US Canada and many others say: YES WE SCAN

In Anlehnung an den Barack O. Spruch, yes we can bringt es die Schweizer Satire Zeitung Nebelspalter mit dem folgenden Bild auf den Punkt: YES WE SCAN !

Hintergrund: Die sog. legalen Voraussetzungen für die Total-Überwachung hatte Obamas Amtsvorgänger G. W. Bush mit dem sog. „Patriot Act“ geschaffen. Während des Wahlkampfes hatte Obama diese Ausforschungs-Initiativen massiv kritisiert. Obama war angetreten, den USA und der Welt zu beweisen, dass sich die Freiheit verteidigen lässt, ohne sie dabei einzuschränken.

Und nun, Bilder sagen mehr als tausend Worte:

Nebelspalter: Kann man diesem Herrn noch in die Augen schauen?

YES WE SCAN YES WE CAN SCAN PRSIM NSA SNOWDEN

YES WE SCAN
YES WE CAN SCAN
PRSIM NSA SNOWDEN

                                                                            Obamas Wahlkampfslogan im Zuge der PRISM-Affäre umgedeutet (Quelle Grafik: René Walter)

SDA:

Europäische Kritik an US-Datensammelwut – Auch Kanada spioniert

Was sagt SDA:

Europäische Kritik an US-Datensammelwut – Auch Kanada spioniert

Bild zum Artikel
Kanadas Verteidigungsminister Peter Gordon Mackay (Archiv)
Bild: Keystone Zoom
In Europa verstärkt sich die Kritik an der Datensammelwut des US-Geheimdienstes NSA. Im EU-Parlament forderten am Dienstag Sprecher aller massgeblichen Fraktionen Aufklärung über das amerikanische Spähprogramm PRISM.

Die Abgeordnete kritisierten insbesondere, dass die USA bei eigenen und bei fremden Bürgern unterschiedliche Datenschutzstandard anlegten. EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg bestätigte, dass das Thema am Freitag bei einem Treffen zwischen Vertretern der US-Regierung und der EU in Dublin zur Sprache gebracht werden soll.

Justizkommissarin Viviane Reding werde „energisch und mit Nachdruck“ Zusagen Washingtons für den Schutz der Daten europäischer Bürger fordern, hiess es. Der republikanische US-Senator und einstige Präsidentschaftskandidat John McCain verteidigte das Spähprogramm.

Allerdings mangle es PRISM an Transparenz, sagte er dem Fernsehsender „Phoenix“: „Ich glaube, dieses Programm ist praktikabel und nützlich, aber das amerikanische Volk und unsere Partner sollten besser informiert werden.“

Kanada hat globales Abhör- und Spähprogramm

Kanadas Verteidigungsminister Peter MacKay bestätigte, dass sein Land ein eigenes globales Abhör- und Spähprogramms betreibe. Er habe den kanadischen Geheimdienst CSE autorisiert, die Telekommunikation weltweit auszuspähen und digitale Spuren von Telefon- und Internetverbindungen zu sammeln, sagte er im Parlament.

Kanadier seien davon nicht betroffen. „Dies ist Auslandsspionage. Das ist etwas, was seit Jahren passiert“, sagte MacKay. Die Bundesanwaltschaft hat Kenntnis von diversen Ermittlungen fremder Staaten in der Schweiz, wie sie am Dienstag erklärte. In dieser Hinsicht seien verschiedene Abklärungen im Gang, hiess es.

Snowdens Arbeitgeber zeigt sich „schockiert“

Der in Hongkong untergetauchte Enthüller des US-Spähprogramms, Edward Snowden, wurde von seinem Arbeitgeber am Montag gefeuert. Das in der Verteidigungsbranche tätige Beratungsunternehmen Booz Allen erklärte, den 29-Jährigen nicht mehr weiter zu beschäftigen.

Der Computerexperte war in den vergangenen vier Jahren beim US-Geheimdienst NSA eingesetzt gewesen und hatte dort Zugang zu vertraulichen Dokumenten über die systematische Überwachung von Internetnutzern. Diese Informationen reichte Snowden an die „Washington Post“ und den britischen „Guardian“ weiter.

Snowden habe den „Ethikkodex“ und die Richtlinien des Unternehmens verletzt, erklärte Booz Allen. Die Berichte über die Weitergabe geheimer Informationen seien „schockierend“. Das Unternehmen erklärte, eng mit den Behörden bei der Aufklärung zu kooperieren.

