Republik wagte man sich 1923 daran, den neuen Notenumlauf („Rentenmark“) mit der Ertragskraft (den „Renten“) der deutschen Landwirtschaft zu besichern, was bis zur Weltwirtschaftskrise auch Erfolg hatte. Spätestens seit den 1970er Jahren spielt die Deckung des Geldumlaufs mit Edelmetall weltweit keine Rolle mehr.

Bemerkenswert ist auch der sozialpolitisch revolutionär wirkende Versuch, zahllose Verbrauchsteuern durch eine einkommensabhängige Steuer zu ersetzen. Im feudal geprägten Frankreich seiner Zeit konnte diese Maßnahme keinen Bestand haben, denn sie hätte den Kleinverdiener entlastet und einflussreiche Großverdiener belastet.

Ein weiterer Aspekt seiner wirtschaftspolitischen Maßnahmen war der Versuch, sämtliche gewerblichen Monopole, die Notenemission und die Steuereintreibung aus privater Hand in staatliche Regie zu überführen. Damit, so hoffte er, könne die öffentliche Hand ausreichend Gewinn machen und ihre Verbindlichkeiten ablösen.

John Law war mit den führenden Wirtschaftspolitikern seiner Zeit einig, dass reichlicher und zügiger Geldumlauf für die Volkswirtschaft förderlich sei. Die inflationären Gefahren einer solchen Politik verlor man gerne aus den Augen. Law – als Sohn eines Geldverleihers – war sich dieser Gefahren wohl bewusst. Er konnte sich jedoch von 1719 an gegen einflussreiche Entscheidungsträger in Paris nicht mehr durchsetzen. Deren ungehemmte Ausweitung der Banknoten- und Aktienemission heizte die Spekulationsblase noch an, die in die Katastrophe führen sollte.

John Law war eine der faszinierendsten Persönlichkeiten seiner Zeit. Von attraktivem Aussehen, intelligent und charmant, mit tadellosen Manieren, gleichzeitig ein kühl kalkulierender Draufgänger, musste er in jedem Salon der Haute volée Europas Erfolg haben. An der Schwelle zwischen der rigiden Barockkultur Ludwigs XIV. und dem lasziven Rokoko stehend, verkörperte Law beide Seiten. Seine Vorstellung, mit einem einzigen Finanzkonglomerat die Wirtschaft eines ganzen Landes steuern zu können, entsprach noch völlig dem Denken des Sonnenkönigs. Mit seinem abenteuerlichen Privatleben jedoch leitete er bereits über zu der Welt Watteaus und erscheint uns als ein Vorläufer Giacomo Casanovas.

(Text aus aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)

Videos zu John Law (arte):

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Giacomo Casanova. Dem Herrn Neuhaus, der sehr oft unterwegs war in ganz Europa, damals zu einer Zeit, ohne Kreditkarten ohne Euro. Giacomo Girolamo Casanova (* 2. April 1725 in Venedig; † 4. Juni 1798 auf Schloss Duchcov (Dux) im Königreich Böhmen, heute Tschechien) war ein venezianischer Schriftsteller, Abenteurer und Libertin des 18. Jahrhunderts, bekannt durch die Schilderungen zahlreicher Liebschaften. Schon im 19. Jahrhundert tauchte die Figur Casanova in künstlerischen Werken auf.

Von dem (?) man mittlerweile ja weiss: „Ich bin nicht Kunde bei Wegelin & Co., weil ich nichts von langfristigen Beziehungen halte.“ w)

Eine Art der Privatwerbung vom WERTMETALL BLOG, 

weil wir es für eine sehr  gute Werbeidee halten, sehr witzig, in der sonst doch recht tristen Bankenwelt

Information:  wegelin bei wiki

[Nachtrag vom 27.01.2012: Leider ist nun wegen US Aktivitaeten die gesamte Bank in eine derart schwierige Situation gekommen, dass es am 27.01.2012 in den Medien hiess:

27. Januar 2012, 13:32, NZZ Online

Bank Wegelin kapituliert im Streit mit den USA

Raiffeisengruppe übernimmt den Grossteil des Privatkundengeschäfts

Die älteste Schweizer Privatbank, die 1741 gegründete St. Galler Bank Wegelin, gibt auf. Sie ist durch die angedrohte Klage der USA offenbar in eine derart schwierige Situation gekommen, dass sie sich zu diesem radikalen Schritt entschieden hat. Die Raiffeisen-Gruppe, die ebenfalls in der Stadt St. Gallen ihren Hauptsitz hat, übernimmt den Grossteil des Privatkundengeschäfts von Wegelin.

Wegen der grossen Risiken des US-Geschäfts erfolgt die Übernahme über einen Umweg: Der Grossteil der Kunden und Mitarbeiter wird in eine neue «Notenstein Privatbank» transferiert, die von Raiffeisen zu 100 Prozent übernommen wird. Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart worden.]

Quelle  http://www.nzz.ch/ ]


02.02.2012. Jetzt wird die Rolle des Schweizer Bundesrats in der Sache näher analysiert: zB.

Im Editorial der Weltwoche 02.02.2012 schreibt der Chefredaktor Roger Köppel:

Wegelin:  Die zerstörte Bank scheint nichts Widerrechtliches getan zu haben. Enttäuschung über die USA.

Vertiefte Recherchen der Weltwoche lassen den Schluss zu, dass sich die kürzlich unter dem Druck amerikanischer Ankläger verkaufte Schweizer Privatbank Wegelin keine strafrechtlich relevanten Vergehen hat zuschulden kommen lassen. Weder nach amerikanischem noch nach schweizerischem Recht.

Die Bank wird von den Amerikanern beschuldigt, sich an einer conspiracy beteiligt zu haben, also an einer bandenmässigen Anstiftung amerikanischer Bankkunden zum Steuerbetrug. Letztlich hat der auf dieser Grund­lage entwickelte Klagedruck dazu geführt, dass die altehrwürdige Privatbank aufgetrennt und in Teilen verkauft werden musste. Die Drohung allein reichte, um den St. Gallern die Luft abzudrehen.

Nach Recherchen der Weltwoche gibt es bis heute keine Beweise, die eine Basis bilden könnten für den von den Amerikanern erhobenen Vorwurf der conspiracy. Um es in rechtlicher Hinsicht verständlich zu machen: Wenn der amerikanische Staat eine Schweizer Bank in Steuerdelikten vor den Richter bringen möchte, dann muss er ihr zwingend Anstiftung und aktive Beihilfe (conspiracy) zum ­Steuerbetrug und zu ähnlichen Vergehen nachweisen können. Gelingt ihm dies nicht, hat er keine Handhabe, gegen die Schweizer Bank vorzugehen.

Zum Vergleich: Der UBS konnten die US-Behörden stichhaltig nachweisen, dass sich die Bank aktiv an der Steuerumgehung von Kunden beteiligt hatte. Das bandenmässige Zusammenwirken zwischen Bank und US-Kunden liess sich zumindest in einigen Fällen beweisen. Nach unseren Informationen ist dies bei der Bank Wegelin nicht der Fall.

Was hat die Bank Wegelin getan? Sie hat in den Jahren 2008 und 2009 eine Reihe von US-Kunden unter anderem von der UBS übernommen. Nach unseren Recherchen hat sie sich nicht aktiv um diese Kunden bemüht. Sie scheint keine Amerikaner angeworben zu ­haben, es gab keinen speziellen US-Desk zur Betreuung von US-Kunden. Es lassen sich, soweit man das heute beurteilen kann, keine Hinweise finden, die zeigen würden, dass die Bank ­aktive Beihilfe oder gar Anstiftung zu Steuerdelikten gegeben hätte.

Gewiss: Es stimmt, dass Wegelin US-Kunden mit unversteuertem Geld annahm. Das mag unklug gewesen sein und politisch unsensibel vor dem Hintergrund der UBS-Affäre. Bevor man zu vorschnellen Verurteilungen greift, sollte man sich allerdings vor Augen halten: Nach Schweizer Recht ist es einer Bank verboten, zu Steuerdelikten anzustiften oder Beihilfe zu leisten. Die passive Annahme von unversteuertem Geld ist nach Aussage von Juristen weder in der Schweiz noch in Amerika verboten. Es gibt kein Gesetz, nach dem sich Wegelin strafbar gemacht hätte, und in Rechtsstaaten gilt nach wie vor der Grundsatz, dass es ohne Gesetz auch keine Strafe geben kann.