(sda)

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Quellen:

Weitere Informationen:

Die Menschen ferngesteuert und überwacht von hochkomplexen Computern:
So wie im Hollywood-Erfolgsfilm „Matrix“ mit Keanu Reeves versuchte der US-Geheimdienst NSA offenbar die Welt auszuforschen.
Allein im März soll die „Nationale Sicherheits-Agentur“ mit dem Projekt „PRISM“ 97 Milliarden Datensätze aus aller Welt kontrolliert (Fachbegriff: „gescannt“) haben.

Neue US Steuerwalze ?

Regierungen und Banken sollen weltweit zu Handlangern der US-Steuerbehörde gemacht werden?

Die USA wollen ihr Steuernetz in einem bisher nicht gesehenen Ausmass ausweiten. Damit provozieren sie weltweit scharfe Proteste von Bürgern, Regierungen und Banken.

Die Pläne sind die bisher letzte, aber mit Abstand schärfste Folgewirkung des Steuerbetrugs der UBS. Die US-Regierung will ab diesem Jahr in mehreren Schritten ein dichtes Informationsnetz für Bankkunden aufziehen. Ähnlich wie dies bereits für die Schweiz gilt, sollen Regierungen und Banken weltweit zu Handlangern der US-Steuerbehörde gemacht werden. Ob die Proteste der Betroffenen fruchten, ist fraglich.

Die Tragweite des Foreign Account Tax Compliance Act (Fatca) haben jene mehrere Zehntausend Kunden von Schweizer Banken, die in irgendeiner Form eine Beziehung zu den USA haben, bereits schmerzhaft zu spüren bekommen. Die Banken lösten ihnen kurzerhand Depots und Konti auf, um den harschen amerikanischen Vorschriften zu entgehen. Was aber Amerikaner in der Schweiz und Schweizer in den USA an Schikanen und finanziellen Verlusten einstecken mussten, wird dem Rest der Welt erst langsam klar. Noch ist das in dieser Form einmalig weitreichende Gesetz nicht in allen Punkten geklärt. Sicher ist aber, dass es ab diesem Jahr in mehreren Etappen eingeführt wird und schliesslich zu einem globalen Informationsnetz über US-Steuerpflichtige führen soll.

Ausser Kontrolle geraten

«Der Kongress griff zum Vorschlaghammer, um die steuerflüchtigen Amerikaner zu treffen», sagt David Rosenbloom von der Kanzlei Caplin & Drysdale in Washington. «Die US-Kunden von Schweizer Banken ahnen bereits, wie weit die Vorschriften übers Ziel hinaus schiessen», erklärt der früher für das Finanzministerium der USA tätige Anwalt dem TA. «Doch die Banken, die Steuerzahler und die Regierungen im Rest der Welt realisieren erst jetzt, wie schwer auch sie betroffen sein werden.»

Das Gesetz fordert von sämtlichen Auslandbanken und -firmen, die US-Wertschriften in Kundendepots halten oder an denen Amerikaner (und Schweizer in den USA) beteiligt sind, sich ab 2012 bei der Steuerbehörde IRS registrieren zu lassen. Damit verbunden ist die Pflicht, über sämtliche Kontoinhaber Erkundigungen einzuziehen und sicherzustellen, dass sie ihre Finanzerträge der IRS deklarieren.

Kleinere Banken in den Konkurs

Weigert sich eine Bank, drohen harte Strafen. Sie muss unter anderem eine Rückhaltesteuer von 30 Prozent einziehen und der US-Steuerbehörde überweisen. Kleinere Banken könnten laut Experten gar in den Konkurs getrieben werden, sofern sie sich nicht dem Steuerdiktat unterziehen. In der Schweiz haben kurz vor Jahresende mehrere Banken noch einmal eine Runde mit Zwangskündigungen von Konti durchgeführt, um den US-Bestimmungen zu entgehen. Selbst Pensionskassenguthaben wurden gnadenlos aufgehoben. Auch deutsche und italienische Banken haben begonnen, sämtliche Dienstleistungen an US-Kunden einzustellen.

In den letzten Wochen und Monaten allerdings ist der Protest gegen das Ansinnen der USA, die Banken zu Spitzeln der IRS zu machen, stark gewachsen. Brasilianische Banken forderten vor Weihnachten rundweg, von der Regelung ausgenommen zu werden. Begründung: Brasilien habe höhere Einkommenssteuern, damit sei der Anreiz zur Steuerflucht aus den USA gering.