So verdichten sich die Hinweise, dass die Bank Wegelin zu Unrecht ins Visier der US-Behörden geraten ist. Pointierter ausgedrückt: Möglicherweise kam Wegelin nur deshalb unter Beschuss, weil die Amerikaner eine aggressive, sagen wir: imperialistische Auslegung der ­eigenen Steuergesetze vornahmen. Dass die Amerikaner dies taten, ist enttäuschend. Dass die Schweizer Behörden nichts dagegen unternahmen, ist erschütternd.

Der Bundesrat hat sich bisher im Wesentlichen darauf beschränkt, der enthemmten US-Justiz moralische Schützenhilfe zu gewähren. Finanzministerin Widmer-Schlumpf äus­serte sich schon im letzten Jahr kritisch über Schweizer Banken, die amerikanische UBS-Kunden aufgenommen hätten. Ihre Kollegen Schneider-Ammann und Leuthard verbreiten ebenfalls Verständnis für die skandalöse Neigung der Amerikaner, während Friedensverhandlungen den Schweizer Finanzplatz unter Feuer zu nehmen.

Chef-Unterhändler Michael Ambühl, beauftragt, mit den USA eine Gesamtlösung im Steuerstreit auszufechten, hatte bisher zwar keinen erkennbaren Erfolg, aber immerhin lässt er im Gespräch durchblicken, dass er die Angriffe weit fragwürdiger findet als seine Vorgesetzten im Bundesrat, die öffentlich die Schweizer Banken kritisieren und damit Ambühls Verhandlungsposition untergraben.

Das Unheimliche an den Vorgängen ist die schleichende Abwrackung von Rechtssicherheit und Bankkundengeheimnis in der Schweiz. Ohne dass die Stimmbevölkerung ­etwas dazu zu sagen hätte, werden vormals eherne Bestände unseres Rechtsstaats zu ­Grabe getragen. Die Behörden vermittelten phasenweise den Eindruck, als ob es sich bei den von uns jahrzehntelang gehätschelten US-Kunden um Schwerverbrecher handle, die man schleunigst auf einer Sondermülldeponie entsorgen müsse. Das abfällige Gerede über «amerikanische Steuerbetrüger», das bis hinauf in den Bundesrat gepflegt wird, ist eine Schutzbehauptung, die von der irritierenden Tatsache ablenken soll, dass die Regierung nichts dagegen unternimmt, wenn die US-Justiz auf dürrer Rechtsgrundlage einen Feldzug gegen den Schweizer Finanzplatz führt.

Natürlich ist die Frage nicht einfach zu beantworten, wie die Schweiz auf Drohungen der Supermacht Amerika reagieren soll. Die USA entwickeln eine zusehends abstossende Tendenz, ihr Recht grenzübergreifend anzuwenden. Erkennbar ist eine immer aggressivere Auslegung dessen, was eine Verletzung der amerikanischen Staatskassen bedeuten könnte.

Die Schweiz kann sich nicht mit Flugzeugträgern und Marschflugkörpern wehren, aber sie kann den eigenen Rechtsstandpunkt entschiedener zur Geltung bringen. Der Bundesrat muss sich spätestens jetzt geschlossen und einstimmig hinstellen. Jegliche Kritik an den ­eigenen Banken darf er privat äussern, aber ­sicher nicht öffentlich. Die Botschaft an die andern lautet, dass man es nicht dulden werde, dass die Amerikaner während der Verhandlungen weitere Banken attackieren. Der Zürcher Finanzprofessor Martin Janssen hat dazu bedenkenswerte Vorschläge eines Schutzschirms unter Beteiligung der Finanzmarktaufsicht und der Nationalbank entwickelt.

Wir wollen den Strafuntersuchungen nicht vorgreifen, aber nach heutigem Wissensstand sind wir mit der traurigen Tatsache konfrontiert, dass eine unbescholtene Schweizer Privatbank mit fragwür­digen Methoden kaputtgeklagt wurde, ohne dass sich die Schweiz dagegen zur Wehr setzte. Dass der Angriff ausgerechnet aus Amerika kam, betrübt ­alle, die in den Vereinigten Staaten, vielleicht ­naiv, den Inbegriff von Freiheit, Marktwirtschaft und Rechtsstaatlichkeit gesehen haben.

[Quelle]

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Einzelbelege John Law

  1. „Verkehrt an John Law war nicht, daß er Zahlungsmittel in vacuo schuf, sondern daß er sie für Zwecke verwandte, die scheiterten.“ Joseph A. Schumpeter: Konjunkturzyklen. Eine theoretische, historische und statistische Analyse des kapitalistischen Prozesses. Bd. I, Göttingen 1961, S. 122 (engl. Business Cycles. A Theoretical, Historical, and Statistical Analysis of the Capitalist Process. New York 1939)
  2. Paul Strathern. A Brief History of Economic Genius. Thomson Texere, New York, 2001 ISBN 1-58799-189-6 S. 56.

Werke

  • Money and Trade Considered – With a Proposal for Supplying the Nation with Money, 1705 [1]

Literatur

Fachliteratur

  • Kwass, Michael: Privilege and the Politics of Taxation in Eighteenth-Century France: Liberté, Egalité, Fiscalité, Cambridge 2000.
  • Murphy, Antoin E.: John Law. Ökonom und Visionär, Düsseldorf 2002.
  • Sonenscher, Michael: Before the Deluge. Public Debt Inequality and the intellectual Origins of the French Revolution, Princeton 2007.
  • Lüthy, Herbert: La Banque Protestante en France de la Révocation de l’Édit de Nantes à la Révolution (1685-1794), 2 Bde., Paris 1959/1961.

Weblinks

 Commons: John Law – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Henri Jacques Nompar de Caumont, duc de La Force Generalkontrolleure der Finanzen
5. Januar 172028. Mai 1720
Michel Robert Le Peletier des Forts
Personendaten
NAME Law, John
KURZBESCHREIBUNG schottischer Nationalökonom und Bankier
GEBURTSDATUM 16. April 1671, evtl.  21. April 1671
GEBURTSORT Edinburgh
STERBEDATUM 21. März 1729
STERBEORT Venedig
w) Wegelin & Co. Werbung, s. oben: WobeiDER Casanova, der Giacomo Girolamo, auch nicht Kunde hätte werden können bei „Wegelin & Co.“, da die Privatbank Wegelin damals noch nicht so hiess, als die Co. 1741 gegründet wurde. Aber das tut der WerbeIdee keinen Abbruch, sie bezieht sich ja keinesfalls nur auf diesen Casanova, sondern auf alle „Neuhaus“ dieser Welt, die nichts von langfristigen Beziehungen halten 🙂
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EUR CHF SNB 15.12.2011 Euro-Wechselkursgrenze bleibt bei 1.20 Franken

Die Schweiz hatte mittlerweile schon einige Abwertungen [mehr], am 15.12.2011 wurde die schon am 6.09.2011 durch die SNB erfolgte < CHF zum EUR Abwertung > durch die SNB  – noch – nicht erhöht.

Die Berner Zeitung schreibt:

Die Schweizerische Nationalbank hebt die Wechselkursgrenze zum Euro nicht an. Der Leitzins bleibt bei 0 bis 0,25 Prozent. Erstmals hat die SNB auch eine Wachstumsprognose fürs nächste Jahr abgegeben.

Bei der heutigen Bekanntgabe des Leitzinses durch die Schweizerische Nationalbank (SNBN960 1.48%) (SNB) war die Aufmerksamkeit weniger auf den Zinsentscheid als auf die Euro-Wechselkursgrenze gerichtet. Die SNB belässt das Zielband des Leitzinses bei 0 bis 0,25 Prozent. Auf diesem Tiefstand befindet sich der Zins seit August. Die Währungshüter haben ihren Spielraum für eine expansive Geldpolitik ausgeschöpft.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält ausserdem an ihrer bisherigen Strategie fest: Sie will den Euro-Mindestkurs bei 1,20 Franken verteidigen. Sie ist hierfür nach wie vor bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen. Die Nationalbanker halten in ihrer Mitteilung jedoch fest, dass sie den Franken nach wie vor als «hoch bewertet» ansehen. Sollten es die Wirtschaftsaussichten und die deflationären Risiken erfordern, seien sie «bereit, jederzeit weitere Massnahmen zu ergreifen».

0,5 Prozent Wachstum im 2012

Im Fokus standen heute auch die Einschätzung der SNB zur Entwicklung der Konjunktur und der Inflation. Die Nationalbank sieht nun für das laufende Jahr noch ein BIP-Wachstum von 1,5 bis 2 Prozent. Die Expansion sei jedoch einzig der guten Konjunktur in der ersten Jahreshälfte geschuldet. Seither haben sich im Urteil der SNB die Aussichten stark eingetrübt.

Erstmals haben die SNB-Ökonomen auch eine Prognose für 2012 abgegeben. Sie erwarten ein Wachstum «in der Grössenordnung» von 0,5 Prozent. Die Entwicklung sei aber in hohem Mass vom Verlauf der Eurokrise abhängig, das internationale Umfeld sei von hoher Unsicherheit geprägt.

Die Inflationsprognose für 2011 hat die SNB von 0,4 Prozent auf 0,2 Prozent gesenkt. Für 2012 prognostiziert die SNB weiter eine negative Jahresteuerung von -0,3 Prozent. Die Inflationsprognose für das Jahr 2013 wurde auf 0,4 Prozent nach zuvor 0,5 Prozent gesenkt.

Diskussion um Euro-Wechselkursgrenze

Weil sich die Wachstumsaussichten der Schweizer Wirtschaft für 2012 weiter verschlechtert hätten, müsse die SNB ihre Geldpolitik noch expansiver gestalten, hatte Ökonom Reto Hünerwadel vom UBS Investment Research in einem Kommentar vor der heutigen Bekanntgabe der SNB geschrieben. Dass die SNB den bisherigen Mindestkurs recht mühelos verteidigen konnte, würde für eine Anhebung auf 1,25 Fr. sprechen.

Die Mehrheit der Ökonomen erwarteten jedoch zumindest vorerst keine Veränderung der Wechselkurs-Untergrenze. Eine Anhebung auf 1,25 Franken würde für die Schweizer Exportwirtschaft wohl keinen grossen Unterschied ausmachen, nachdem der Franken zuletzt im Bereich von 1,23 und 1,24 Fr. gehandelt wurde, meinte etwa Alessandro Bee von der Bank Sarasin gegenüber der Finanznachrichtenagentur AWP.

Auch Janwillem Acket, Chefökonom der Bank Bär, sieht den Zeitpunkt für eine Anhebung der Untergrenze noch nicht gekommen. Die SNB müsse ihr Pulver trocken halten für den Fall, dass sich die europäische Schuldenkrise wieder verschärft und eine neue Flucht in den Franken einsetzt, sagte Acket gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Dann hätte die SNB alle Hände voll zu tun, die 1,20-Franken-Marke zu verteidigen. (rub/sda)

Erstellt: 15.12.2011, 09:35 Uhr

[Quelle] http://www.bernerzeitung.ch/wirtschaft/konjunktur/EuroWechselkursgrenze-bleibt-bei-120-Franken/story/29236030

Mehr zum Thema va. auch schweiz. Waehrungs Abwertungen hier.

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So bereiten Sie sich richtig auf den Zusammenbruch des Euro vor!
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Lettische Bankkunden in Panik 11.12.2011

Jetzt in Lettland, am 7.12. in Griechenland (s. hier). Auch wenn es evtl. nur aufgrund einer Fehlmeldung war, viele Menschen haben eine erhöhte Achtsamkeit, kaum grundlos.

Beachtenswert sind auch die Kommentare im Anschluss. Statt Geld unter der Matratze wären vermutlich physisches Silber und Gold empfehlenswert.

Zum Artikel aus der BernerZeitung (http://www.bernerzeitung.ch), exakte Quelle nachfolgend:

Gerüchte über eine anstehende Bankenpleite führten in Lettland am Wochenende zu einem Sturm auf Bankautomaten. Vielerorts ist kein Geld mehr zu bekommen.

Alle Monate wieder? Im November räumten die Letten ihre Konten bei der Krajbanka leer (Bild), jetzt war die Swedbank dran.

Alle Monate wieder? Im November räumten die Letten ihre Konten bei der Krajbanka leer (Bild), jetzt war die Swedbank dran.
Bild: Reuters

Aus Angst vor Bankpleiten haben die Letten gestern die Geldautomaten leergeräumt. Gerüchte über Probleme bei der Swedbank und anderen in Lettland aktiven schwedischen Banken sorgten für panikartige Abhebungen.

Die Bankkunden reagierten offenbar aufgrund alarmierender Botschaften beim Kurznachrichtendienst. Heute Morgen war an 126 der 298 Geldautomaten der Swedbank kein Geld mehr zu bekommen, wie das Institut mitteilte. In den Filialen und im Internet würden besorgte Kunden nach ihrem Geld fragen, sagte der Chef der schwedischen Bank in Lettland, Maris Mancinskis.

Die Gerüchte über finanzielle Probleme seien aber «nicht nur falsch, sondern absurd», versicherte Macinskis im lettischen Fernsehsender LNT TV. Seinen Angaben zufolge hoben die Swedbank- Kunden allein am Sonntag zehn Millionen Lat (14 Millionen Euro) ab – zehnmal soviel wie sonst.

Panik bereits im vergangenen Monat

Der Chef der lettischen Finanzaufsicht, Janis Brazovskis, sagte dem Sender, die Gerüchte über die Swedbank seien über soziale Netzwerke und Kurznachrichtendienste verbreitet worden. Die Polizei ermittle, wer dahinterstecke.

Swedbank-Chef Macinskis führte die Panik-Reaktion der Kunden auch auf die überraschende Pleite der Latvijas Krajbanka im vergangenen Monat zurück. Krajbanka ist eine Tochter der litauischen Bank Snoras. Litauens Zentralbank hatte das Geldinstitut für pleite erklären müssen, ihm die Lizenz entzogen und es anschliessend verstaatlicht. Den beiden Eigentümern, dem Russen Wladimir Antonow und seinem litauischen Partner Raimondas Baranauskas, wirft die Justiz massiven Betrug vor.

Gerüchte seien grundlos

Ein Unternehmenssprecher betonte, die Position der Bank sei mehr als solide. Lettlands Bankenaufsicht erklärte, die Gerüchte seien grundlos. Es sei nicht nötig, sich um die finanzielle Situation der Swedbank zu sorgen. Die Swedbank gehört in Europa zu den am besten kapitalisierten Finanzinstituten.

Probleme in der Bankenbranche haben in Lettland eine lange Geschichte. Nach dem Zusammenbruch der Parex Bank 2008 war Lettland gezwungen, Hilfen des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Union zu beantragen. (ami/sda)

Erstellt: 12.12.2011, 10:43 Uhr, Aktualisiert um 13:12  [Quelle]

„Die Swedbank gehört in Europa zu den am besten kapitalisierten Finanzinstituten.“

„… zu den am besten kapitalisierten Finanzinstituten.“ Das heisst mangels Gold-Deckungspflicht wenig:  http://www.silbergrammbarren.com/

Kommentare

Peter Haller  13:31 Uhr

Nä, Panik hätte ich nicht !

Die paar Franken, die zu Ende Monat auf dem Konto liegen sind keine Panik wert.

Es sieht aber so aus, als ob das Geld heute unter der Matratze sicherer ist, als auf jeder Bank!

Bei mir sind zudem die Kontoführungsgebühren höher, als der Zins auf das Geld !

joe walz 13:07 Uhr

aus meiner sicht ist das legitim. und ich hätte auch panik.

Anastasia-Margarita Tse-Iosseliani 10:01 Uhr

Dieses Lerrräumen von Konten aufgrund irgendwelcher nebulöser Gerüchte ist eine typisch Post-sowjetische Haltung. So etwas würde man in CH nicht machen, wenn die UBS in Schieflage gerät…

Anastasia-Margarita Tse-Iosseliani 14:11 Uhr

@Müller: Das war ein Witz. Aber generell sind ZH-Kunden besser gestellt als lettische…

Gregor Müller 11:13 Uhr

Träumereinen? Da auch in der Schweiz die SNB das „Narrow Banking“ nicht durchsetzt, kann ein Banken Run auch in der Schweiz geschehen -> die letzten beissen die Hunde… ist ja wegen des „fraktionelles Banking“ auch mehr „Geld“ geschöpft werden darf, als wirklich da ist (ca. 90%). Niemand versteht, weshalb Banken solche Risiken auf Kosten der Steurzahler bewirtschaften dürfen+Gewinne abschöpfen..