Missverhältnis Aufwand – Ertrag

Auch Japans Bankiervereinigung wies das Gesetz zurück, da der Vollzug «extrem mühsam» sei. Japanische Bankkunden halten meist mehrere Konti mit kleinen Beträgen, es wären somit rund 800 Millionen Konti zu prüfen – mit nicht absehbaren Kosten. Die Schweizerisch-Amerikanische Handelskammer geht von Fatca-Kosten von 100 Milliarden Dollar aus. Das Institute of International Bankers in New York bezifferte den Aufwand für den Vollzug der neuen Vorschriften auf mindestens 250 Millionen Dollar, und zwar für jede Grossbank.

Proteste hagelte es auch seitens der EU-Kommission und von Banken in Südostasien und Australien. Am lautesten war der Aufschrei in Kanada, das mit dem Bankensystem der USA eng verbunden ist. Für viele kleinere Finanzhäuser sei das Gesetz «der letzte Nagel im Sarg», befürchtet die kanadische Investment Industry Association. Was Finanzinstitute und Regierungen weltweit erbost, ist auch das Missverhältnis von Aufwand und Ertrag: Während die USA über zehn Jahre hinweg auf zusätzliche 8,7 Milliarden Dollar Steuern hoffen, müssen die Banken im Ausland ein Mehrfaches davon aufwenden, um diese Mittel beschaffen zu helfen.

Auch US-Banken unter Druck

IRS-Direktor Doug Shulman gibt sich in- des ungerührt. Der Kongress habe einen Auftrag erteilt; er werde ihn umsetzen, und zwar «mit unverminderter Härte». Der Steuerfeldzug habe nie nur einem Land (der Schweiz) und nie nur einer Bank (der UBS) gegolten, sagte er Mitte Dezember. Das Risiko, erwischt zu werden, «wird nur noch zunehmen». Er habe die weltweiten Proteste gehört und wolle den Bedenken punkto Übergriff auf ausländische Gesetze und bürokratischem Aufwand Rechnung tragen, so Shulman. Der Direktor der Steuerbehörde versprach, in Kürze präzisere Regeln vorzulegen, die «verantwortlichen Bürgern erlauben, einen gangbaren Weg durch die verwirrenden Probleme zu finden».

Dass die USA das Gesetz überarbeiten könnten, erscheint trotz dessen grober Mängel unwahrscheinlich. Die Grossbanken in den USA halten sich still, um nicht in den Verdacht der Beihilfe zur Steuerflucht zu geraten. Sie aber wären die Einzigen, die genug Druck machen und den Kongress umstimmen könnten. Zudem stecken sie in einem Dilemma, weil das Finanzministerium ihre Meldepflicht ausweiten will.

«Eine sehr, sehr üble Idee»

Es geht vor allem um Banken in Florida, Kalifornien und Texas, die hohe Auslandvermögen von Mexikanern und Südamerikanern verwalten. Sie hatten diese Mittel wegen der innenpolitischen Risiken in die USA verschoben und genossen bis anhin die Vorteile eines Sonderabkommens, das die erzielten Zinszahlungen nicht meldepflichtig machte. Dies wollen die USA nun ändern. Damit aber werde man zur Komplizin der IRS, so die Florida Bankers Association, und dies «ist eine sehr, sehr üble Idee».

«Alle schreien und poltern, aber die Steuerwalze aufzuhalten, ist im heutigen Umfeld unmöglich», so Rosenbloom. Hinzu kommt, dass internationale Anleger US-Staatsanleihen trotz der extrem tiefen Zinsen in rauen Mengen kaufen. Damit aber verliert der Einwand der Banken an Schärfe, das zunehmend aggressive Steuerregime könnte die US-Papiere weniger attraktiv machen. Der IRS kann das nur recht sein. (Tages-Anzeiger)

03.01.2012

[Artikel]

Warum die USA gegen IWF-Kredite zur Eurorettung sind 12.12.2011

Das dürfte keinen beobachtenden Leser verwundern, das Verhalten der UK am EU-Gipfel vergangene Woche (s. hier) und der USA jetzt und das diesbezügliche Statement von Barack Obama (aus der bernerzeitung.ch, exakte Quelle nachfolgend):

Präsident Obama: «Die Europäer sind reich genug.» Der Schweiz droht eine heikle Gratwanderung.