Alejandro Galan 08:27 Uhr

Der Kern des ganzen mafiösen Bankensystems in Lettland ist die künstlich erzeugte Bank Citadele (75 % Staat, 25 % EBRD (EU Bank for Reconstruction and Development)).Cidele wurde von der Lettischen Regierung unten Zeitdruck gegründet, um Zerfall von den Bank Latvijas Krajbanka, Parex Bank und Bankas Snoras vor den Kunden verschönen. Swedbank Fall ist eine Folge des obskures Konstrukts, zu erwarten.

Die Griechen räumen Konten leer 7.12.2011


Jetzt sind es „die Griechen“. Wann werden die Schweizer, die Deutschen, die Oesterreicher, die …

zu „die Griechen“, die ihre Konten leerräumen? Beachtenswert sind auch die Kommentare im Anschluss,

logisch konsequent sind schon die beiden hier als jüngste genannten, hier direkt nachfolgenden,  Kommentare von Andreas Moser und Karin U. Müller (fett von uns)

Andreas Moser 11:09 Uhr

Nützt nichts, € abzuheben und sie vielleicht in der CH oder Skandinavien wieder einzuzahlen. Einzige Rettung ist es, physisches Gold und vorallem kleine Stückelungen von Silber zu kaufen. Edelmetalle gehen nie pleite, da keine Schulden dahinter stehen. Unser Geld wird ja mit Schulden kreiert. Schuldenblasen zerplatzen bald und damit wird auch Papiergeld vernichtet in Hyperinflation/Währungsreform!

Dazu zB. http://www.silberpension.ch/ oder
PapierSCHEINE halten nicht ewig, in http://silbermuenzgeld.wordpress.com/

Kommentar von Karin U Müller 07.12.2011 09:49 Uhr

am besten kaufen sich die griechen für ihre geld auch noch edelmetalle (physisch natürlich). denn falls eine hyperinflation kommt, sind auch die nötli zuhause nix mehr wert. ich sorge mich um meine PK. nur darf ich davon kein gold kaufen, nur immobilien. aber bei einem totalzusammenbruch werden auch die hauseigentümer teilenteignet. hatten wir alles schonmal!

Zum Artikel:

Seit Ausbruch der Schuldenkrise haben griechische Sparer und Firmen massiv Kapital von ihren Konten abgezogen. Dies erinnert an den «Silent Bank Run» in Argentinien vor wenigen Jahren. (…)

Rund 60 Milliarden Euro sind in den letzten zwei Jahren abgeflossen: Eine Frau an einem Bancomat in Athen.
Bild: Reuters

Seit Anfang 2010 mussten Banken in Griechenland einen massiven Rückgang der Spar- und Termineinlagen hinnehmen. Die Verunsicherung und das Misstrauen gegenüber dem Finanzsystem des maroden Landes schlagen damit direkt auf die Kapitalisierung der Banken durch: Seit Ende 2009 haben die griechischen Sparer 25 Prozent ihrer Ersparnisse abgezogen – rund 60 Milliarden Euro.

Die Zahlen sprechen für sich: Anfang 2010 betrug das gesamte Volumen der Einlagen von Privaten und Unternehmen bei griechischen Banken laut «Spiegel online» noch 237,7 Milliarden Euro (knapp 294 Milliarden Franken). Bis August dieses Jahres seien 49 Milliarden Euro abgeflossen, im September und Oktober noch einmal knapp 14 Milliarden Euro.

Für den Zürcher Wirtschaftshistoriker und Bernerzeitung.ch/Newsnet-Blogger Tobias Straumann sind das eindeutige Zeichen – und sie stehen auf Sturm. «Das ist exakt dieselbe Entwicklung, die vor rund einem Jahrzehnt zum Bankrott Argentiniens geführt hat – einfach noch nicht so dramatisch.» Der Experte spricht von einem «Silent Bank Run».

«Der Geldhahn ist zu»

Was das bedeutet, machte unlängst auch Zentralbankchef Georgios Provopoulos neulich im Parlament vor der Wirtschaftskommission deutlich: «Unser Bankensystem verfügt nicht über den Spielraum, Wachstum zu finanzieren», zitiert ihn «Spiegel online». Das fehlende Vertrauen in das System wird so allmählich zur selbsterfüllenden Prophezeiung: Aus Angst vor einem Zusammenbruch entziehen die Griechen ihren Banken die Mittel, die sie zur Gewährleistung der Liquidität der griechischen Volkswirtschaft dringend benötigen.

Zu spüren bekommen das Private genauso wie Unternehmen. «Die Banken haben den Geldhahn zugedreht», sagt Nikos Ikonomu, Journalist bei «Aggelioforos» der grössten Zeitung der Region Thessaloniki, gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnet. In den letzten zehn Jahren habe jeder für alles einen Kredit bekommen – jetzt erhalte nicht einmal mehr ein Darlehen, wer finanziell gut dastehe.

Panik am Bancomat

Die Entwicklung zeigt exemplarisch, wie Politik und Finanzsystem auf fatale Weise zusammenspielen: Am stärksten war der Geldabfluss im Herbst 2011, auf dem Höhepunkt der politischen Krise, als Ex-Premier Giorgos Papandreou mit dem Ruf nach einem Referendum über das EU-Sparpaket für Aufregung sorgte. Die Panikbezüge stoppten erst, als sich die Lage in Athen Mitte November wieder beruhigte und mit dem Technokraten Lukas Papademos die Aussicht auf Stabilität in der Regierung wieder hergestellt war.

Das ist auch der Eindruck von Nikos Ikonomu. «Die Lage ist längst nicht mehr so dramatisch wie noch im Sommer», bestätigt er. Die allgemeine Stimmung in der Bevölkerung beschreibt er als abwartend: «Man ist erleichtert über die neue Regierung und traut Premier Papademos einiges zu.» Immer lauter würden die Stimmen, die forderten, der Technokrat solle die Macht nicht bereits im Februar abgeben, sondern noch einige Monate länger regieren.

Wirtschaftshistoriker Straumann sieht jedoch nur eine Lösung. Und die liegt nicht in Athen, sondern in Berlin, Paris und Brüssel: «Der einzige Weg ist eine Garantie der Europäischen Zentralbank. Sie müsste bis auf Weiteres sämtliche griechischen Anleihen aufkaufen.» Dadurch, so Straumann, würde Zeit gewonnen – Zeit, die Merkel, Sarkozy und Co. schleunigst für eine stärkere finanzpolitische Integration Europas nutzen müssten. «Ohne Eurobonds sehe ich nicht, wie der griechische Bankrott mittel- bis langfristig noch abgewendet werden soll.» Experte Straumann wartet lediglich noch auf den Auslöser.

Geld fliesst nicht zurück

Auch wenn Papademos die Gemüter etwas zu besänftigen vermochte, bleibt das Problem bestehen. Denn das Kapital fliesst nicht zurück auf die Konten. Der Präsident der griechischen Behörde zur Bekämpfung der Geldwäscherei, Panagiotis Nikoloudis, vermutet laut «Spiegel online», dass rund ein Fünftel ins Ausland transferiert wird. Die Banken machten sich die Angst der Leute zunutze und böten ihren Kunden ganz direkt an, Vermögen nach Deutschland, Liechtenstein oder in die Schweiz zu transferieren, sagt Nikoloudis gegenüber dem Nachrichtenmagazin.

Auch Journalist Ikonomu kennt Leute, die ihr Geld ausserhalb Griechenlands in Sicherheit bringen: «Dabei kommen so exotische Destinationen wie der Libanon ins Spiel.» Hauptsache nicht in Europa, scheint das Credo zu sein. Ein grosser Teil der Kleinsparer habe aber ganz anderes im Sinn: «Die meisten Leute müssen meiner Meinung nach ganz einfach von diesem Geld leben.»

«Einzig die Wut auf Brüssel wächst»

In den vergangenen zwei Jahren haben im Land 300’000 Menschen ihren Job verloren. Aktuell, so Ikonomu, würden in vielen Branchen die Löhne neu ausgehandelt. «Wir Journalisten werden wohl nach dem neuen Tarif 20 Prozent weniger verdienen», gibt er ein Beispiel. Ein Volk muss verzichten – und macht sich deshalb an seine Ersparnisse.

Denn billiger ist das Leben in Griechenland nicht geworden. Neue Abgaben werden eingetrieben, etwa eine Solidaritätssteuer und eine Immobiliensteuer. Immerhin habe der Staat in den vergangenen Monaten auch die Elite zur Rechenschaft gezogen: «Einige vermögende, landesweit bekannte Steuersünder wurden verhaftet – das ist ein deutliches Zeichen an die Leute», sagt Ikonomu.

Entsteht im geschundenen Land gar eine neue Moral, ein Ethos der bürgerlichen Verantwortung? Im Gegenteil, sagt der Journalist aus Thessaloniki: «Das egoistische Denken ist stärker geworden.» Gemeinsam kämpfe man vor allem in einer Sache: «Die Wut auf Merkel und Sarkozy, auf das Spardiktat aus Brüssel, wächst weiter. Das halte ich für sehr gefährlich.» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.12.2011, 06:07 Uhr Von Amir Ali inkl. Kommentare

Beachtenswert logisch konsequent sind schon die beiden hier als jüngste genannten, hier direkt nachfolgenden,  Kommentare von Andreas Moser und Karin U. Müller vom 07.12.2011 (fett von uns) [siehe auch oben, dito]

Andreas Moser

11:09 Uhr

Nützt nichts, € abzuheben und sie vielleicht in der CH oder Skandinavien wieder einzuzahlen. Einzige Rettung ist es, physisches Gold undvorallem kleine Stückelungen von Silber zu kaufen. Edelmetalle gehen nie pleite, da keine Schulden dahinter stehen. Unser Geld wird ja mit Schulden kreiert. Schuldenblasen zerplatzen bald und damit wird auch Papiergeld vernichtet in Hyperinflation/Währungsreform!

Dazu zB. http://www.silberpension.ch/ oder
PapierSCHEINE halten nicht ewig, in http://silbermuenzgeld.wordpress.com/

Karin U Müller

09:49 Uhr

am besten kaufen sich die griechen für ihre geld auch noch edelmetalle (physisch natürlich). denn falls eine hyperinflation kommt, sind auch die nötli zuhause nix mehr wert. ich sorge mich um meine PK. nur darf ich davon kein gold kaufen, nur immobilien. aber bei einem totalzusammenbruch werden auch die hauseigentümer teilenteignet. hatten wir alles schonmal!

Alle Kommentare vom 07.12.2011  (zT. nur mit Uhrzeit zitiert)  und 08.12.2011:

Alle Kommentare vom 07. (zT. nur mit Uhrzeit zitiert)  und 08.12.2011:

Adrian Nyfeler

08.12.2011, 08:46 Uhr

Es scheint bei dem Ausmass der Probleme unausweichlich, dass wieder jede Schuld mit Gold, Silber, Platin, etc hinterlegt werden muss.

Seit dem Ende von Bretton Woods hat sich die Finanzkaste durch den Mangel an Kontrolle ungehindert am Spielgeld bedienen und bereichern können. Damit muss Schluss sein!

Selbst eine geringe Anbindung würde aber die Goldpreise sofort ins Unermessliche steigen lassen

Peter Braun

08.12.2011, 05:57 Uhr

hallo ihr griechen, zieht euch aus dem euro zurück. macht die drachme wieder klar. alles andere ist rausgeschmissenes geld. wenn ihr wissen wollt, wie man es nicht machen sollte, sieht einfach nach deutschland. wir können nichts ändern. wir sind nur ein stern auf der amerikanischen flagge. ihr könnt es schon. viel glück. drücke euch die daumen

Peter Gutknecht

08.12.2011, 00:17 Uhr

Bei den niederen Zinssätzen ist es vernünftig, beim leisesten Zweifel an der Bonität des Schuldners (also der Bank) alles Geld abzuheben. Denn unter der Matratze ist es sicherer und wirft nur unmerklich weniger Zinsen ab

Peter Werner

07.12.2011, 14:34 Uhr

Solange das Geld dann wieder irgend einer Bank zugute kommt, bleibt es egal ob die Griechen das Geld von der griechischen Bank wegbringen. Die Finanzmafia erhält ja trotzdem ihr Monopoligeld. Die Brut muss ausgeblutet werden!

M. Fischer

07.12.2011, 20:46 Uhr

@Schmid: Heisst das, Banker sind alles Staatenlose Zombies welche eigentlich nur das Beste für die Weltbevölkerung wollen? Wow, da bekommt der Ausdruch „Gutmensch“ ja ganz eine andere Bedeutung! Eine Frage noch: Können Staaten ohne Banken und was machen Banken ohne Staaten? Ich glaube nicht, dass der Staat als Volksverbund verliert, einer Gruppe von Wirtschaftskriminellen Vertrauen schenken?

Cédric Schmid

07.12.2011, 17:30 Uhr

Herr Werner: Gerne kläre ich Sie auf: So lange die Staaten sich weiterhin verschulden, werden die Banken immer mehr Macht erhalten. Denn die Kreditgeber (Banken) können „befehlen“, was die Schuldner (in diesem Fall hoch verschuldete Staaten) zu tun haben. Also: das Problem liegt nicht bei den Banken, sondern bei den Missmanager, genannt „Regierung“. Noch Fragen?

Reto Stadelman

07.12.2011, 12:41 Uhr

Das egoistische Denken ist stärker geworden… Das fasst die Probleme der westlichen Welt und in diesem Fall auch die Probleme von Griechenland perfekt zusammen… Man ist nie selber schuld, das gilt auch für Schuldensünder in der Schweiz oder Politiker die Wahlen verlieren, man ist NIE selber schuld… Ich fühle mich leider immer weniger wohl in unserer westlichen (Verfalls)Gesellschaft…

Reto Stadelman

07.12.2011, 18:34 Uhr

Leider stimmt das nicht Herr Meier. Es lässt sich nicht generel sagen woher dieser Egoismus kommt. Ein Teil davon ist menschlich und sinnvoll, aber wenn er „überkultiviert“ wird zerstört es unsere Gesellschaft und das System in dem wir leben. Zudem sollte ein inteligenter Mensch wissen das man nichts verbessert wenn man ebenfalls überegoistisch ist… Daher sind auch viele Kleinen mitschuldig…

Erich Meier

07.12.2011, 16:03 Uhr

Der Egoismus ist grösser geworden ? Die Kleinen sehen eben, dass die Grossen nur auf Macht und Prestige (möglichst grosse Eurozone) aus sind und die Kleinen den Preis dafür zahlen sollen. Drum haben die Kleinen keine Lust, Melkkuh der Grossen zu sein und ahmen deren Egoismus einfach nach. Daraus kann man ihnen keinen Vorwurf machen. Das Problem kommt von oben.

Massimo Casagrande

07.12.2011, 14:38 Uhr

Dann würde ich in den Süden auswandern.

Christoph Geiser

07.12.2011, 12:35 Uhr

In der Rezession werden die Leute das Geld wahrscheinlich eher ausgeben als es andernorts zu horten. Was nutzt das Geld auf der Bank wenn der Rauswurf aus der Wohnung droht?

Hans Imeichen

07.12.2011, 12:23 Uhr

Wartet jetzt. Jetzt kommt demnächst Portugal und Spanien mit demselben Effekt. Denn sie wissen alle, dass die EU seit Neuestem nicht mehr nur bedinungslos stützt. Staatspleite möglich. Geld fliesst zu einem grossen Teil in „die sichere Schweiz“. Unsere liebe SNB kauft dann noch mehr faule Euro-Eier. Ist doch herrlich, dieses undenliche, undurchschaubare Geflecht namens „Weltwirtschaft“

Walter Schneider

07.12.2011, 11:35 Uhr

Panikmache. Das „grosse Geld“ ist schon längst aus Griechenland abgezogen

Andreas Moser

07.12.2011, 11:09 Uhr

Nützt nichts, € abzuheben und sie vielleicht in der CH oder Skandinavien wieder einzuzahlen. Einzige Rettung ist es, physisches Gold und vorallem kleine Stückelungen von Silber zu kaufen. Edelmetalle gehen nie pleite, da keine Schulden dahinter stehen. Unser Geld wird ja mit Schulden kreiert. Schuldenblasen zerplatzen bald und damit wird auch Papiergeld vernichtet in Hyperinflation/Währungsreform!

Olbricht Heinz

07.12.2011, 22:04 Uhr

Und das passiert mit allen Währungen, fast gleichzeitig. Denn Geld ist nur ein Versprechen das von korrupter Wirtschaft und Politik nicht gehalten wird.

Tom Dubach

07.12.2011, 14:41 Uhr

Nützt für den Griechen sehr wohl! Wenn nicht gleich der ganze Euro verschwindet, sondern lediglich Greichenland aus dem Euro aussteigt, dann können relativ harten Euros wieder gegen weiche Drachmen umgetauscht werden. Was soll denn einer mit 1 Kg Gold, wenn er eine Jeans kaufen will?!