1/9 Die IWF-Direktorin muss zwischen den USA und Europa vermitteln. Denn die USA sind kaum gewillt, für die Schulden der Euroländer zu bezahlen. (Bild: Christine Lagarde bei einer Pressekonferenz des IWF am 24. September 2011 in Washington)

Die Staatsoberhäupter haben beschlossen, Europa mit einem Dreifach-Rettungsschirm gegen die Stürme der Finanzmärkte zu schützen: Mit dem EFSF, dem provisorischen Hilfsfonds, mit dem EMS, dem permanenten Hilfsmechanismus, und mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) als zusätzlicher Feuerwehrmann. Doch ob sich die Regierungschefs der Euroländer auf den IWF verlassen können, ist umstritten. Dort haben die Amerikaner das Sagen, und in den USA ist man von diesen Plänen alles andere als begeistert: «Die Europäer sind reich genug, und es gibt keinen Grund, warum sie das Problem nicht alleine lösen können», hatte Präsident Barack Obama bereits beim Auftakt des Gipfels verkündet.

Parallelen zwischen USA und Schweiz

Der US-Präsident steht unter dem Druck der Republikaner. Ähnlich wie die SVP in der Schweiz haben sie mögliche IWF-Kredite an europäische Defizitländer als populistische Waffe entdeckt. Besonders militant gebärdet sich dabei Jim Demint, ein republikanischer Senator aus South Carolina. Er will, dass die USA den Europäern die kalte Schulter zeigen. «Wenn die Vereinigten Staaten Europa helfen wollen, einen Weg aus der Schuldenkrise zu finden, müssen wir eine starke Führungsmacht bleiben, kein Kreditgeber in letzter Instanz», schrieb Demint kürzlich im «Wall Street Journal». «Die Regierung von Präsident Obama müsse ihre Anstrengungen darauf konzentrieren, die US-Wirtschaft zu stärken und den eigenen Staatshaushalt zu sanieren und nicht mit von China geborgtem Geld ausser Kontrolle geratene europäische Schulden begleichen.»

Die US-Politik befindet sich offenbar bereits im Wahlkampf-Modus. Auch Präsident Obama hat keine Lust, politisches Kapital für Europahilfen zu verschleudern. Am G20-Gipfel im Frühjahr 2006 hat er der Aufstockung der IWF-Kredite zwar ebenfalls zugesagt. Doch im aktuellen innenpolitischen Umfeld mit hoher Arbeitslosigkeit, sinkenden Löhnen und steigender Staatsverschuldung erinnert er sich nur ungern daran.

Der Widerstand gegen erhöhte IWF-Kredite erhält auch akademische Unterstützung. Raghuram Rajan, einst IWF-Chefökonom und heute Wirtschaftsprofessor an der Chicago University, ist zwar grundsätzlich dafür, dass sich der IWF an der Rettung des Euro beteiligt. Er betont aber auch die Gefahren: «Bei einigen Ländern besteht die Gefahr, dass die Darlehen so hoch sind, dass es für sie attraktiver werden könnte, Bankrott zu erklären anstatt die Schulden zurückzuzahlen.» Der Plan der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy sieht vor, dass der IWF 200 Milliarden Euro Hilfskredite zur Verfügung stellt. 50 Milliarden Euro sollen dabei von Nicht-EU-Ländern stammen.

Das wird auch die Schweiz beschäftigen. Soll sie abseits stehen, wenn sich sogar Schwellenländer wie China oder Brasilien beteiligen müssen? In dem Fall könnte die Schweiz ihren ohnehin schon gefährdeten Sitz im 24-köpfigen IWF-Direktorium verlieren. Eine heikle Gratwanderung für Bundesrat und Nationalbank zeichnet sich ab.

Die EZB durch die Hintertür

Derweil werden die Ergebnisse des Gipfels von Brüssel in der angelsächsischen Presse sehr skeptisch beurteilt. So kommentiert die «Financial Times» wie folgt: «Die Massnahmen um den Internationalen Währungsfonds zu vergrössern und Andeutungen, die beiden Rettungsschirme zu verstärken, sind zu kleinlich und wirken zu wenig rasch, um die titanische Aufgabe zu erledigen, die Länder an der Peripherie solange zu stützen, bis das Vertrauen wieder zurückkehrt ist.»