Fritz-Ulrich Hein

07.12.2011, 10:43 Uhr

Ein Volk, welches in der Not nicht zu seinem Land steht, hat dieses nicht verdient

Isabella Cottini

07.12.2011, 16:25 Uhr

Was ist mit all den Schweizern die im Ausland Ihre Geld ausgeben und somit ihrem eigenen Land schaden?

Leo Ruegg

07.12.2011, 15:00 Uhr

Dass das Land in den letzten Jahrzehnten bankrott politisiert und gewirtschaftet wurde sehen natuerlich immer mehr Buerger Griechenlands.

Lesen sie doch mal den Artikel in der aktuellen Welt-Online „Griechenlands Staatsapparat außer Kontrolle.“ Hand aufs Herz, wozu soll man da noch stehen. Dieser Augiastall auf einer Buehne waere ein gigantisches Schauspiel!

Rolf Winters

07.12.2011, 14:50 Uhr

Und sie selbst wären wohl so edelmütig und würden in einer solchen Situation mit ihrem Privatvermögen haften. Das ich nicht lache!

Bruno Oerig

07.12.2011, 10:35 Uhr

Ich höre und lese immer wieder: Der Staat kann nur ausegeben, was er einnimmt. Man könnte aber ebenso sagen, der Staat kan nur ausgeben was ihm aufgedrängt wird. Wer wohl hat alle diese Regierungen in finanziellen Dingen beraten? Alle Staaten bedienen sich der Beratung privater Firmen, letztlich sind es diese, im Halfter der Grossfinanz, welche die Schuldenmacherei ebenso mit zu verhaben

Karin U Müller

07.12.2011, 09:49 Uhr

am besten kaufen sich die griechen für ihre geld auch noch edelmetalle (physisch natürlich). denn falls eine hyperinflation kommt, sind auch die nötli zuhause nix mehr wert. ich sorge mich um meine PK. nur darf ich davon kein gold kaufen, nur immobilien. aber bei einem totalzusammenbruch werden auch die hauseigentümer teilenteignet. hatten wir alles schonmal!

Roger Mettler

07.12.2011, 09:38 Uhr

Dem Griechen war es völlig egal, wie der Staat seine immer höheren (staatlichen) Löhnen bezahlte, es war im auch egal, dass er schon deutlich vor 60 Jahren in Pension gehen konnte (zahlt ja auch der Staat), die immer höhere Rente nahm man dankend, kaufte sich dazu noch ein Ferienhäuschen und genoss die immer zahlreicher werdenden Sondervegütungen. Und nun jammern sie, da alles auf Pump gebaut war

Peter Fricker

07.12.2011, 09:38 Uhr

Da war also doch noch viel Geld. Die Griechen als super Abzocker im Euroraum. Das hätte ich nicht gedacht. Lasst die Griechen pleite gehen, denn aus dem Euro-Ghetto kommen wir nicht mehr raus. Hortet Eure wertvollen Schweizer Franken, investiert in Papiere mit guten Dividenden

martin rohner

07.12.2011, 13:39 Uhr

„Hortet Eure wertvollen Schweizer Franken“….Die mit was abgesichert sind? Mit Dollal und Euro! Auch der Franken ist längst nicht mehr das Papier wert, auf dem dieser Gedruckt ist! Im Fiat System ist „Geld“ nur durch Vertrauen gedeckt! Deshalkb ist der Fr noch „wertvoll“ und bekommt DE trotz knapp 2Billionen Schulden noch moderate Kredite. Machts wie die Amis mit den 3G. Guns, Gold and goods…

martin rohner

07.12.2011, 09:37 Uhr

Eigentlich ist die Sache relativ einfach. Im Fiat Money System ist es weder erwünscht noch möglich, Schulden wirklich zu tilgen. Würde alle ihre Schulden tilgen, gäbe kein Geld mehr im Umlauf.

Ich würde mich auf „Odious depts“ Berufen. Wenn die Kriterien dazu eingehalten wurden, ist der Fall erledigt! Es ist übrigens die Bankenrettung 2.0 in diesem Jahr, es geht nicht um Länder…

Melanie gatzke

09:12 Uhr

Schon einige Jahrzehnte hat die Masse der Bürger aufgehört zu denken. Man arbeitete, machte Party, Spaß-Vergnügen- man lebte, man sorgte sich nicht darum wo was herkommt, was die Politiker treiben.

Wie oft hörte man, das interessiert mich nicht. Dabei war es allerorten sichtbar, was sich tut.

Jeder hätte erkennen müssen, der Staat kann nur ausgeben, was er einnimmt. Jetzt wachen sie auf

Lars Böttner

09:06 Uhr

„Auch die Elite wird zur Rechenschaft gezogen“. Das mag ja ein gutes Zeichen sein, es wird aber kaum etwas am Kern der Problematik ändern. Die Leute die wirklich vermögend sind, wissen wie sie ihre Schäfchen ins Trockene bringen. Dass Die Bürger ihr Geld abziehen, ist absolut verständlich. Wenn permanent von oben herab auf das Volk gedroschen wird, ist die Reaktion mehr als verständlich

Heinrich Baur

08:48 Uhr

Solange die griechische Elite das Volk ausbeutet, in Genf zynisch Partys feiert und ihre Milliarden hortet, dabei sogar im TV erklärt keinerlei Verantwortungsgefühl gegenüber ihren Landsleuten zu empfinden, solange einige Schweizer die Aufweichung des Bankgeheimnisses und den gläsernen griechischen Millionär, als moralisches verwerflich betrachten, solange werden Stützungsmassnahmen pervertiert!

peter ess

09:05 Uhr

‘keinerlei Verantwortungsgefühl gegenüber Landsleuten’ – dem stimme ich zu und umgekehrt starkes nationales Selbstbewusstsein. Wenn ich wiedereinmal Lust dazu habe, werde ich mich in den griechischen Bürgerkrieg und das Obristensystem der Nachkriegszeite reinlesen. Keine 60 Jahre zurück und nur die Geoproxmität, Nato, Kirche hat mE GR vor dem absoluten GAU im letzten Jh. gerettet.

Gregor Müller

08:34 Uhr

Wenn sich gleichzeitig Vermögen von… auftürmen +dafür erst recht bei denen gespart wird, die“eh“nichts haben, nennt sich DAS Kapitalismus. Meiner Meinung nach ist dieser Zustand falsch, wenn auch für Kapitalbesitzer wünschenswert. Zudem verschwinden täglich ca.150 Arten, Landstriche versteppen, Grundwasser geht zur Neige..Das ist wahrlich eine gutes?System. Sinnloser Konsum… Lös?=Banken Run!!

Peter Haller

08:11 Uhr

Das ist das einzig richtige.

Letzten Freitag wollte ich Weihnachstgeschenke einkaufen, natürlich kaum Bares dabei, wie es sich für einen anständigen Gutmenschen gehörrt, und prompt ging die EC-Karte nicht, gebrochen !

zum Gück hatte ich noch genug Benzin im Tank, um nach Hause zu kommen. ohne Geschenke.

Ein Wochenvorrat an Bargeld ist das absolute Minimum !!

Robert Herz

09:49 Uhr

Mit nur einer Karte im Sack sind sie noch lang kein anständiger Gutmensch!

Bernhard Vontobel

09:17 Uhr

@ Herr Haller: Bitte informieren Sie sich zum Wort „Gutmensch“. Ich vermute, sie kennen die Bedeutung nicht.

Sandro Schwoll

09:16 Uhr

Ein neues Portemonnaie, das die Karten besser schützt, wäre wohl günstiger.

James Lehmann

08:10 Uhr

Das ist halt unser System. Einige wenige profitieren und man muss wachsen, um nicht unter zu gehen. Zinsen müssen gezahlt werden. Der Staat verschuldet sich und die privaten Haushalte ebenfalls. Wer profitiert sind einige wenige, die an den richtigen Positionen hocken und als Gläubiger gelten. Wieviele haben schon geschrieben, dass sowas irgendwann zum Kolaps führt? Wir werden weiter sehen…

lucius mayer

08:08 Uhr

Das Verhalten der Griechen ist durchaus folgerichtig. Nach der Umstellung auf die Drachme und deren Abwertung werden TEuros im Umlauf trotzdem nur zum ursprünglichen Kurs bei dessen Einführung eingetauscht. Man erinnere sich nebenbei: CHF 20 Vreneli, bis 1949 geprägt, kosten heute je CHF 300

lucius mayer

08:40 Uhr

Sehr geehrter Herr Haller, Meinen Sie wirklich, die Eidgenossenschaft sei gegen Hyperinflation immun? Tatsächlich ist Gold VIEL wertbeständiger als Papiergeld.