Wie geht es also weiter? Auch die Rolle der Europäischen Zentralbank (EZB) ist nach wie vor unklar. Grundsätzlich könnte sie als Kreditgeberin in letzter Instanz für alle Schulden bürgen. Das hat der neue EZB-Präsident Mario Draghi jedoch ausdrücklich ausgeschlossen. Eine Hintertür hat er sich aber offen gelassen: Die EZB könnte den europäischen Banken mehr billiges Geld zukommen lassen und über diesen Umweg theoretisch auch die Schulden der Defizitländer finanzieren. Konkret: Wenn die EZB den Banken Geld für einen Zinssatz von einem Prozent leiht, weshalb sollten sie damit nicht italienische Staatsschulden mit einem Zinssatz von sechs Prozent kaufen? (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 12.12.2011, 12:20 Uhr     [Quelle] Warum die USA gegen IWF-Kredite zur Eurorettung sind

Von Philipp Löpfe.

Kommentare:

Peter Stoffel

13:40 Uhr

Statt zuzugeben, dass sowohl die EU als auch der Euro Fehlgebilde sind, sucht man nun Auswege, von anderen, aussen stehenden Ländern Geld zu holen. Dass die USA, die selbst Finanzprobleme haben, hier nicht mit macht, war zu erwarten und m.E. auch richtig. Sollen diejenigen dafür gerade stehen, die dem Ganzen Vorschub leisteten: Deutschland und Frankreich. Antworten


Sylvia Liatowitsch

13:39 Uhr

Ja so ist das halt, wenn „alle“ Milliarden mehr ausgegeben haben, in ihren Staatshaushalten, als ihnen zur Verfügung stand. So sind denn „alle“ in demselben Boot: hochgradig verschuldet und ebenso hochgradig schuldig ihren Bevölkerungen und den sämtlichen Mit-Nationen gegenüber. Aber ganz sicher. Antworten

Tom Dubach

13:23 Uhr

Sollte die Schweiz via IMF helfen „müssen“, dann sind ein paar „Gegengeschäfte“ fällig. Sofortige Ratifizierung der Steuerabkommen mit D und UK. Verhandlung mit Italien für ein solches. Keine Schlechterstellung von CH-Unternehmen in Norditalien. Keine Anflugbeschränkungen mehr für den Flughafen Kloten. Diese Liste lässt sich beliebig verlängern. Antworten

Stefan Jost

13:14 Uhr

Insgesamt müssen vom griechischen Schuldenschnitt und anderen Debakeln etwa 1000 Milliarden Euro abgeschrieben werden. Über mehr oder weniger Zwischenschritte werden die Abschreiber letztlich bei allen EU-Bürgern ankommen: etwas weniger Lohnerhöhung, etwas mehr Inflation, etwas mehr Mehrwertsteuer etc. Die Politiker, Bank-Manager und Aktionäre werden die Schulden schon zu verteilen wissen 😦 Antworten

Beat Müller

13:14 Uhr

Redet doch endlich einmal im Klartext! Einen Rettungsschirm gibt es nicht! Die Staaten haben ein Schuldenloch. Dieses soll mit einem grösseren Schuldenloch (EFSF) zugedeckt werden, welches von einem noch grösseren Loch (EMS) gedeckt werden soll, das mit dem grössten Loch IWF überlagert ist. Das muss zum Knall führen. Bittet doch mal die Politiker zur Kasse, diese sind unfähig. Antworten

dan meier

13:39 Uhr

Schulden mit Schulden aufwiegen und sich selber systemrelevant schimpfen: Bankenlogik. Wer bleibt wohl im Regen stehn, wenn die Musik zu spielen aufhört? Die, die immer zahlen, die 99%. Aber ja, die Bewegung ist sinnlos, ihr diffuses Unbehagen zu wenig zielgerichtet und Kritik am System wird erst erhört, wenn es zu spät ist ist. Wer zahlt, befiehlt? Denkste: Wer befiehlt, lässt zahlen und kassiert

Josef Hoifstetter

13:08 Uhr

Lieberr den Sitz im IWF verlieren, als an die Chaosstaaten noch mehr Geld zu verschwenden. Dort ist ein Fass ohne Boden. Dazu brauchen wir auch einen neuen Bundesrat im Finanzministerium und nicht Eveline Widmer-Schlumpf welche alle Forderungen von anderen Staaten erfüllt. EWS ist eine Verteilministerin welche uns in die gleiche Situation führen will wie die EU-Staaten. Antworten

Marin Melcher

13:05 Uhr

Ich Frage mich schon langsam ob die Medien auch von den Baken, Spekulanten, Baroso oder VanRapoy bezahlt werden. Ihr seid die Populist für die Banke und die Diktatur EU, wo landet echt das Geld vom IWF bei den Bürgern, oder Im CasinoRad der Banken? Es wird zeit das die Medien die Wahrheit bringen und nicht die Nachrichen so Nach Richten wie es die Banken und EU will. Zensur? das kanst du sehr gut! Antworten