Peter Haller

08:26 Uhr

Birnen und Äpfel !

Das Vreneli ist nur wegen dem Gold noch was Wert!

Versuchen Sie mal eine 20er Banknote aus der Zeit für 300 Franken zu verkaufe, dann sehen Sie, was ich meine.

Gregor Surer

07:57 Uhr

Die Griechen sollten nicht unterstützt werden, ohne Einsicht der eigenen Verschuldung, Einführung klarer Regeln und Abschaffung der Korruption – sonst ist Hellas ein Fass ohne Boden und gehört nicht künstlich am Leben erhalten. Die Elite dort sind eine Kaste, die seit Jahrzehnten das Land und die Leute ausnehmen und nur mit gepumpten Geld der Bevölkerung Geschenke macht wie hohe und frühe Renten

Alex Renge

09:32 Uhr

Da haben Sie Recht. Leider scheinen weder Einsicht noch Dankbarkeit griechische Stärken zu sein. GR hat über 30 Jahre enorme Gelder aus Brüssel bekommen, und zum Dank wird jetzt die EU verflucht, weil sie zur Abwechslung mal etwas einfordert. Hier lebende Griechen haben mir erzählt, dass GR an der Misere selbst Schuld ist, und die Leute dort es auch genau wissen – aber niemals zugeben würden

Amon Scherrer

09:09 Uhr

@Wartenberg: recherchieren Sie, wieviele Prozent der Bevölkerung in GR teilweise oder ganz ihren Lohn vom Staat beziehen, dann sehen Sie das Problem.

Max Wartenberg

08:11 Uhr

„Geschenke macht wie hohe und frühe Renten.“ Wer macht sich diese Geschenke und zieht hohe und frühe Renten? Es sind in erster Linie die Staatsangestellten. Mit den neuen Gesetzen will die Regierung diese Privilegien nun reduzieren. Ist aber nur eine Komponente des Problems.

Richard Kunz

07:53 Uhr

Also wenn irgend jemand hier noch auf eine echte Lösung seitens Regierung glaubt, der lebt auf einem anderen Planeten. Nicht nur die Schulden in Griechenland sondern (Japan,USA,Europa) sind nicht mehr zu sanieren. Das sind schlicht Unsummen welche nur eine Schlussfolgerung zulässt. Es gibt keine Möglichkeit mehr dies zu korrigieren. Staatsbankrott, Hyperinflation oder Jahrzente lange Deflation…

Eron Thiersen

09:35 Uhr

Gegen die Verbreitung und Anerkennung dieser Fakten sind Wissenschaft + Politik, das würde für diese Eliten bedeuten versagt zu haben und damti das Lohn- und das willkürliche Kastensystem. Vor den Folgen hat diese Kaste enorme Angst! Es ist kein Zufall, das militärische Milizsysteme zu Berufsarmeen umgebaut werden. Syrien findet gemässigt auch in GB, USA und GR statt, oder wie nennt man das sonst?

Max Wartenberg

07:52 Uhr

Ich kann das Verhalten der Griechen nachvollziehen. Unter der Matratze sind Euros sicherer als auf dem Bankkonto, Da können sie nicht plötzlich in Drachmen umgewandelt werden mit starkem Wertverlust und falls der Staat eines Tages Bankkonten plündern sollte (Beisp. Argentinien wie im Artikel erwähnt) kann er nicht viel holen. Die Regierung muss zuallererst das Vertrauen des Volkes wieder gewinnen

stefan eich

07:49 Uhr

Wieso sollte griechenland wut auf brüssel habe?? griechenland erhielt schon genug gelder!! und passiert ist nicht. nochmals geld erhalten und es passiert wieder nichts. anstatt immer nur zu erhalten würden sie lieber mal was machen!

martin rohner

09:28 Uhr

GR erhielt nur auf dem Papier Geld! Dieses floss flugs zurück zu den Gläubigern (V.A. DE + FR Banken!). Die Situation heute. X Milliarden mehr Kredite aufgenommen, Verschuldung innert 2 Jahren fast verdoppelt, das Tafelsilber privatisiert und die Wirtschaft am Ende.

Nicht GR, die Banken wurden gerettet! Ps. SChuldenschnitt von 50% stimmt NICHT! Es sind 50% der SChulden übder der 100% Marke.

Hans Widmer

07:41 Uhr

Jetzt gönnt doch den Griechen endlich die Insolvenz.

Ein Ende ohne schrecken ist beduetend besser als ein Schrecken ohne Ende. (Ja ich mein es genau so wie ich es geschrieben habe.)

Tom Hunziker

07:32 Uhr

Wann ist Deutschland bankrott?

Eron Thiersen

07:23 Uhr

1. Ein logischer Schritt – den Banken und der Politik ist nicht zu trauen! 2. Griechenland ist schon lange Bankrott – wohin die Rettungsgelder fliessen, weiss der Geier. 3. Griechenland verliert seine Jugend und damit Innovation + Renteneinzahler – das Land vergreist und verarmt. 4. Dieses Schicksal droht allen verschuldeten Ländern und ist der Beginn eines zusammenstürzenden Kartenhauses

Linus Huber

06:35 Uhr

Natürlich ist Griechenland bankrott. Die Frage ist, wer eigentlich die Kosten tragen soll. Die Banken, welche sich verspekulierten oder soll die Last wieder auf alle Bürger verteilt werden, wie bis anhin? Sozialismus fuer die Banken und Kapitalismus fuer den Bürger scheint die beliebte Strategy zu sein. Die Verletzung der Rechtsstaatlichkeit wird sich eines Tages rächen

Dan Horber

06:21 Uhr

Griechenland ist nicht vor dem Staatsbankrott zu retten. Das sehen offensichtlich auch die Griechen ein. Allerdings können nur die Griechen selber ihr Land aus dem Sumpf ziehen. Doch dieser Wille scheint zu fehlen. Wie kann ein (Griechen-)Land von der EU Solidarität einfordern, dass nicht einmal sich selber gegenüber solidarisch ist?

Werner Hürlimann

09:41 Uhr

@ESS: Der Unterschied zu damals ist dass wir heute bereits in massiver Überbevölkerung leben, Mehr Ressourcen abbauen, als wir verwenden und davon auch noch 30% wegwerfen. Fachleute produziert der Westen wie der Osten inflationär, die Nachfrage verlangt nach billigen Arbeitskräften und nicht nach Gebildeten. Von beiden hat man genug und zu viel, eine Belebung findet nicht mehr statt!

peter ess

07:41 Uhr

Werner Hürlimanns’ Kommentar erinnert an die griechische Abwanderung in den 50er undi ich fand die griechische Diaspora in Sydney und Melbourne äusserst interessant und belebend.

Werner Hürlimann

07:28 Uhr

@Schweizer: Die EU schiebt Gelder über GR zurück an die Gläubiger. Die jungen Griechen wandern ab, zurück bleibt eine Greisengesellschaft die eine leere Rentenkasse vorfindet. Der Strukturwandel dauert mindestens 3 Generationen. Schulden kann GR keine bezahlen, das hat die EU bereits selber übernommen. Die EZB ist nicht mehr unabhängig, eine Schuldenabbau findet gar nicht statt!

erich schweizer

06:48 Uhr

mit dem schuldenschnitt von 50 prozent wird griechenland nicht pleite gehen dies ist klar. die eu wird ihnen weiterhin helfen und in einer periode von rund 30 jahren werden sie das geld retourzahlen können. das risiko eines unkontrollierten bankrotts besteht nicht mehr, mit den neuen beschlüssen.

[Artikel]

Euro-Länder schrauben am «Megaschirm»

Laut einem Bericht verhandeln die Euro-Länder über einen viel grösseren Rettungsschirm, als bisher bekannt. Geplant ist ein Dreiergespann aus EFSF, ESM und IWF.