Harald Rieder

13:03 Uhr

Die Mechanismen sind seit 2008 diesselben. Mehr Geld zum Nulltarif den Banken. Diese wissen ohnehin nicht wohin damit da Vertrauen an allen Ecken fehlt. Dann klopft der Regulator an und meint ihr Banken muesst jetzt mit billigem Geld Staatschulden kaufen. Hintendrein die Politiker blasen ins selbe Horn. Danach Verlust. Und zu guter Letzt die Presse „seht nur die blöden, bösen, gierigen Banken !“ Antworten

James Lehmann

13:03 Uhr

Na gut, Amerika wäre ja blöd, würden sie den Europäern helfen. Sie sollen für jedes Jahr dankbar sein, in dem Sie noch denken können, sie wären die Krönung der Schöpfung. Antworten

Stefan Jost

12:59 Uhr

Der IWF hat gar nicht so viel Geld, um die EU-Schuldenstaaten zu finanzieren. Die reichen EU-Staaten geben zuerst dem IWF Kredite, damit der IWF das Geld weiter gibt.
Die EU macht diesen Umweg nur, weil man den EU-Bürgern versprochen hat, dass ein EU/Euro-Land nicht haftet für die Schulden von Bankrottstaaten. Nun kommt die Haftung hinten herum – wie so vieles in der EU. Antworten

Peter Rohrer

12:53 Uhr

Super Idee, den Banken für 1% Geld leihen, damit sie damit Staatsanleihen mit 6% kaufen können Das macht dann 5% Rendite. Und falls die Staatsanleihen dann doch platzen gibt man den Banken nochmals Geld, weil sie ja systemrelevant sind. Antworten

Ralph Sommerer

13:37 Uhr

Ihrem Kommentar ist nichts hinzuzufügen! Ausser vielleicht der Tatsache, dass Zinsen für Staatspapiere aus Steuermitteln bezahlt werden. Diese werden wiederum vom Mittelstand bezahlt, da Kapital und Unternehmen (aka „Reiche“) im trickle-down Neoliberalismus nicht besteuert werden dürfen. Somit bezahlt also der Mittelstand für die 5% Rendite der Banken. Wie Sie sagen: Super Idee!

Alex Renge

12:47 Uhr

Die EZB wird letztlich die Staatsanleihen der Südeuropäer kaufen. Man wartet nur noch eine Anstandsfrist ab, um Merkel das Gesicht wahren zu lassen. Bis dahin hat sie dann auch ihren Koalitionspartner, die FDP, weichgeknetet, die sich im Moment noch vehement gegen solche Stützungskäufe wehrt und mit dem Bruch der Koalition droht. Alles nur eine Frage der Zeit. Antworten

Robin Hübscher

12:45 Uhr

es wird diskutiert und verhandelt und es werden verträge abgeschlossen doch das geld ist ja da, nur am falschen ort. nehmen wir doch das geld einfach, dass man sich wieder wichtigeren problemen zuwenden kann! Antworten

Francois Stocker

12:42 Uhr

Die eigentliche Frage schein wegen des Schweizer Sitzes im Direktorium in den Hintergrund zu rücken. Es ist aber einfach auch eine Frage der Verhältnismässigkeit… Muss die Schweiz im Direktorium vertreten sein, muss sie überhaupt im IWF vertreten sein? Leidenschaftslos und neutral betrachtet, ist der IWF für die Schweiz nur ein Prestigeposten mit Kosten ohne grossen Nutzen. Und jetzt? Antworten

Alois Leimgruber

13:43 Uhr

Genau dieser Prestigesitz ist mit einem Kredit von der Schweiz von ca. 18 Mrd.
unterlegt. Frage ob wir jemals dieses Geld wiedersehen werden ?

Alex Renge

13:00 Uhr

@F. Stocker: Der direkte Nutzen ist vielleicht nicht gross, aber die Schweiz kann wichtige Entscheidungen beeinflussen, die auch den Finanzstandort Zürich betreffen. Ausserdem sind IWF-Kreditvergaben an Good Governance des Empfängers geknüpft (Korruptionsabbau, Demokratie, …), was in der humanitären Tradition der Schweiz liegt.

Peter Strahm

12:41 Uhr

Brasilien ist nicht mehr ein Schwellenland mehr, die haben Geld und die Wirtschaft floriert!

Kommentare jeweils aktualisiert