Die BernerZeitung schreibt am 7.12.2011:

Die Euro-Länder erwägen einem Zeitungsbericht zufolge ein doppeltes Sicherungssystem für strauchelnde Staaten. Der Rettungsfonds EFSF solle auch weiterlaufen, wenn Mitte kommenden Jahres der dauerhafte Euro-Rettungsschirm ESM in Kraft trete, berichtetedie «Financial Times Deutschland». Ursprünglich war geplant, dass der Rettungschirm ESM den alten EFSF ersetzt.

Der EFSF war als vorübergehende Hilfe gedacht. Er verfügt über 440 Milliarden Euro. Dazu kämen dann 500 Milliarden Euro vom ESM. Durch den doppelten Rettungsschirm würde sich die Wirkung somit etwa verdoppeln. Von den 440 Milliarden Euro des alten Schirms sind jedoch bereits 190 Milliarden Euro für Griechenland, Irland und Portugal vergeben.

Gar dreifacher Rettungsschirm möglich

Die Eurostaaten planen gemäss Spiegel online noch ein zusätzliches Instrument, um stark verschuldete Staaten notfalls vor dem Konkurs zu retten. Demnach sollen die 17 Zentralbanken der Eurozone jeweils einen dreistelligen Milliardenbetrag in einen Spezialfonds einzahlen. Das Geld soll dem Internationalen Währungsfond (IWF) zugute kommen.

Somit ergäbe sich nicht nur ein doppelter Rettungsschirm, sondern ein Dreiergespann aus EFSF, ESM und IFW. Diese Lösung ist jedoch noch weit davon entfernt, abgesegnet zu werden. Einige Staaten seien von der Idee eines «Megaschirms», wie die «Financial Times» schreibt, aber noch nicht überzeugt, berichtete die Financial Times.

(mrs)

Erstellt: 07.12.2011, 09:26 Uhr

[Artikel]

Wirtschaftswachstum Schweiz 2012 Prognose 0,5%

Laut economiesuisse (http://www.economiesuisse.ch) ist die Prognose für das Jahr 2012 aktuell bei 0,5 Prozent. (…)

Uebrigens es sagte einst Johann Wolfgang von Goethe:

„Niemand ist hoffnungsloser versklavt als jene, die fälschlicherweise glauben, frei zu sein.“
„„Es hat etwas Vertracktes mit dem Wissen. Gibt man es wenigen, befördert man den Staat, gibt man es vielen, befördert man die Freiheit.““
Zu den News: 05.12.2011 | 10:05 Uhr

economiesuisse – 2012: Tiefes Wachstum in einem Jahr der Transformation

Zürich (ots) – Mit dem starken Franken, der europäischen Verschuldungskrise und der schwächelnden Weltkonjunktur wirken gleich drei Faktoren bremsend auf die Schweizer Wirtschaft ein. economiesuisse erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schweiz 2012 nur noch um 0,5 Prozent zulegen wird, während die Arbeitslosenquote auf 3,6 Prozent ansteigen dürfte. Unter Druck stehen insbesondere die Exportbranchen, aber auch deren Zulieferer und der Tourismus. Die Bewältigung der EU-Schuldenkrise stellt auch für die Schweiz eine Herausforderung dar.

2011 war für die Schweizer Wirtschaft ein Jahr der Herausforderungen – und diese werden 2012 noch grösser. Der Druck, insbesondere durch den weiterhin hohen Franken-Wechselkurs, führt in vielen Branchen zu einem beschleunigten Transformationsprozess. Die damit verbundenen Massnahmen, beispielsweise der stärkere Vorleistungsbezug aus dem Ausland, die Verlagerung von Arbeitsplätzen oder Einstellungsstopps, haben unmittelbare Auswirkungen auf die wirtschaftliche Dynamik in der Schweiz. Betroffen sind nicht nur die Exportunternehmen, sondern auch inländische Zulieferer, der Detailhandel und in besonderem Mass der Tourismussektor.

Mit der sich abschwächenden Weltkonjunktur und der massiven Verschuldungskrise in zahlreichen EU-Staaten kommen weitere negative Faktoren hinzu, die die Schweiz 2012 an den Rand einer Rezession drängen werden. economiesuisse geht davon aus, dass die Eurozone 2012 wirtschaftlich mehr oder weniger stagniert und auch auf politischer Ebene die Probleme nicht rasch gelöst werden können. Die Auswirkungen all dieser negativen Effekte auf die Schweiz sind seit dem vergangenen Sommer deutlich spürbar. Zwar dürfte das Schweizer BIP 2011 insgesamt noch um etwa zwei Prozent zulegen – doch dieses Wachstum entstand vor allem im ersten Halbjahr.

Rückläufige Exporte, starke Bauwirtschaft Die Liste der Branchen, die 2012 mit negativen Wachstumsraten rechnen, ist lang. Mit einem Rückgang der Wertschöpfung haben vor allem die klassischen Exportbranchen wie die Metall-, Maschinen-, Textil-, Nahrungs- und Papierindustrie zu kämpfen. Und die Sparanstrengungen vieler Industriestaaten machen sich auch in der chemisch-pharmazeutischen Industrie bemerkbar. Hart wird das kommende Jahr aber vor allem für den Tourismus, erklärt economiesuisse-Chefökonom Rudolf Minsch: «Die rasante Aufwertung des Frankens in diesem Sommer hat auch international Resonanz gefunden und der Schweiz leider das Image eines Hochpreislandes zurückgebracht.» Die touristische Wertschöpfung im Inland werde 2012 eindeutig rückläufig sein. Positiver sind hingegen die Aussichten in den Bereichen Versicherungswesen, Beratung, Verkehr und IT.

economiesuisse prognostiziert für das kommende Jahr ein reales BIP-Wachstum von 0,5 Prozent. Gestützt wird die Konjunktur vor allem durch den Binnenmarkt, auch wenn sich viele Zulieferbetriebe zunächst auf die neuen Verhältnisse ausrichten müssen. Ein weiterhin robustes Wachstum ist 2012 beim Tief- und Wohnungsbau zu erwarten. Die Zuwanderung und leicht höhere Reallöhne sorgen für einen weiteren Zuwachs beim Privatkonsum. Dieser profitiert von einer insgesamt tiefen Inflationsrate. Günstigere Importe und die wirtschaftliche Dynamik im Inland können dazu führen, dass die Inflation 2012 kurzzeitig sogar negativ ausfällt. Trotz der trüben Aussichten besteht in der Schweiz auch weiterhin eine Nachfrage nach gut qualifizierten Arbeitskräften. Selbst bei Entlassungen finden viele Arbeitnehmende rasch wieder eine Stelle. economiesuisse rechnet daher nicht mit einem drastischen Anstieg der Arbeitslosenzahlen: Der Wirtschaftsdachverband prognostiziert für 2012 eine durchschnittliche Quote von 3,6 Prozent.

EU-Schuldenkrise auch als Herausforderung für die Schweiz Die EU-Mitgliedstaaten und die Eurozone wurden von der Verschuldungskrise besonders hart getroffen. Da die EU der wichtigste Wirtschaftspartner der Schweiz ist, müssen wir die Entwicklung in der Eurozone sehr eng verfolgen. Die Schweiz hat ein grosses Interesse, dass die EU ihre massiven strukturellen finanziellen Ungleichgewichte endlich in den Griff bekommt. Die Schuldenkrise ist allerdings noch bei weitem nicht ausgestanden. Pascal Gentinetta, Vorsitzender der Geschäftleitung von economiesuisse, gibt zu bedenken; «Egal welche Finanzarchitektur die EU letztendlich wählt, es herrscht weiterhin grosse Unsicherheit, ob die betroffenen Regierungen in der Lage sind, die nötigen Reformen sowie Sparvorgaben im erforderlichen Umfang umzusetzen.»

Vor diesem Hintergrund bleibt die Schweiz aber nicht untätig. International leistet sie über ihr Engagement beim Internationalen Währungsfonds bereits einen wichtigen Beitrag zur Beruhigung der Lage. Zudem hält die Schweizerische Nationalbank rund 150 Milliarden Euro als Währungsreserven. Deshalb ist von einer direkten Beteiligung an den Rettungsinstitutionen der EU abzusehen. Die Auswirkungen auf den bilateralen Weg zwischen der Schweiz und der EU sind schwierig zu beurteilen. In einem äusserst angespannten Umfeld ist zu hoffen, dass das für beide bewährte und stabile Verhältnis nicht unnötig politisch belastet wird.

aus http://www.presseportal.ch/de/pm/100002808/100709455/economiesuisse-2012-tiefes-wachstum-in-einem-jahr-der-transformation